Das Licht küsst sacht die schlafende Welt,
ein goldener Schimmer den Himmel erhellt.
Die Vögel erwachen mit zwitscherndem Lied,
der Tau auf den Blättern im Morgenwind flieht.
Der Duft von Jasmin trägt die Stille davon,
die Sonne erklimmt ihren strahlenden Thron.
Ein Summen, ein Rauschen, ein sanftes Erwachen —
der Sommer beginnt seine leuchtendem Lachen.
Der Fluss
Am flachen Fluss im goldnen Licht
verliert der Tag sein ernstes Gesicht.
Menschen lachen, Wasser klingt,
während der Sommer leise singt.
Barfuß zieht Liebe durch den Sand,
warm wie Sonne auf der Hand.
Die Bäume rauschen ruhig und pur —
mein Herz gehört heut der Natur.
Und jeder Blick aufs klare Blau
macht selbst die laute Welt ganz lau.
Der Fluss trägt heimlich mit sich fort,
was schwer war an jedem andern Ort.
Frühsommer
Am Fluss –
Steine-Sonne-Füße im Wasser-Krabbeltiere-Blüten- Sonnencreme-Seele die baumelt
Drei Stunden später –
Niederländische Touristen
Laut-halb nackt- überall Verpackung-überall Essen -Brot – Käse schwimmt nicht
Geschreie-der Sonnenstuhl ist im Fluss mit dem Kerl zusammengeklappt- er hockt fluchend im Wasser
Es wird laut, hektisch und jetzt spielen sie Ball im Fluss- der Ball treibt schnell weg- ausgespielt.
Ich lache sie aus- bin genervt- gehe nach Hause- hoffe die nehmen ihren Müll mit.
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Drei Tage …
In Deutschland- und ich danach :

Mir fehlt…
Chinesisches oder thailändisches Essen, aus einem Resraurant. Dasitzen, bedienen lassen, genießen. Es fehlt mir. Ganz extrem.
Japanisch geht auch, indisch auch 😊
Sammelsurium
Ich liebe Zeug aus allen Ecken der Welt. Mitbringsel, Erinnerungen.
Diese Ecke ist nicht geplant. Ich habe die Dinge einfach hingestellt, und irgendwann hat es gepasst.
Maria, Homer, Victor Hugo. Drei Figuren, die für sich stehen und zusammen ruhig wirken. Nichts Lautes, nichts Dekoratives im klassischen Sinn. Eher Präsenz.
Davor der Zierspargel im Glas. Für mich sieht er aus wie eine kleine Landschaft. Fein, dicht, mit vielen Ebenen. Man schaut rein und entdeckt immer noch etwas. Genau das hilft mir beim Schreiben. Ich brauche keinen großen Einstieg, mir reicht ein Detail, das hängen bleibt.
Das Schwein mit den Flügeln steht dazwischen. Ein Objekt, das nicht ganz in die Reihe passt und gerade deshalb wichtig ist. Es ist das zweite seiner Art, das erste hat ein lieber Freund – ich hoffe er besitzt es noch. Vor 30 Jahren verschenkt.
Für mich ist das so etwas wie ein kurzer Moment Glück. Kommt vorbei, bleibt kurz, dann geht es weiter. Mehr muss es nicht leisten.
Der Schädel daneben bringt eine andere Klarheit rein. Kein Symbol, eher ein Gegenstand, der alles wieder erdet.
Ich mag diese Dinge. Sie stehen einfach da und machen ihren Job. Und wenn ich schreibe, reicht oft ein Blick darauf, damit sich etwas sortiert.
Darunter Flaschengärten. Auf meinem Schreibtisch. Kleine Zauberorte festgehalten in Zeit und Raum.





Ohne politisch zu werden…
…aber was will eine Frau mit so einem Typen ? als Mann meine ich…
Another Dummschwätzer- ein Hoppschrodel ohne Vergleich.
Die passende Bezeichnung ist wohl „verlogener, ahnungsloser, arroganter Grosskotz“! Oder nicht? Schwindler, Dummbrot oder Taugenichts ist zu freundlich und ähnlich – und entschuldigung- die armen ungeschlüpften Kücken, an dessen Eierschale er lecken soll . Igittt…
#fremdschämen? Nicht wert!
So, da




Schnell noch …
Muffins gebacken- leider sind die neuen Backformen vom Lidl (Silikon für den Airfryer- ich dachte es geht auch so ) echt Mist !



So kann ich das nicht lassen.
Backmischung vom edeka Deutschland… zu süß . Schmeckt fast wie es aussieht.
Ich brauche echt Urlaub!
Urlaub
Ich habe gepackt bis Sonntag – mir ein Appartement gemietet und meine arabische Kaffeemaschine verstaut. Ich hasse Senseo, und ich hasse schlechte Startversuche in den Tag.
Kaffeemaschine:

Zu Hause kann man alles kaufen, Deutschland eben. Weniger ist manchmal mehr, aber es gibt Dinge, die werde ich im Zehnerpack kaufen, weil es sie in Belgien nicht gibt. Wie gesagt, es gibt zwar diesen Touristen-Supermarkt an der Grenze in Luxemburg, aber die Auswahl ist auch dort minimal und teuer.
In Deutschland gibt es einen dm oder Rossmann. Hier nicht. Hier gibt es andere Marken und Produkte, plus Medikamente in einer Art Apotheken (verschreibungspflichtige Sachen gibt’s in der echten Apotheke). Hochwertige Kosmetik durchgehend, aber leider fast alles in mir fremden Verpackungen, Marken und Anwendungen.
Also ab zur Drogerie … ach, und Leberknödel, Dosenleberwurst und Bratwurst in der Dose brauche ich als Pfälzerin sowieso.
Ich fahre…
… nach Hause und werde Fotos mitbringen.
Bis dahin
Straßensperre
Unser Dorf? Abgeschnitten vom Rest des Landes.
Der Fluss hat die Strasse seit Jahren unterspült- sie muss komplett saniert werden. Die Straße nach Belgien? Zu. Einfach zu. Als hätte jemand gesagt: „Du kommst hier net rein!“
Wer also einkaufen will, muss jetzt erstmal international denken. Ein schneller Sprung nach Deutschland, vielleicht ein kleiner Abstecher durch Luxemburg – und dann darf man wieder nach Hause. Wenn man sich nicht unterwegs neu verliebt oder spontan auswandert.
Es hat etwas von einem Escape Room, nur ohne Ausgang, mit mehrfacher Grenzüberschreitender Aktion an einem Tag.
Und mit zusätzlicher Bespassung, wenn der Zoll kontrolliert. Also durch Deutschland eher nicht so gerne.
Wie früher im Urlaub, wenn man falsch abgebogen ist : „….uppsala ich bin kurz in Österreich“ ….nur dass es jetzt Dauerzustand ist und bis Dezember so bleibt.
Voraussichtlich!


Sonnenstrahl

Post streikt
Die B- Post streikt wieder. Immer abwechselnd mit Lehrern und den Busfahrern – und plötzlich steht alles ein bisschen still.
Online? Funktioniert seit zwei Wochen praktisch nicht mehr. Selbst Amazon liefert nur noch gefühlt ins Nirgendwo. Bestellen kann man, klar. Aber ankommen tut nichts.
Also zurück zum Plan: lokal kaufen, kleine Läden stärken, bewusst entscheiden. Klingt gut. Mache ich auch.
Nur: Die kleinen Läden bekommen selbst keinen Nachschub. Regale werden lichter, Auswahl dünner, und hinter der Kasse dieses „Ist gerade schwierig“.
Man wollte unabhängiger sein vom großen System. Stattdessen merkt man: Es hängt alles zusammen.
Und man steht da, zwischen halb leeren Regalen und wartet auf nicht lieferbare Ware : So schnell geht das.
Guten Morgen
Montag
Der erste Montag nach den Ferien legt sich vorsichtig über das Haus, als müsste er selbst erst prüfen, wie ernst er gemeint ist. Räume, die sich noch nach Freiheit anfühlen, und irgendwo dazwischen dieser leise Versuch, wieder in einen Rhythmus zu finden.
Aus dem Nebenzimmer trägt sich sein Französisch herüber, weich, fließend, fast wie Musik, die man nicht bewusst hört und trotzdem versteht. Stimmenlage, kleine Pausen, ein kurzes Lachen – genug, um zu wissen, dass draußen die Welt längst wieder organisiert läuft.
Ich stehe in der Küche, die Tasse in der Hand, und denke seit einer halben Stunde über denselben Punkt nach. Zimt würde den Morgen wärmer machen, etwas Ruhiges, Sanftes. Schokolade hätte mehr Gewicht, ein kleines Versprechen, dass dieser Tag mehr kann als nur Montag sein.
Draußen zeigt sich der Frühling, ohne sich aufzudrängen. Helles Licht, noch vorsichtig, und diese Ahnung von Sommer, die sich in alles legt, was bald wachsen wird. Die Terrasse wartet, leerer als sie sein dürfte, bereit für Farbe, für Töpfe, für dieses stille Aufräumen nach innen, das man nach außen stellt.
Die Blumen habe ich noch nicht gekauft.
Sie stehen eher als Gedanke da, bunt, schön. Ich freue mich darauf.
Dusche, dann los. Ein paar Töpfe, Erde, vielleicht etwas, das sofort wirkt, und etwas, das Zeit braucht. Der Sommer 2026 beginnt nicht irgendwann. Er beginnt genau so.
Zwei an einem Tag
(über Geschichte, Sprache und diese leisen Sätze, die bleiben)
One Day
Es gibt Liebesgeschichten, die von Anfang an wissen, wohin sie wollen. Und dann gibt es diese andere Sorte, die sich Zeit lässt, Umwege nimmt und dabei fast nebenbei erzählt, worum es eigentlich geht.
One Day gehört zur zweiten Kategorie.
Die Grundidee wirkt simpel: Emma und Dexter begegnen sich am Ende ihres Studiums, verbringen eine Nacht miteinander und gehen am nächsten Morgen wieder auseinander. Was bleibt, ist eine Verbindung, die sich über Jahre hinweg immer wieder zeigt – an genau einem Datum, dem 15. Juli.
Jede Folge greift genau diesen Tag auf, Jahr für Jahr. Und genau darin liegt die eigentliche Raffinesse. Die Geschichte interessiert sich weniger für das Offensichtliche als für das, was sich dazwischen entwickelt: verpasste Chancen, verschobene Prioritäten, leise Verschiebungen im Leben.
Die Geschichte selbst: Zeit als Gegenspieler
Was diese Erzählung besonders macht, ist ihr Umgang mit Zeit. Zeit wird hier nicht als Hintergrund benutzt, sondern als aktive Kraft.
Emma und Dexter wachsen, entfernen sich, finden wieder zueinander. Man sieht sie scheitern, sich neu erfinden, sich selbst verlieren und wieder zusammensetzen. Karriere, Beziehungen, Krankheit, Tod – alles fließt in diese Struktur ein, ohne dass die Serie daraus ein Drama im klassischen Sinn macht.
Die eigentliche Spannung entsteht nicht durch äußere Ereignisse, sondern durch eine leise, fast quälende Frage:
Was wäre gewesen, wenn sie sich früher füreinander entschieden hätten?
Diese Frage wird nie laut gestellt. Sie liegt unter allem, wie ein Grundton.
Und genau das macht die Geschichte so wirksam. Sie zeigt, dass Liebe sich entwickelt, auch dann, wenn Menschen ihr ausweichen. Sie zeigt, wie Entscheidungen sich verzögern und dadurch an Gewicht gewinnen.
Oder anders gesagt: Diese Geschichte lebt weniger von dem, was passiert, als von dem, was sich verschiebt.
Die literarische Qualität: Dialoge wie Zwischenräume
Was viele übersehen: One Day ist im Kern ein sehr literarischer Stoff.
Das liegt an den Dialogen. Sie funktionieren wie gute Buchsätze – reduziert, präzise, oft mit einer zweiten Ebene darunter. Emma spricht scharf, witzig, kontrolliert. Dexter wirkt leicht, fast beiläufig, und genau darin liegt seine Unsicherheit.
Die Gespräche tragen eine doppelte Bewegung:
Sie sagen etwas – und gleichzeitig verbergen sie etwas.
Ein typisches Muster der Serie ist dieses leichte Ausweichen. Gefühle werden angedeutet, verschoben, in Humor verpackt oder in Nebensätze gelegt. Dadurch entsteht eine Spannung, die eher aus dem Ungesagten wächst als aus dem Gesagten.
Das erinnert stark an literarische Dialogführung, bei der Pausen, Blicke und Timing genauso wichtig sind wie Worte.
Ein Satz aus dieser Welt bleibt hängen, weil er beiläufig wirkt und doch trifft. Kein großes Zitat, eher diese Art von Beobachtung, die sich festsetzt:
„Wir sehen uns wieder.“
Ein einfacher Satz, der in dieser Geschichte eine enorme Tragweite bekommt, weil er sich über Jahre hinweg immer wieder neu auflädt.
Zwischen Nähe und Distanz: ein wiederkehrendes Motiv
Ein zentrales Motiv zieht sich durch die gesamte Handlung: Nähe entsteht, verschiebt sich, verliert sich, taucht wieder auf.
Man könnte sagen, die Geschichte erzählt weniger eine Liebesentwicklung als eine Bewegung zwischen zwei Polen.
Annäherung Rückzug Wiederfinden
Und jedes Mal geschieht das unter anderen Voraussetzungen. Andere Lebensumstände, andere Verletzlichkeiten, andere Erwartungen.
Gerade diese Wiederholung mit Variation macht die Struktur so stark. Sie wirkt fast wie ein literarisches Motiv, das immer wieder aufgegriffen und verändert wird.
Warum diese Geschichte wirkt
Viele Liebesgeschichten setzen auf Höhepunkte. Große Gesten, klare Entscheidungen, eindeutige Wendepunkte.
One Day entscheidet sich für etwas Schwierigeres:
für das Alltägliche.
Arbeit, Unsicherheit, falsche Beziehungen, Selbstzweifel – all das bekommt Raum und formt die Beziehung der beiden stärker als jeder romantische Moment.
Dadurch entsteht etwas, das selten gelingt:
Eine Liebesgeschichte, die sich wie ein Leben anfühlt.
Und genau deshalb trifft sie.
Am Ende bleibt etwas anderes
Wenn man diese Geschichte zu Ende denkt, bleibt weniger eine klassische Romantik zurück als eine Art leises Verständnis:
Liebe entwickelt sich über Zeit, über Fehler, über Umwege.
Sie braucht keinen perfekten Moment, sondern Präsenz.
Und manchmal erkennt man ihren Wert erst im Rückblick.
Diese Serie erzählt keine perfekte Liebe.
Sie erzählt eine, die sich durchsetzt, obwohl sie immer wieder aus dem Takt gerät.
Das macht sie so gut.
Schönes Wochenende

Quelle : Facebook #Taschenbuch
Ich höre auf
… mir Nachrichten anzuschauen und anzuhören. Es bringt nichts, sich aufzuregen. Wenn die erste Atombombe fällt, werden wir sowieso informiert.
Was Deutschland betrifft, hat es mich nicht mehr zu interessieren – wir haben in Belgien auch Probleme. Wann wird die Straße repariert? Sind Ostbelgier nun Wallonen? Nein, sind sie nicht. Wann beginnt endlich die Schule wieder? Es sind noch Osterferien … Wie ist der kulturelle Veranstaltungskalender in Eupen dieses Frühjahr? Welcher Nachbar mäht den Mühlenteich? Sind die Kraniche schon alle zurück? Wer fährt nachts um drei mit kaputtem Auspuff durchs Dorf?
Wichtige Fragen – lebensbestimmende Fragen.
