
Auszeit ist für mich : „Ich tue Dinge, die ich lieben“ Hier habe ich einen Feinsilber- Anhänger gemacht, mit dem Ritter von der Our. Sozusagen unser Maskottchen im bzw.vom Dorf .

Auszeit ist für mich : „Ich tue Dinge, die ich lieben“ Hier habe ich einen Feinsilber- Anhänger gemacht, mit dem Ritter von der Our. Sozusagen unser Maskottchen im bzw.vom Dorf .
Ich habe heute ein paar Cola-Dosen aus dem Kühlschrank geholt und bin im ersten Moment richtig erschrocken. Da standen auf einmal rote Dosen, die aussahen wie die klassische Coca-Cola – nur dass es Coca-Cola Zero war !!! ( ..und ja, in Belgien sind Cola- Dosen und kleine Glasflaschen normal!)
Früher war das mit einem Blick klar: Rot war Original, Schwarz war Zero. Fertig. Jetzt muss man plötzlich genauer hinschauen, drehen, lesen, kontrollieren. Und genau da liegt das Problem.
Was im Supermarkt vielleicht noch als neues Design durchgeht, wird in der Gastronomie schnell zum Ärgernis. Denn dort hat niemand Zeit, jede Dose oder Flasche zweimal anzuschauen. Im Service muss klar sein, was man in der Hand hat – sofort, nicht erst nach genauem Hinsehen.
Coca-Cola hat das Design der Zero-Variante angepasst. Die Dose wirkt nun viel näher an der klassischen Coca-Cola. Mehr Rot, mehr Original-Look, weniger klare Unterscheidung. Viele kritisieren deshalb, dass Original und Zero kaum noch auseinanderzuhalten sind.
Und ganz ehrlich: Für die Gastronomie ist das richtig mühsam.
Rot war Coca-Cola. Schwarz war Coca-Cola Zero.
Das war simpel. Jeder hat es verstanden. Gäste, Servicepersonal, Barteam, Lager, Einkauf – alle wussten auf einen Blick, was Sache ist. Gerade im hektischen Betrieb ist so etwas Gold wert.
Jetzt muss man genauer hinschauen. Steht da wirklich Zero? Ist das die richtige Dose? Hat der Gast vielleicht doch die normale Cola bekommen? Und schon entsteht Unsicherheit, wo vorher Klarheit war.
Das klingt nach einer Kleinigkeit. Ist es aber nicht.
Wer schon einmal in der Gastronomie gearbeitet hat, weiss: Es gibt Momente, da läuft alles gleichzeitig.
Ein Tisch wartet auf Getränke. An der Bar stapeln sich die Bons. Jemand will zahlen. Die Küche ruft. Ein Gast fragt nach der Toilette. Der nächste hat eine Allergie. Und nebenbei soll natürlich alles freundlich, schnell und korrekt laufen.
In genau solchen Situationen hilft klare Verpackung. Man greift in den Kühlschrank, sieht die Farbe, nimmt die richtige Flasche, fertig.
Wenn zwei Produkte fast gleich aussehen, wird aus einem einfachen Handgriff plötzlich eine Fehlerquelle. Und die landet am Ende nicht beim Designteam, sondern beim Servicepersonal.
Auch für Gäste ist das lästig. Wer Zero bestellt, möchte Zero. Nicht vielleicht Zero. Nicht „Moment, ich schau kurz nach“. Sondern einfach das, was bestellt wurde.
Gerade bei zuckerfreien Getränken ist das nicht egal. Manche trinken Zero aus Gewohnheit, andere aus gesundheitlichen Gründen, wegen Zucker, Kalorien oder Ernährung. Da sollte man sich darauf verlassen können, dass die Variante auf den ersten Blick klar erkennbar ist.
Natürlich steht es irgendwo auf der Dose. Aber gutes Design darf nicht erst funktionieren, wenn man es genau liest.
Aus Sicht der Marke mag das neue Design logisch sein. Alles wirkt einheitlicher, moderner, näher an der klassischen Coca-Cola. Wahrscheinlich sieht das in einer Präsentation wunderbar aus.
Aber Verpackungen leben nicht nur in Präsentationen. Sie stehen in Kühlschränken, werden aus Kisten gezogen, auf Tabletts gestellt, im Halbdunkel hinter der Bar gesucht und in Stresssituationen serviert.
Da reicht es nicht, wenn die Unterscheidung theoretisch vorhanden ist. Sie muss sofort sichtbar sein.
Eine Verpackung muss nicht nur hübsch sein. Sie muss funktionieren.
Das Problem ist: Die Folgen solcher Designentscheidungen tragen andere.
Das Servicepersonal muss genauer hinschauen. Die Bar muss besser sortieren. Gäste fragen nach. Reklamationen nehmen zu. Vielleicht wird eine Flasche zurückgegeben, obwohl sie richtig war. Vielleicht wird wirklich mal die falsche Variante serviert.
Am Ende kostet das Zeit, Nerven und Vertrauen.
Und das alles nur, weil man eine klare Farbtrennung aufgeweicht hat, die vorher hervorragend funktioniert hat.
Niemand sagt, dass Coca-Cola Zero für immer gleich aussehen muss. Marken dürfen sich verändern. Aber wenn zwei Produkte so häufig nebeneinander verkauft werden, braucht es eine klare optische Trennung.
Man hätte Zero stärker sichtbar machen können. Grössere Schrift. Mehr Kontrast. Ein deutlich schwarzer Bereich. Ein klar anderer Deckel. Irgendetwas, das auch im schnellen Blick funktioniert.
Stattdessen sieht es nun so aus, als hätte man die Wiedererkennbarkeit der Marke über die Alltagstauglichkeit gestellt.
Das neue Design mag gewollt modern und einheitlich sein. Für die Gastronomie ist es vor allem eines: unnötig kompliziert.
Wenn Original und Zero kaum noch zu unterscheiden sind, entstehen Verwechslungen, Rückfragen und Diskussionen. Im Supermarkt ist das vielleicht ärgerlich. Im Restaurant ist es ein echtes Problem.
Klarheit ist kein Detail. Klarheit spart Zeit, verhindert Fehler und macht den Alltag einfacher. Genau deshalb war die alte Trennung so gut.
Rot war Original. Schwarz war Zero.
Manchmal ist einfach eben besser.
Gemeinsame Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung werfen Fragen zur Anlagestrategie im öffentlich-rechtlichen Gesundheitssektor auf. Neben zahlreichen gesetzlichen Krankenkassen haben vor allem auch mehrere Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) erhebliche Beitrags- und Verwaltungsgelder durch Investitionen in spekulative Immobilienfonds (u. a. den Verius-Fonds) verloren.
Der Gesamtschaden im System liegt im dreistelligen Millionenbereich. Zu den am stärksten betroffenen Institutionen gehören:
Der rechtliche und regulatorische Hintergrund
Die Investitionen erfolgten primär während der vergangenen Niedrigzinsphase, um Negativzinsen zu vermeiden. Allerdings kollidiert dieses Vorgehen mit den strengen gesetzlichen Vorgaben für Körperschaften des öffentlichen Rechts im Gesundheitswesen. Nach § 80 SGB IV müssen Betriebsmittel und Rücklagen so angelegt werden, dass ein Verlust praktisch ausgeschlossen ist – Sicherheit steht hier gesetzlich zwingend vor Rendite. Das Bundesamt für soziale Sicherung (BAS) sowie die jeweiligen Landesaufsichten hatten im Vorfeld vor diesen komplexen Finanzkonstrukten gewarnt.
Nach den gemeinsamen Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung wird davon ausgegangen, dass insgesamt bis zu 28 Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen Geld in die wackelnden Verius-Fonds investiert haben. [1, 2]
Da viele Institutionen die Beteiligung nicht öffentlich bestätigen, konnten Journalisten bislang 17 Institutionen namentlich identifizieren. Hier ist die vollständige Liste der bisher bekannten betroffenen Kassen und KVen: [1]
Identifizierte Kassenärztliche Vereinigungen (KVen)
Identifizierte Krankenkassen
LHinweis: Mindestens 11 weitere Krankenkassen bzw. KVen haben Geld angelegt (oft über verschlungene Umwege), halten ihre Namen aber bislang unter Verschluss
Die aktuellen Konsequenzen
Nach dem Einbruch von Teilen des Immobilienmarktes droht bei vielen dieser Anlagen der Totalverlust. Sowohl betroffene Krankenkassen als auch die KVen haben mittlerweile rechtliche Schritte und Schadensersatzklagen gegen die beteiligten Finanzdienstleister und Vermittler eingeleitet. Gleichzeitig führt der Vorfall zu einer intensiven Debatte über die internen Kontrollmechanismen, das Risikomanagement und die Qualität der staatlichen Aufsicht im deutschen Gesundheitswesen.
Angesichts der aktuellen Finanzierungskrise im System rückt die Frage nach der Governance und der Haftung bei Fehlentscheidungen in Körperschaften des öffentlichen Rechts neu in den Fokus.
Was nun ? Krankenkasse wechseln ?!
#Gesundheitswesen #KassenaerztlicheVereinigung #Krankenkassen #Risikomanagement #Governance #Compliance #Finanzrecht
Das Schlimmste ist allerdings der Rauch. Wir sind der schwarze Punkt am Pfeil. Das Blaue ist der Brand. Vor ein paar Minuten ist eine wichtige Straße gesperrt worden, weil sie brennt. Ich würde gerne weg, Wohnwagen dran und weg! Die Luft ist zu schwer zum frei atmen. Aber ich habe meinen Ferienjob und kann nicht weg. Vielleicht löst sich das nun von selbst, denn die Urlauber reisen ab. Zum ersten Mal möchte ich wirklich, dass sie nach Hause fahren. Wenigstens ist es dann ruhig hier.
BRF1 ist unser liebster Radiosender, allerdings hat der auf Weltuntergangsstimmung- Musik umgestellt. Es ist ein bisschen wie in einem Horrorfilm. Keine Sicht draußen, die Sonne ist verschwunden hinter Rauch und Nebel, Brandgeruch überall, keine Leute auf der Straße und dann diese Musik …
Schlimmer geht immer.

Wenn das Venn brennt, brennt eine Welt.
Gerade in Ostbelgien ist das Venn eine Existenzquelle. Holz, Tourismus, Natur pur.
Es gibt hier keine Industrie, wir leben vom Tourismus, von der Landwirtschaft, vom Wald und von den Tieren . Hier braucht es keinen Krieg, dieser Krieg ist der Brand, der das Land ruinieren wird.
Das Hohe Venn brennt – und diesmal in einem Ausmaß, das die Region bislang selten erlebt hat. Seit Freitag breitet sich auf belgischer Seite ein großflächiger Wald- und Moorbrand aus. Nach den jüngsten Angaben hat das Feuer inzwischen rund 2.700 Hektar erfasst. Damit gehört der Brand zu den größten Waldbränden, die Belgien je erlebt hat.
Das Hohe Venn ist eine besondere Landschaft: Große Teile bestehen aus Heide, Moor und Torfböden. Solche Flächen können bei großer Trockenheit Feuer nicht nur an der Oberfläche tragen – der Torf kann auch im Untergrund weiterglimmen. Das macht die Bekämpfung besonders schwierig. Das Venn ist zudem eines der bedeutendsten Hochmoorgebiete Westeuropas und ökologisch äußerst wertvoll.
Brände sind im Hohen Venn grundsätzlich kein völlig neues Phänomen. Die empfindliche Moor- und Heidelandschaft hat immer wieder Feuer erlebt. Die aktuelle Ausdehnung von mehreren tausend Hektar stellt jedoch eine außergewöhnliche Dimension dar.
Besonders angespannt ist die Situation inzwischen auf deutscher Seite. Die Feuerfront liegt nach Angaben der Stadt Monschau nur noch etwa drei Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. In Monschau wurden deshalb vorsorglich Evakuierungen vorbereitet. Betroffen sind unter anderem Kalterherberg und Mützenich sowie mehrere kleinere Siedlungen. Rund 5.000 Menschen könnten im Ernstfall betroffen sein. Die Feuerwehr hat zudem Felder nahe der Grenze bewässert, um dem Feuer im Falle eines Übergreifens möglichst viel Zeit entgegenzusetzen.
Auf belgischer Seite mussten bereits Menschen ihre Häuser verlassen. Unter anderem wurden Küchelscheid und Leykaul evakuiert. Wechselnde Winde und die enorme Rauchentwicklung erschweren die Lage zusätzlich. Für Monschau wurde am Sonntagmorgen wegen der möglichen gesundheitlichen Belastung durch den Rauch sogar empfohlen, bestimmte Bereiche vorübergehend zu verlassen.
Das Besondere an diesem Brand ist deshalb nicht nur seine Größe. Er macht deutlich, wie schnell aus einem Feuer in der scheinbar abgelegenen Moorlandschaft ein grenzüberschreitendes Problem werden kann. Das Hohe Venn kennt keine Staatsgrenze – und das Feuer erst recht nicht.
Stand: Sonntag, 16. August 2026, morgens. Die Lage kann sich aufgrund von Wind und Feuerentwicklung jederzeit verändern.

Es ist schlimmer, als man sich die Apokalypse vorstellt. Ehrlich. Schaut auf Facebook. Eupen und Eupen hilft. Schaut EifelDrei.Tv auf Facebook.
Es geht uns gut, aber…
In der Nähe brennt der Wald. Das Hohe Venn. Freunde meiner Kinder bringen ihr Hab und Gut in Sicherheit.
Das Tückische ist, dass der Torfboden und das Moor brennen. Schon 2011 gab es einen großen Brand im Venn. Diesmal brennen frisches Gras und kleine Bäume. Das wird dauern.
Der Name kam eigentlich von der Tatsache als Mutter immer alles wissen zu müssen. Kinderdenken. Wunschdenken.
Immer parat zu stehen und immer alles zu regeln.
Echt ?
Bin ich Jesus? Habe ich Sandalen an?
Manchmal fühlt sich das Leben an wie ein Dauerfeuer: Stress, Erwartungen, dumme Kommentare, schlechte Nachrichten, Menschen, die nerven, und Situationen, die man nicht kontrollieren kann. Genau hier kommen Resilienz, Coolness und Gelassenheit ins Spiel.
Resilienz bedeutet nicht, dass einem alles egal ist. Es bedeutet auch nicht, immer stark zu sein oder keine Gefühle zu haben. Resilienz heißt: Man fällt vielleicht hin, aber man bleibt nicht dauerhaft liegen. Man lernt, mit Krisen, Rückschlägen und Stress besser umzugehen. Man entwickelt die Fähigkeit, sich innerlich wieder zu stabilisieren, auch wenn außen gerade Chaos herrscht.
Coolness ist ähnlich. Wirklich cool ist nicht der Mensch, der so tut, als hätte er keine Probleme. Wirklich cool ist jemand, der sich nicht von jeder Kleinigkeit aus der Fassung bringen lässt. Jemand, der nicht sofort explodiert, nicht alles persönlich nimmt und nicht bei jedem Drama mitspielt.
Und genau das ist die eigentliche Kunst: ruhiger werden, gelassener bleiben und lernen, dass nicht alles deine Energie verdient.
Viele Menschen reagieren sofort auf alles: eine Nachricht, ein Blick, ein Kommentar, eine Kritik, ein Problem. Innerhalb von Sekunden ist der Puls oben, der Kopf voll und die Laune im Keller. Aber die Wahrheit ist: Nicht jede Situation verdient deine volle Aufmerksamkeit.
Man darf lernen, innerlich einen Schritt zurückzugehen und sich zu fragen: Frage Warum sie hilft Ist das wirklich mein Problem? Nicht jede Sache gehört in deine Verantwortung. Kann ich gerade etwas daran ändern? Wenn nicht, bringt Grübeln wenig. Wird das in einer Woche noch wichtig sein? Viele Aufreger verlieren schnell ihre Bedeutung. Reagiere ich gerade aus Wut oder aus Klarheit? Das verhindert impulsive Entscheidungen.
Gelassenheit beginnt oft genau in diesem kleinen Moment zwischen Reiz und Reaktion. Etwas passiert – aber du entscheidest, ob du sofort darauf anspringst oder erstmal ruhig bleibst.
Der Satz „alles am Arsch vorbei“ klingt erstmal hart. Aber gesund verstanden bedeutet er nicht, dass dir alles egal sein soll. Es geht eher darum, nicht mehr alles an dich heranzulassen.
Es ist ein Unterschied, ob du gleichgültig bist oder ob du bewusst entscheidest, worauf du deine Energie richtest.
Gleichgültigkeit sagt: „Mir ist alles egal.“
Gelassenheit sagt: „Ich entscheide, was mir wichtig genug ist.“
Das ist ein riesiger Unterschied. Wer gelassen ist, hat Werte, Ziele und Gefühle. Aber diese Person lässt sich nicht mehr von jedem Unsinn kontrollieren.
Gelassenheit ist keine angeborene Superkraft. Man kann sie trainieren. Nicht über Nacht, aber Schritt für Schritt.
Ein paar Dinge helfen besonders:
Niemand ist immer ruhig. Jeder rastet mal innerlich aus, ist enttäuscht, verletzt oder genervt. Der Unterschied liegt darin, ob man sich komplett von diesen Gefühlen steuern lässt.
Gefühle sind wichtig. Sie zeigen, dass dir etwas bedeutet. Aber Gefühle müssen nicht automatisch dein Verhalten bestimmen. Du kannst wütend sein und trotzdem ruhig sprechen. Du kannst verletzt sein und trotzdem nicht sofort zurückschießen. Du kannst gestresst sein und trotzdem entscheiden, was jetzt sinnvoll ist.
Das ist Coolness: nicht keine Emotionen haben, sondern nicht von ihnen beherrscht werden.
Resilienz wächst, wenn man seine Gedanken bewusster wahrnimmt. Oft machen nicht nur die Situationen selbst Stress, sondern das, was wir daraus im Kopf machen.
Aus „Das schaffe ich nie“ kann werden: „Ich weiß noch nicht wie, aber ich finde einen Weg.“
Aus „Warum passiert immer mir sowas?“ kann werden: „Das ist gerade schwer, aber ich kann entscheiden, wie ich damit umgehe.“
Aus „Ich muss allen gefallen“ kann werden: „Ich darf mein Leben so führen, dass es zu mir passt.“
Das ist kein naives positives Denken. Es bedeutet nicht, Probleme schönzureden. Es bedeutet, sich selbst nicht zusätzlich fertigzumachen.
Resilienz, Coolness und Gelassenheit bedeuten nicht, kalt oder emotionslos zu werden. Sie bedeuten, innerlich stabiler zu sein. Man lernt, Rückschläge besser wegzustecken, Stress nicht sofort an sich heranzulassen und bewusster zu entscheiden, was wirklich wichtig ist.
„Alles am Arsch vorbei“ heißt im gesunden Sinne: Ich gebe nicht mehr jedem Drama, jeder Meinung und jedem Problem Macht über mich. Ich kümmere mich um das, was ich beeinflussen kann. Den Rest lasse ich los.
Denn am Ende ist echte Stärke nicht, immer laut, hart oder unberührt zu wirken. Echte Stärke ist, ruhig zu bleiben, wenn es schwierig wird – und trotzdem weiterzugehen.
Stehen, atmen und manchmal abzugeben.
In Sandalen fest zu stehen, mit der Referenz fast alles zu schaffen !
Hier geht’s zum Buch :
In diesem Jahr bin ich dem Camping näher, als ich es je zuvor war – ganze neun Wochen am Stück auf dem Campingplatz.
Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch und natürlich Kauderwelsch. Mein phänomenales Kauderwelsch für Anfänger hatte ich ja bereits erklärt.
Aber jetzt kommt noch die Kinder- Bespassung dazu. In Niederländisch! Jooooohhhhhh :-)) alle Neune!
Ich mache zur Zeit Diät, weil ich keine Zeit mehr finde, um zu kochen. Meine Jugend fliegt gerade in der Welt herum und probiert sich aus. Auch gut. Solange ich mit Sorgen und solchen anstrengenden Sachen verschont bleibe.
Das Kochbuch dazu gibt es hier, mit meinen Bildern aus dem Ourtal :
… die Lage meines Heimatdorfes unterschätzt.
„Deutschsprachige Gemeinschaft.“ Jeder spricht hier Deutsch. Stimmt. Aber im Sommer sind Englisch, Französisch und Niederländisch mindestens genauso wichtig. D
Französisch und Niederländisch sind – neben Deutsch – Amtssprachen Belgiens. Auch wenn Deutsch hier im Osten die Alltagssprache ist, stellen die Sommermonate mit ihren internationalen Gästen vieles auf den Kopf. Daran erkennt man dann die Touristen. Kein Deutsch!
Um sich halbwegs verständigen zu können, ist ein gutes Englisch deshalb unverzichtbar. Vor allem wegen der Niederländer, die aus Flandern in Scharen zu uns ins Ourtal kommen.
Luxemburgisch fällt hingegen kaum ins Gewicht. Es ähnelt dem hier gesprochenen Platt so sehr, dass sich viele Luxemburger und Einheimische problemlos verstehen. Außerdem sprechen viele Luxemburger ohnehin Französisch oder Deutsch.
Belgisch? Was soll das sein? Gibt es nicht. Belgien hat drei Amtssprachen, wie gesagt: Deutsch, Französisch und Niederländisch. Einen eigenen „belgischen“ Dialekt gibt es nicht. Stattdessen existieren zahlreiche regionale Mundarten – überall in der Eifel wird ein leicht abgewandeltes Platt gesprochen.
Ich schlage mich jeden Tag damit herum. Im Moment allerdings hauptsächlich auf Englisch, denn Niederländisch ist eine Sprache, die ich bis heute überhaupt nicht verstehe.
But it works!
Hat mir in meinem Leben schon viele Dinge genommen, die ich liebe. Der 28. und 29. Juli sind keine guten Tage. An einem 29.7. wäre ich einmal fast gestorben. Diese Woche waren es zwei Tode. Vor Jahren starb meine Liebe. Einmal trennte ich mich. Eigentlich zweimal. Diesmal starben gleich zwei liebe Menschen und einer davon brach mein Herz . Was macht man da? Sich den ganzen Tag verstecken? Beten, dass nichts passiert? Keine Ahnung, was man dagegen machen könnte.
Mein Herz blieb stehen, als ich die Nachricht las. Glen ist tot.
Glen, der sanfte Mann, den ich im Regen traf. Der Mann, der sein Leben damals der Musik gewidmet hatte. Der ohne Gitarre nirgendwo war. Es waren immer er, die Gitarre und die Musik.
Es riss mir ein Loch ins Herz.
Glen ist tot.
Er auf seinem Motorrad. Verunglückt. Tot. Einfach so. Ausgerechnet er !
Er liebte sein Motorrad. Er liebte das Fahren auf zwei Rädern, wie ein Kind – das wusste ich. Ich wusste das ändert sich nicht, obwohl ich ihn seit achtzehn Jahren nicht mehr getroffen hatte. Dazwischen lagen unser Leben und seine Musik.
Er war immer da, irgendwo als Melodie.
Immer, wenn ich einsam war. Wenn meine Entscheidung einen Ruck brauchte. Immer, wenn das Beste im Leben die Straße entlangging.
Er war anders, der bescheidene Oscar- Gewinner ohne Star- Allüren. Er war Ire. Er war stolz. Er war der Beste.
In loving memory – Glen Hansard
Ich habe dich geliebt.


Mein Jagdhund ist ein sanftes, liebevolles Wesen. Er liebt alles, was klein und weich ist – sogar die Katzen. Mit ihnen wird geschmust, gespielt und neuerdings sogar erzählt. Dabei gibt er die kuriosesten Laute von sich …
Der andere Hund, eine betagte Boxerdame, hat aus Wut oder Eifersucht sein Lieblingsspielzeug zerfetzte: eine Quietschkuh namens Mayleen.
Bei dem Spielzeug, zeigte er eine Seite, die ich so noch nie erlebt hatte. Diese Kuh trug er seit seinem ersten Tag bei uns mit sich herum. Er liebte das Ding einfach.
Heute legte mir das nasse, vollgesabberte, zerrissene Bündel in den Schoß und fiepte leise. In seinen Augen standen tatsächlich Tränen.
Ich kann das Stofftier nicht mehr retten und versuchte ihm zu erklären, dass Mayleen nun gehen muss – in den Mülleimer. Seit über einer Stunde liegt er schmollend auf der Couch und heult leise vor sich hin.
Ich habe schon viele Hunde gehabt. Aber eine solche Trauer um ein Stofftier habe ich noch nie erlebt.
Zum Glück gibt es Mayleen noch zu kaufen. Amazon bietet sie inzwischen sogar im Set an – zusammen mit einem Donut und einem Plüsch-Hähnchenschenkel. Vielleicht bekommt unser (klein kann man ja nicht mehr sagen) Kerl seine geliebte Mayleen ja doch zurück. 🐾
Der Mittelpunkt der Familie ging gestern. Mit fast 90 hat sie für immer ihre Augen geschlossen. Still, leise, wie ich sie kannte.
Nach Jahren hatte ich wieder gelernt, was es bedeutet, eine Familie zu haben, die aus Töchtern, Söhnen, Enkeln und jeder Menge Cousinen, Onkeln und Tanten besteht. Was eine große Familie eben ausmacht.
Ich habe selbst erlebt, dass, wenn das Oberhaupt stirbt, viel auseinanderbricht. Dinge sich lösen. Die Zeit gegen diese Strukturen arbeitet.
Diese Frau mochte ich sehr. Ihre klaren Ansagen und ihr verschmitzter, schlagfertiger Witz. Niemand widersprach ihr. Das war gut so.
Sie hinterlässt eine große Leere, die sich vorerst mit nichts mehr füllen lässt.
Ich habe ein kleines Hobby.
Ich beobachte Facebook-Gruppen.
Nicht die politischen. Das wäre ungefähr so entspannend wie barfuß durch ein Legofeld zu laufen.
Nein, ich meine die harmlosen Gruppen. Rezepte. Haustiere. Garten. Basteln.
Also die Orte, an denen man eigentlich denkt: Was soll da schon passieren?
Falsch gedacht.
Du postest stolz deinen selbst gebackenen Käsekuchen.
Der erste Kommentar:
„Das ist kein Käsekuchen.“
Der zweite:
„Früher konnten die Menschen wenigstens noch backen.“
Der dritte erklärt dir auf 43 Zeilen, warum deine Springform falsch ist, dein Ofen ungeeignet und deine Existenz vermutlich ebenfalls.
Herzlichen Glückwunsch. Du wolltest eigentlich nur dein Rezept teilen.
Dasselbe bei Hunden.
Jemand fragt:
“Mein Labrador kratzt sich. Hat jemand eine Idee?”
Keine zwei Minuten später diagnostizieren wildfremde Menschen Krebs, schlechte Erziehung, Tierquälerei und das Ende der westlichen Zivilisation.
Und irgendwo schreibt garantiert jemand:
„Dann solltest du dir keinen Hund anschaffen.“
Danke für diese wertvolle Expertise.
Ein Blick über die Grenze
Da ich auch in belgischen und französischsprachigen Gruppen unterwegs bin, fällt mir immer wieder etwas auf.
Natürlich wird dort auch diskutiert. Auch dort gibt es Besserwisser.
Aber erstaunlich oft lese ich stattdessen so etwas wie:
“Probier doch mal…”
“Bei mir hat das funktioniert.”
“Interessant – das kannte ich noch nicht.”
Man hilft.
Man ergänzt.
Man widerspricht sogar – aber ohne gleich den digitalen Flammenwerfer auszupacken.
Warum ist das so?
Vielleicht ist es gar keine Frage der Nationalität.
Vielleicht zieht Facebook genau die Kommentare nach oben, die Empörung auslösen.
Vielleicht sind manche Gruppen besser moderiert.
Oder vielleicht gibt es tatsächlich Kulturen, in denen man nicht automatisch glaubt, jede Diskussion gewinnen zu müssen.
Ich weiß es nicht.
Aber manchmal frage ich mich ernsthaft:
Wann wurde aus einer einfachen Frage ein Wettkampf darum, wer den anderen zuerst bloßstellen kann?
Willkommen im Expertenland
Deutschland scheint das einzige Land zu sein, in dem unter jedem Rezept mindestens fünf ausgebildete Sterneköche, drei Ernährungsberater, zwei Lebensmittelchemiker und ein selbst ernannter Brotsommelier auftauchen.
Und wehe, jemand schreibt Sahne statt Crème fraîche.
Dann wird diskutiert, bis der Kühlschrank abtaut.
Das eigentliche Problem
Es geht längst nicht mehr um Kuchen.
Oder Hunde.
Oder Tomaten.
Es geht um diese seltsame Lust, anderen zu zeigen, dass sie angeblich etwas falsch machen.
Manchmal habe ich den Eindruck, manche Menschen öffnen Facebook morgens nicht mit dem Gedanken:
“Mal sehen, was es Neues gibt.”
Sondern eher mit:
“Wen kann ich heute korrigieren?”
Was ist los ???
Vielleicht könnten wir einfach wieder etwas gelassener werden.
Nicht jeder falsch geschriebene Satz ist der Untergang der deutschen Sprache.
Nicht jedes Rezept ist ein Angriff auf die Kochkunst.
Nicht jeder Hundehalter braucht eine öffentliche Hinrichtung.
Und vielleicht – nur vielleicht – darf ein Käsekuchen einfach ein Käsekuchen sein.
Selbst wenn Oma ihn anders gebacken hätte.Das Wichtigste ist dabei: Wir sollten aufpassen, nicht denselben Fehler zu machen wie die Menschen, die wir kritisieren. Es gibt viele freundliche deutsche Gruppen – genauso wie es unfreundliche belgische oder französische Gruppen gibt. Der Beitrag lebt davon, dass er eine persönliche Beobachtung mit Ironie beschreibt, statt sie als allgemeingültige Wahrheit darzustellen.
Herr Merz – Ich finde das ist ihr Stichwort.
Heute ist ein guter Tag zu GEHEN! Tschö ! Mit ö!
(Besser ein ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende !)
Gestern Abend, Tiergarten, Berlin. Ein Auto rast in eine Menschenmenge. Der CSD, gerade noch ein Fest, wird um 22:15 Uhr abgebrochen. Eine Frau stirbt, noch am Straßenrand, während um sie herum die Musik einfach weiterläuft, weil noch niemand weiß, was passiert ist. Sechzehn Menschen werden verletzt, drei davon lebensbedrohlich.
Ich lese die Nachricht auf dem Handy, zwischen Restaurant und Autofahrt. Mit der Zahnbürste im Mund mache ich den Fernseher an. Draußen bellt der Hund einen Traktor an.
Drinnen, auf dem Bildschirm, liegen Menschen auf einer Straße, die eben noch getanzt haben. Jemand hat noch Glitzer auf der Wange, als der Rettungswagen kommt.
Der CSD ist kein Nebenschauplatz. Er ist der eine Tag, an dem Sichtbarkeit keine Mutprobe sein soll. Hunderttausende waren da, um genau das zu feiern: dazugehören dürfen, ohne sich klein zu machen. Manche zum ersten Mal, Hand in Hand mit jemandem, vor dem sie sich sonst noch verstecken. Und dann fährt einer mit einem Auto in diese Selbstverständlichkeit.
Es geht nicht darum WER das war, sondern DASS er es war!
Ich habe keine Worte für so etwas. Nur das hier: irgendwo in Berlin sitzt heute Nacht jemand im Wartebereich einer Notaufnahme, in Kleidung, die für ein Fest gedacht war, und starrt auf eine Tür, hinter der operiert wird. Jemand anderes bekommt einen Anruf, den man nie bekommen will, und muss trotzdem noch die Adresse der Klinik richtig verstehen. Wieder andere kommen morgen nach Hause und erzählen es niemandem, weil sie selbst nicht wissen, wie man das erzählt.
Am Brandenburger Tor wird heute um 14 Uhr getrauert. Ich bin nicht da. Aber ich zünde hier, am anderen Ende der Karte, eine Kerze an. Manchmal ist das alles, was man an einem Sonntag zustande bringt – und es ist trotzdem nicht nichts.
Mein Beileid an alle Betroffenen, Angehörigen, Freunde. Es gibt keine Worte dafür.
Das Kasperletheater stellt sich neu auf. Unfassbar! Ich bin sowas von den Socken!
Also wie gesagt- Kompetenz ist eine Sache der Auslegung… aber ich könnte Familienministerin werden und vielleicht noch was anderes, ohne mit der Wimper auch nur zu wackeln… es gibt nur ein Problem- die Kollegen!

Eigentlich zeige ich gerne Fotos von hier.
Aber neuerdings mit Vorsicht und Bedacht. Es kommen nämlich Leute, die alles zumüllen, an nicht erlaubten Stellen angeln – zurzeit wegen des Wassermangels ohnehin verboten –, klauen, laut und unangenehm sind. Sie trampeln alles platt und schnüffeln überall herum.
Deswegen sind wir vorsichtiger geworden. Unser neuer Campingplatz ist ein Geheimtipp und bewahrt ein Stück Wildnis mitten im Naturpark.
Camper sind Menschen, die das verstehen. Sie klauen selten, nehmen ihren Müll immer wieder mit und respektieren die Natur. Dann ist das okay. Dann sind sie willkommen. Aber auch nur dann.


Fotos : privat Nikon