
Zwischen Vernunft und Abenteuer lag nur ein Handstand.


Also, das war so: Nachdem in der Eifel das Gerücht die Runde machte, Elise sei eine Agentin, musste ich den Krimi vom Markt nehmen, ihn mit neuen …
Die Wahrheit ist…
Kennst du das?
Du bist voller Motivation. Du hast eine Idee, kaufst Material, meldest dich für einen Kurs an oder beginnst endlich das Projekt, das schon so lange in deinem Kopf herumspukt.
Und dann…
Ein paar Tage oder Wochen später ist die Luft raus.
Das angefangene Buch liegt auf dem Nachttisch. Die Häkelnadel verschwindet in der Schublade. Der Onlinekurs wartet seit Monaten auf Lektion drei. Und das Fitnessprogramm? Nun ja… wir reden lieber nicht darüber.
Früher habe ich gedacht, das bedeutet, ich hätte aufgegeben. Heute sehe ich das anders.
Nicht jede Idee ist für jede Lebensphase gemacht. Manchmal waren wir beim Start einfach jemand anderes. Manchmal war die Vorstellung schöner als die Realität. Und manchmal fehlt schlicht die Energie.
Wir leben in einer Welt, in der uns ständig erzählt wird: Zieh durch! Gib niemals auf! Erfolg kommt nur mit Disziplin!
Das stimmt nur zur Hälfte.
Denn manchmal ist das Mutigste nicht das Durchhalten, sondern das ehrliche Eingeständnis: Das passt gerade nicht mehr zu mir.
Etwas anzufangen war keine Zeitverschwendung. Du hast etwas gelernt. Du hast ausprobiert. Du hast herausgefunden, was dir eben doch keinen Spaß macht.
Auch das ist Fortschritt.
Vielleicht braucht dein Projekt einfach nur eine Pause. Vielleicht einen anderen Weg. Oder vielleicht darf es für immer in der Schublade bleiben.
Das ist kein Scheitern.
Wir dürfen unsere Meinung ändern. Unsere Interessen verändern sich. Unsere Prioritäten ebenfalls.
Ich habe aufgehört, mich dafür zu verurteilen.
Stattdessen frage ich mich heute:
„Macht mir das gerade wirklich Freude?“
Wenn die Antwort Nein lautet, ist das kein Grund für Schuldgefühle – sondern eine Einladung, ehrlich zu sich selbst zu sein.
Denn das Leben ist zu kurz, um sich ständig durch Dinge zu quälen, die einmal eine gute Idee waren.
Manchmal ist Loslassen der Anfang von etwas, das viel besser zu uns passt.
Es gibt einen Punkt, an dem “wir schaffen das schon” aufhört, ein Satz zu sein, und anfängt, eine Lüge zu sein.
Ich kenne den Punkt jetzt. Er sieht aus wie ein leeres Haus um sieben Uhr abends. Wie ein Teller, der kalt wird, weil noch jemand fehlt. Wie ein Kalender, der nur noch eine Farbe kennt.
Niemand hat sich das ausgesucht. Das will ich vorwegschicken, bevor mich jemand missversteht. Keiner hat morgens beschlossen: Heute opfere ich mein Leben für ein anderes. Es ist einfach passiert. Tag für Tag, Fahrt für Fahrt, bis aus einer Ausnahme ein Zustand wurde und aus dem Zustand ein Gefängnis, das keiner gebaut hat und aus dem trotzdem keiner mehr rauskommt.
Liebe ist der Grund, warum das alles begann. Das macht es nicht leichter. Im Gegenteil – es macht es fast unmöglich, etwas zu sagen. Wie stellt man sich hin und sagt: Ich sehe, dass du liebst, und trotzdem – hör auf, dich aufzuzehren? Wie sagt man das, ohne dass es klingt, als würde man die Liebe selbst infrage stellen?
Ich stelle sie nicht infrage. Ich stelle die Rechnung infrage.
Denn es gibt eine Rechnung, auch wenn keiner sie laut ausspricht. Wer fährt, wer schläft, wer trägt, wer wartet – das alles wird nirgendwo notiert, aber jeder im Haus kennt das Ergebnis. Und manchmal ist das Ergebnis: Es sind immer dieselben. Diejenigen, die am wenigsten davon haben, geben am meisten. Diejenigen, die am meisten davon hätten, kommen am Wochenende vorbei und nennen das Beitrag.
Ich habe lange gedacht, mein Job sei es, zu verstehen. Zu tragen, was nicht zu ändern ist. Geduldig zu sein mit der Erschöpfung eines Menschen, der etwas Gutes tut. Aber Verständnis ist kein Fass ohne Boden. Auch das habe ich gelernt.
Was mich wirklich erschreckt, ist nicht die Müdigkeit an sich. Es ist, dass sie sich normal anfühlt. Dass ein Haus, in dem keiner mehr lacht, weil keine Kraft mehr für Lachen übrig ist, irgendwann einfach der Alltag wird. Man gewöhnt sich an das Fehlen. Das ist das eigentlich Gefährliche daran.
Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe selbst einmal einen Menschen begleitet, bis zum Ende. Ich weiß, wie sich das anfühlt – die Fahrten, die Nächte, das eigene Leben, das leiser wird, während man für einen anderen da ist. Ich war damals auch krank. Niemand hat das aufgefangen, ich habe es einfach getragen, weil man das eben tut.
Und genau deshalb weiß ich auch: Würde ich heute krank werden, würde er es nicht aushalten. Nicht aus Kälte. Aus Erschöpfung. Weil in ihm gerade kein Platz mehr ist für noch etwas, das ihn braucht. Das ist die bitterste Erkenntnis von allen – zu wissen, dass man selbst ausfallen könnte, und dass da niemand wäre, der einen auffängt, weil alle Kraft längst anderswo gebunden ist.
Ich will keine Anklage schreiben. Ich will keine Schuldigen benennen. Ich will nur, dass einer, der das liest, versteht: Es gibt einen Unterschied zwischen “wir schaffen das” und “wir gehen daran kaputt”. Und wenn eine Familie an etwas zerbricht, das eigentlich Liebe sein sollte, dann ist es Zeit, ehrlich hinzusehen. Nicht auf die, die zu wenig tun. Sondern auf uns – auf die, die zu viel geben und zu lange schweigen dabei.
Ich bin am Ende. Nicht mit der Liebe. Mit dem Schweigen darüber, was sie gerade kostet.
flippten alle Einwohner um 3:56 aus.
Der noch nüchterne Teil schlief zwischendurch zwar trotzdem kurz ein – aber bei jedem Tor waren wir wieder hellwach. Tolles Spiel, Donald hat sich blamiert und ich geh weiterschlafen.
Wir hatten die elektronische Werbetafel, die sonst an einer Straße Richtung Luxemburg steht, zum Fernseher umgebaut, dazu das noch leere Kirmeszelt, belgisches Bier, Chips – und uns. Und wir waren „zusammen“, wie es eine Nachbarin auf den Punkt gebracht hat.
Kein Fremder kam dazu, kein Auto fuhr durchs Dorf. Wir waren unter uns – und gleichzeitig mit den 66.925 Zuschauern im Stadion. Jeder Einzelne rannte in Gedanken über den Platz, und jeder liebte Lukaku, den Helden des Abends.
Am Ende war es kalt. Wir saßen frierend da, im heißesten Sommer des Jahrhunderts, feierten im Zelt mit Strickjacken und waren einfach glücklich, genau dieses Dorf zu sein.
Irgendwann lernte ich den Macher hinter dem Ballblog kennen. Bis dahin war Fußball für mich ungefähr so spannend wie die Bedienungsanleitung einer Waschmaschine.
Dann kam die Einladung nach Esch-sur-Alzette. Für einen Radiobeitrag über Fußball standen ein Besuch im luxemburgischen Nationalstadion und sogar ein Termin beim Sportminister Luxemburgs auf dem Programm.
Mr.Ballblog lud mich ein- als Begleitung für seine Reportage.

Es gab nur ein kleines Problem: Ich hatte von Fußball ungefähr so viel Ahnung wie ein Schiedsrichter von Beliebtheit. Also legte ich zwei Wochen lang einen intensiven Fußball-Crashkurs ein. Abseits, Viererkette, Pressing, VAR – plötzlich ergab das Kauderwelsch Sinn, das der Kopf hinter dem Ballblog ganz selbstverständlich ins Mikrofon sprach.
Und ganz nebenbei lernte ich Dinge, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie einmal wissen würde. Dass im Luxemburger Nationalstadion ein Hybridrasen wächst, der mit künstlichem Licht und modernster Technik gepflegt wird, damit er das ganze Jahr über in Topform bleibt. Und dass Rugby deutlich höhere Ansprüche an einen Rasen stellt als Fußball. Beim Rugby wirken ganz andere Kräfte auf den Untergrund – deshalb muss der Rasen besonders robust sein und viel mehr aushalten.
Seitdem schaue ich Fußball mit anderen Augen. Zur Expertin bin ich dadurch zwar nicht geworden, aber jemand hat mir gezeigt, dass hinter 22 Menschen, die einem Ball hinterherlaufen, viel mehr steckt: Geschichten, Emotionen, Leidenschaft – und manchmal eben auch eine richtig gute Story.
Danke mein Lieber! Ohne dich wäre ich wahrscheinlich heute noch der Meinung, dass ein Doppelpass eine Fahrkarte der Bahn ist.


Da würde ich gerne hin – gerade entdeckt.

In Rom, im Dezember…
Er liebt Rom und er liebt Italien, ich glaube das wäre das allergrößte da hinzu kommen bzw. fliegen.
Adieu, süßes Sommerleben bei 42 Grad im Schatten.
Die WM ist vorbei. Morgen endet der Tankrabatt. Und die Debatte über längeres Arbeiten und die Rente geht munter weiter.
Während viele versuchen, einen kühlen Platz zu finden, wird es für den Geldbeutel immer heißer. Schönen Sommer –
Übrigens schaut bei den Diskussionen genau mit. Es geht um viel Geld und noch mehr Zukunft und die, Eurer Kinder – Krieg usw…
Mein kleines Dorf feiert den belgischen Fußball mitten im Dorf. Da das Spiel heute um 5 begann, gibts Kaffee oder wahlweise Bier und Aparol, schön gemütlich im Café des Amis .
Und bei jedem Tor einen Schnaps.
Update 8:30 Uhr : Belgien 5:0 Neuseeland.
GEWONNEN!!!!!!! 5:1
Ich geh wieder schlafen 🤭

Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod von Jill Smokler erfahren.
Jill war weit mehr als eine erfolgreiche Autorin und Gründerin von Scary Mommy. Sie war eine Stimme für Millionen von Müttern, die sich in ihren ehrlichen, humorvollen und oft schonungslos offenen Worten wiederfanden. Mit Mut, Wärme und einem außergewöhnlichen Gespür für die Realität des Familienlebens schuf sie einen Ort, an dem sich Menschen verstanden und angenommen fühlten.
Ihr Lachen, ihre Authentizität und ihre Fähigkeit, selbst schwierige Themen mit Menschlichkeit und Humor zu beleuchten, machten sie zu einer besonderen Persönlichkeit. Sie zeigte, dass Perfektion keine Voraussetzung für ein erfülltes Leben ist, und ermutigte unzählige Menschen, sich selbst mit mehr Nachsicht zu begegnen.
Jill hinterlässt nicht nur ihre Familie und Freunde, sondern auch eine Gemeinschaft von Leserinnen und Lesern, die durch ihre Worte Trost, Inspiration und Verbundenheit fanden.
Ihr Vermächtnis wird weiterleben – in den Geschichten, die sie erzählt hat, in den Menschen, die sie berührt hat, und in der Erinnerung an eine Frau, die es verstand, das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen anzunehmen.
Ruhe in Frieden, Jill. Du wirst nicht vergessen werden. 🕊️
Deine Fans- meine Kids und ich
Windhauch
Du kamst, wie sich Türen bewegen,
wenn irgendwo ein Fenster offen steht —
niemand hat dich gerufen,
und doch war plötzlich Luft im Raum.
Ich habe angefangen, die Dinge anders zu halten.
Vielleicht bestimmter.
Wie man eine Feder hält,
die jederzeit gehen darf.
Das Gras kennt dich nur kurz,
beugt sich, richtet sich wieder auf,
aber die Wiese erinnert sich
an jeden Sommer, in dem es das tat.
Manchmal lege ich die Hand auf eine Stelle,
an der du warst,
und sie ist warm, lange nachdem
der Grund dafür schon weiterzog.
Ich frage nicht, ob du bleibst.
Manche Dinge dauern nur,
weil sie nie versucht haben,
sich festzuhalten.
By Mitohnesahne
Peter Leibinger bringt uns in der ARD sehr sympathisch schwäbelnd die neue Rentenpolitik nahe. Weiße Zähne, sympathisch verpackt und durchaus dem Beuteschema vieler Damen über 50 entsprechend. Sein eigenes Vermögen wird auf 2,5 Milliarden Euro geschätzt (ich bin vom Sofa gekippt!!!!!!!!) … und das vor 22 Uhr in der ARD?! 🤔
Lassen wir das kurz sacken.
Er erklärt, man solle doch enthusiastisch arbeiten bis 70 ! WTF????
Vielleicht sollte ich ihn mal einladen und ihm den Sinn des Lebens erklären – für 2 Millionen Euro. Gerne. Ich versteuere das dann auch !
Das ist doch nicht real, oder? Das ist Comedy vom der ARD – oder ???? Ernsthaft????
🤭

Bei der Hitze koche ich früh am Morgen. Wenn die Garzeit fast fertig ist, lasse ich es einfach bis zum Essen im abgeschalteten Ofen ziehen. Kurz vor dem Essen auf dem Herd aufwärmen. Fertig
Es zog und war prima ☺️
Zutaten
1–1,5 kg Schweinebraten (Nacken oder Schulter)
4 Karotten, in Stücke geschnitten
2 Stangen Sellerie, in Stücke geschnitten
1 Lauchstange, in Ringe geschnitten
4–6 Knoblauchzehen
1 Bund Petersilie, grob gehackt
2 EL Öl oder Schmalz
500 ml Brühe
200 ml Bier (dunkles belgisches Bier ist sehr lecker ) oder Weißwein (optional)
Salz Pfeffer 1 TL Kümmel (optional)
1 Lorbeerblatt
Zubereitung
Den Schweinebraten großzügig mit Salz und Pfeffer würzen. Öl im Schmortopf erhitzen und den Braten von allen Seiten kräftig anbraten. Das Gemüse, den Knoblauch und die Hälfte der Petersilie dazugeben. Mit Brühe und optional Bier oder Wein angießen. Lorbeerblatt und Kümmel zufügen. Den Topf mit Deckel verschließen und bei 160 °C Ober-/Unterhitze etwa 2 Stunden im Ofen schmoren lassen. Zwischendurch gelegentlich mit Bratensaft übergießen. Wenn das Fleisch zart ist, herausnehmen und warm halten. Oder einfach stehen lassen, im Ofen. Die Sauce nach Wunsch pürieren oder durch ein Sieb streichen.
Ich dicke die Soße nicht an, aber dass kann jeder machen, wie er mag.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit der restlichen Petersilie bestreuen und servieren.
Dazu passen:
Kartoffelklöße Salzkartoffeln Kartoffelpüree Rotkohl oder Sauerkraut
Tipp: Wird der Braten am Ende für 15 Minuten ohne Deckel bei 220 °C gebräunt, bekommt er eine besonders schöne Kruste. 🍖🥕🧄
Manche Wochen lassen sich nicht abarbeiten. Sie legen sich übereinander, wie Schichten in einem Fels. Unten die ältesten Sorgen, kaum sichtbar, aber tragend. Darüber das, was gerade drängt – Termine, Texte, Telefonate. Ganz oben das Tagesgeschäft, so banal, dass niemand fragt, was es eigentlich kostet, es zu erledigen.
Der Körper merkt es zuerst. Lange bevor der Kopf zugibt, dass etwas zu viel ist, beginnt der Körper zu rechnen. Ein Rücken, der sich meldet. Ein Fuß, der seit Monaten ein fremdes Stück Metall trägt und trotzdem laufen soll. Schlaf, der kürzer wird, während die Liste länger wird.
Unsichtbar bleibt vor allem die Gleichzeitigkeit. Müdigkeit lässt sich erklären. Schwerer zu vermitteln ist, dass mehrere Fronten gleichzeitig offen sind – dass man an einem Tisch sitzt, an dem mehrere Menschen etwas brauchen, während man selbst am Ende der Reihe sitzt, mit der geringsten Lautstärke.
Erschöpfung ist ein Zustand. Burnout eher ein langer Prozess der Erosion – eine Verschiebung, bei der irgendwann unklar wird, ob man noch trägt oder schon getragen wird.
Vielleicht ist genau das der Moment, um anzuhalten. Die Liste wird dadurch nicht kürzer. Aber das Anhalten selbst wird zur letzten Handlung, die noch in der eigenen Macht liegt.
Für zu viele Verantwortungen, die gleichzeitig fällig werden, gibt es keine elegante Lösung. Es gibt nur die Entscheidung, wann man aufhört, alles auf einmal tragen zu wollen – und anfängt zu fragen, was heute wirklich getragen werden muss. Und was warten darf, auch wenn das Warten unbequem ist.
der mir am Herzen liegt und drei Tage lang bewegungslos in seiner Wohnung lag (Deutschland im Juni 26) bekam eine kuriose Ansage, als er versuchte einen Krankenwagen zu holen :
„Das ist kein Grund, was sie da sagen- für einen Krankenwagen ! Nicht laufen ??? Ha! Fahren die in die Apotheke und kaufen die sich ein Wärmepflaster !!!“

Foto – privat
Nicht gut geht es mir zur Zeit. Nicht körperlich, das wird schon. Nein Trauer und Angst.
Ich werde ein paar Wochen leise . Verzeiht mir.
Gehabt Euch wohl.
Der wohl beste Film des Jahres auf Netflix, für mich.
Er ist bunt und schräg, schön und irgendwie sind wir alle ein wenig wie sie.