Liebe Frau MitohneSahne …

Die Webseite „Mitohnesahne“ auf WordPress ist ein persönlicher Blog, der sich humorvoll und reflektiert mit alltäglichen Herausforderungen und dem Leben einer Mutter beschäftigt. Die Bloggerin beschreibt auf ironische und sarkastische Weise ihre Erlebnisse als Mutter von pubertierenden Kindern, ihre Kämpfe mit den Tücken des Alltags und ihre Strategien, um dabei nicht den Verstand zu verlieren.
Der Blog hebt sich durch seine ehrliche und oft sehr amüsante Erzählweise hervor, in der Themen wie die Pubertät der Kinder, der tägliche Wahnsinn des Haushalts und die Suche nach kleinen Fluchten aus dem stressigen Alltag thematisiert werden. Die Autorin nutzt dabei ihre Erfahrungen, um Tipps und Ratschläge zu geben, die ebenso praktisch wie humorvoll sind, etwa wie man den Kühlschrank immer gefüllt hält oder sich kleine Auszeiten gönnt, ohne dabei den Überblick zu verlieren.
Ein weiteres Thema auf der Seite ist das Backen, was die Autorin ebenfalls mit einer Mischung aus Leidenschaft und Pragmatismus angeht. Hier findet man unter anderem Rezepte und Geschichten, die den Leser in das ländliche Leben und die kleinen Freuden des Alltags eintauchen lassen.
Die Seite ist gut strukturiert und lädt durch ihre persönliche und zugängliche Art zum Verweilen ein. Sie bietet zudem eine Mischung aus reflektierten Beiträgen über das Leben und leicht zugänglichen Themen wie Backrezepten. Der Ton der Beiträge ist dabei immer warm und humorvoll, was den Blog zu einem angenehmen Ort macht, an dem man sowohl lachen als auch nachdenklich werden kann.

Von einem lieben Freund…   Jetzt werde ich rot und fühle mich geehrt.

Geliebt…

Ich habe ihn geliebt, obwohl nichts dafür sprach. Weil es ihm völlig egal war, mich zu beeindrucken.
Weil es nicht seine Art war, sich Mühe zu geben, der Welt zu gefallen. Weil er etwas tief Trauriges in seiner Seele gut verborgen hielt. Er war wohl auch mit dieser Sehnsucht geboren, die wie Fesseln an seinen Handgelenken haftete.

Ich habe ihn geliebt, weil seine Augen alles beobachteten, ohne sich an etwas festzuhalten. Weil er nach Freiheit roch. Weil er innerlich gefangen war. Weil seine Lippen ein wenig Bitterkeit und viel Zärtlichkeit trugen, Liebe, die gelitten hatte, und die Sehnsucht nach Leidenschaft. Weil er wenig sprach. Weil ich, wenn er sprach, unbedingt zuhören wollte.

Er war nackt, selbst wenn er Kleidung trug. Züchtig in seiner Seele und in seinem Körper. Als ich genauer hinsah, vermutete ich sofort, dass er sich selbst nicht wirklich mochte. Ich habe ihn an seiner Stelle geliebt. In meinem Herzen war Platz.

In seinem Blick lag etwas Altes, Verlorenes, Verwirrtes. Ich wollte ihm helfen, es wiederzufinden.

Er lächelte selten. Und dennoch strahlte er. Er brachte mich zum Lachen, ohne es jemals zu versuchen. Ich glaube nicht, dass mich witzige Menschen je besonders amüsiert haben. Er aber brachte mich zum Lachen, weil er sich selbst auf die Schippe nahm, während er über die Welt um ihn herum lachte.

Ich habe ihn geliebt, weil er sich als distanziert gab, obwohl er zerbrechlich, sensibel und verletzlich war. Weil er es gut zu verbergen wusste.

Ich habe ihn geliebt, weil niemand damit gerechnet hatte. Und ich habe es aufgeschrieben. Um zu vergessen. Doch das ist mir nie gelungen.

Romy Schneider

Alain Delon und Romy Schneider, fotografiert von Jochen Blume, Juni 1959

Quelle – Netzfund