Freie Menschen in einem freien Land

2026 : Die Liste des großen Verzichts

Glutenfrei
Laktosefrei
Zuckerfrei
Fleischfrei
Vegan
Alkoholfrei
Koffeinfrei
Nikotinfrei
Plastikfrei
Autofrei
Dieselfrei
Benzinfrei
Führerscheinfrei
Flugfrei
Smartphonefrei
Bildschirmfrei
Social-Media-frei
Genderfrei
Labelfrei
Milchfrei
Eifrei
Nussfrei
Sojafrei
Histaminfrei
FODMAPs-frei
Palmölfrei
Pestizidfrei
GMO-frei
Konventionsfrei
Verpackungsfrei
Papierfrei
Bargeldlos (aber auch bankenfrei)
Konsumfrei
Besitzfrei
Wohnungsfrei (Tiny House zählt nicht)
Kinderfrei
Beziehungsfrei
Monogamiefrei
Hierarchiefrei
Cheffrei
Bürofrei
Steuerfrei (wird angestrebt)
Impfstoff-… naja, lassen wir das
Masken-diskussionsfrei bitte
Meinungsfrei (außer zur eigenen Meinung)
Kritikfrei (die an mir)
Schuldfrei
Schamfrei
Filterfrei
Kompromissfrei

Noch Fragen? Ich würde sagen, dass viele Leute sehr sinnfrei sind- im Land der Freien !

Drew Morrik Skott- oder eine Buchreihe, wie eine Netflix Story

Jaaaa, es ist ein Buch für homosexuelle Leser*innen – und trotzdem (oder genau deshalb?) finde ich es richtig gut.

Weil gute Geschichten eben nicht fragen, wer sie liest, sondern nur, ob sie einen packen: Spannung, Nähe, Druck, dieses „nur noch ein Kapitel“-Gefühl. Und jetzt ist es auch nicht mehr nur Manuskript plus Cover-Screenshot, sondern ein echtes Buch, das man in der Hand hat. Das macht nochmal einen ganz anderen Stolz.

Für mich ist das ganz klar: perfekt für Januar, am besten mit heißem Wasser, Ruhe und Badewannenmodus.

Drew M. Morrik Skott sollte man auf dem Schirm haben – auch, wenn man selbst nicht zur „Zielgruppe“ gehört.

Band 1: After Black Ice

Link: https://amzn.eu/d/aIasjbk

Band 2: Behind Black Ice

Link: https://amzn.eu/d/bNwzVfU

Das Sandalenbuch- Achtsam aber nicht nett

Das Mitohnesahne- Lifehack- Buch

Es gibt Momente, da ist nicht das Thema das Problem – sondern das Tempo. Ein Satz, eine Nachricht, ein Blick, und plötzlich läuft der Autopilot: erklären, retten, nett sein, kontern, grübeln. Genau für diese winzigen, entscheidenden Sekunden habe ich dieses Buch geschrieben.

Es ist kein „alles wird gut“-Ratgeber und auch kein Wohlfühl-Programm. Es ist eher ein klarer Ablauf, den man im echten Leben nutzen kann, wenn’s eng wird: kurz stoppen, kurz Abstand gewinnen, dann sauber handeln – ohne sich selbst dabei zu verlieren. Praktisch, nüchtern, mit trockenem Humor an den Stellen, wo man sonst nur die Zähne zusammenbeißt.

Wofür das hilft? Für Situationen, in denen Ihr später denkt: Warum habe ich so reagiert? Für Grenzen, die man setzen will, ohne Drama. Für Stress, der einen schneller macht. Für Chats, Gespräche, Alltag – und alles, was harmlos aussieht, aber innen anknipst.

Wenn Ihr ein Buch sucht, das nicht belehrt, sondern Euch wieder ans Steuer bringt, dann findet Ihr es hier:
👉 Zum Buch auf Amazon: https://amzn.eu/d/f5PeCcg

Lächeln und Winken: Das Lieblingsprogramm der Ahnungslosen

Oder: Warum symbolische Solidarität unsere Gesellschaft in den Ruin treibt

Kennen Sie das? Da stehen Bauern mit ihren Traktoren auf der Straße, protestieren gegen Mercosur, und plötzlich sind alle solidarisch. Instagram-Stories mit grünen Herzen. „Ich stehe an eurer Seite!” Hashtags ohne Ende. Nur eine winzige Kleinigkeit fehlt: Das Verstehen, worum es eigentlich geht.

Willkommen in der Ära des professionellen Lächelns und Winkens – jener glorreichen Disziplin, in der man maximale Empörung mit minimalem Wissen kombiniert. Ein Programm, das wie geschaffen ist für Flachzangen und Hochstapler. Und nebenbei – ganz beiläufig – unsere Gesellschaft und Wirtschaft demontiert.

Die Kunst des qualifizierten Nichtwissens

Mercosur? Klar, irgendwas mit Handel und Südamerika. Schlecht für unsere Bauern, hat man gehört. Reicht doch, oder?

Falsch. Gewaltig falsch.

Denn während unsere landwirtschaftlichen Betriebe unter strengsten Umweltauflagen, Tierschutzstandards und bürokratischen Hürden produzieren – und nebenbei auch noch faire Löhne zahlen –, dürfen durch Mercosur Produkte auf unseren Markt, die unter Bedingungen entstanden sind, die wir hier zu Recht verboten haben. Massiver Pestizideinsatz? Check. Regenwald-Rodung? Kein Problem. Arbeitsrechte? Optional.

Aber hey, Hauptsache man hat mal nett gewunken und sich gut gefühlt. Mission Solidarität erfüllt, weiter zum nächsten Trend.

Erst verstehen, dann die Klappe aufmachen

Man kann nur für etwas einstehen, das man auch verstanden hat. Das ist keine Raketenwissenschaft, sondern simpler Anstand. Echte Grenzen setzen bedeutet nicht, irgendwo mitzuwinken, weil es gerade gut aussieht. Es bedeutet, sich die Mühe zu machen, Zusammenhänge zu durchdringen. Es bedeutet, unbequeme Fragen zu stellen. Es bedeutet, auch dann Position zu beziehen, wenn es nicht mehr trendig ist. Und es bedeutet vor allem, den Unterschied zu kennen zwischen echter Solidarität und Instagram-Aktivismus.

Aber das ist anstrengend. Das erfordert Lesen, Nachdenken, vielleicht sogar mal ein Gespräch mit einem echten Landwirt statt nur ein schnelles Selfie vor dessen Traktor.

Das Paradies der Hochstapler

Wissen Sie, wer sich über diese Kultur des oberflächlichen Beifalls am meisten freut? Hochstapler, Populisten und all jene, die von Ahnungslosigkeit profitieren.

Wenn niemand mehr fundiert widerspricht, wenn kritische Auseinandersetzung durch sympathisches Nicken ersetzt wird, dann haben wir ein Problem. Ein massives Problem. Denn dann können politische Entscheidungen durchgewunken werden, die bei genauerer Betrachtung katastrophal sind. Dann haben jene das Sagen, die am lautesten schreien – nicht die, die am besten argumentieren. Dann wird Bauchgefühl wichtiger als Faktenlage, und es gewinnt, wer am besten lächelt – nicht wer am meisten versteht.

Die Bauernproteste gegen Mercosur sind dabei nur ein Symptom. Ein besonders deutliches zwar, aber bei weitem nicht das einzige.

Wenn Solidarität zur hohlen Phrase wird

Echte Solidarität kostet etwas. Sie kostet Zeit, sie kostet Mühe, manchmal kostet sie auch Geld oder Komfort. Sie bedeutet, sich einzuarbeiten, Position zu beziehen und diese auch dann zu halten, wenn der Wind sich dreht.

Lächeln und Winken kostet nichts. Es ist die Discounter-Version von Engagement. Die Light-Variante von Zivilcourage. Der Instant-Kaffee unter den politischen Haltungen.

Und genau deshalb ist es so beliebt.

Aber während wir alle freundlich winken und uns gegenseitig versichern, wie toll wir alle sind, werden draußen echte Existenzen vernichtet. Bauernhöfe, die seit Generationen bestehen, geben auf. Nicht weil sie schlecht wirtschaften, sondern weil sie in einem System konkurrieren müssen, das ihnen mit der einen Hand Standards auferlegt und sie mit der anderen Hand gegen Billigkonkurrenz antreten lässt, die diese Standards ignorieren darf.

Die Rechnung kommt – garantiert

Hier die unbequeme Wahrheit: Eine Gesellschaft, die das fundierte Widersprechen verlernt hat, ist erledigt. Wirtschaftlich, politisch, kulturell.

Wenn wir uns daran gewöhnen, dass oberflächliches Verstehen ausreicht, dann treffen wir schlechte Entscheidungen – persönlich wie politisch. Dann fallen wir auf jeden Scharlatan rein, der halbwegs sympathisch rüberkommt. Dann verlieren wir die Fähigkeit, echte Probleme von gefühlten zu unterscheiden. Und dann geben wir unsere Zukunft in die Hände von Leuten, die gut performen – nicht gut denken.

Was tun? (Spoiler: Mehr als nur winken)

Die Lösung ist so einfach wie unbequem: Hört auf zu winken und fangt an zu verstehen.

Mercosur betrifft Sie? Dann lesen Sie das verdammte Abkommen. Oder zumindest eine fundierte Analyse davon. Sie wollen Bauern unterstützen? Dann kaufen Sie regional. Zahlen Sie faire Preise. Nicht nur wenn es gerade trendet. Sie haben eine Meinung? Großartig. Können Sie sie auch begründen? Ohne Youtube-Videos und Bauchgefühl?

Echtes Einstehen für sich und andere beginnt mit einem klaren Blick auf die Realität. Nicht mit einem Lächeln in die Kamera.


Die Bauern werden nicht durch Mercosur kaputtgemacht. Sie werden durch eine Gesellschaft kaputtgemacht, die zu bequem geworden ist, um noch echte Solidarität von performativer Betroffenheit zu unterscheiden.

Und wenn wir so weitermachen, werden wir bald alle merken: Lächeln und Winken macht nicht satt.

Schreibtischleben

Draußen fällt der Schnee in dichten Flocken, die Straßen sind glatt und die Welt hat sich in ein unwirtliches Grau gehüllt. Drinnen knistert das Feuer im Ofen, und ich sitze hier – im Schlafanzug, die Haare ungekämmt, in einem Schlabberlook, der jeden Dresscode verhöhnt. Seit Tagen. Der Computer wirft sein bläuliches Licht auf mein Gesicht, und ich schreibe.

Es gibt einen Moment, in dem man versteht, warum John Irving einmal sagte, er wolle am Schreibtisch sterben. Nicht aus Morbidität, sondern weil dieser Ort – dieser unscheinbare Platz zwischen Tastatur und Bildschirm – der Ort ist, an dem man am lebendigsten ist. Wo die Welt draußen versinken kann in Schnee und Eis und Unbehagen, während man selbst in anderen Welten wandelt, Sätze formt, Gedanken jagt, die flüchtiger sind als Schneeflocken.

Der Schreibtisch als letzter Zufluchtsort. Als Festung gegen die Kälte. Als das Zentrum des eigenen Universums.

Man verliert das Zeitgefühl. Ist es Tag? Nacht? Mittwoch oder Samstag? Es spielt keine Rolle. Die Dusche wird optional, frische Kleidung eine unnötige Komplikation. Man wird zu einer Kreatur der Gewohnheit: Kaffee, Schreiben, ein hastiger Bissen zu essen, wieder Schreiben. Die Welt schrumpft auf diese wenigen Quadratmeter am Ofen, wo die Wärme des Feuers und die Hitze der eigenen Konzentration verschmelzen.

Und man ist nicht allein in diesem wunderbaren Wahnsinn. Irving hat es getan. Viele andere haben es getan. Tagelang, wochenlang in den eigenen vier Wänden versunken, getrieben von etwas, das größer ist als Bequemlichkeit oder soziale Konventionen. Es ist dieser unstillbare Drang, die Geschichten aus dem Kopf auf die Seite zu bringen, bevor sie verblassen. Bevor der Zauber bricht.

Das Feuer knistert. Ein beruhigendes Geräusch, fast wie ein Herzschlag. Es erinnert daran, dass man lebt, auch wenn man sich wie ein Eremit verhält. Der Schnee draußen isoliert, aber er befreit auch. Niemand erwartet, dass man hinausgeht. Niemand klingelt unangemeldet. Die Welt hat einen eine Auszeit gegeben, und man nimmt sie dankbar an.

Im Schlabberlook vorm Computer zu sitzen ist keine Schande – es ist ein Privileg. Es ist die pure, ungefilterte Version des Schreibens. Ohne Maske, ohne Fassade. Nur man selbst und die Worte. Und vielleicht, nur vielleicht, versteht man in solchen Momenten, was Irving meinte. Nicht dass man sterben will – sondern dass man genau hier, an diesem Ort, wo die Finger über die Tasten tanzen und das Feuer im Ofen brennt, vollkommen und ganz man selbst ist.

Wenn der Schnee schmilzt und die Welt wieder hereinbricht, wird man zurückkehren müssen. Sich duschen, anständig kleiden, unter Menschen gehen. Aber bis dahin: noch eine Tasse Kaffee, noch ein Kapitel, noch eine Nacht am erleuchteten Bildschirm.

Der Schreibtisch steht am Ofen. Das Feuer knistert. Und draußen schneit es weiter.

Mein 1. Sandalenbeitrag – heute : Achtsamkeit

Achtsamkeit klingt oft größer, als sie sein muss. Dabei geht es nicht um perfekte Ruhe, stille Räume oder besondere Rituale – sondern um etwas sehr Praktisches: einen Moment früher merken, was gerade passiert. Im Kopf. Im Körper. Im Tonfall. Und dann nicht automatisch in die gleiche Richtung loslaufen wie immer.

Denn genau dort, in dieser kleinen Sekunde zwischen Reiz und Reaktion, liegt der Unterschied. Wer Achtsamkeit übt, wird nicht „immer gelassen“. Aber Ihr könnt schneller erkennen: Jetzt kippt es. Jetzt werde ich hart, jetzt werde ich klein, jetzt werde ich unfreundlich zu mir selbst, jetzt rutsche ich in diesen alten Reflex, der zwar vertraut ist – aber selten hilfreich.

Achtsamkeit bedeutet dann nicht, alles auszuhalten. Sie bedeutet auch nicht, ständig nett zu bleiben. Sie bedeutet: klarer sehen, bevor man handelt. Und manchmal ist das schon genug, um eine Situation nicht eskalieren zu lassen – oder sich hinterher nicht zu fragen, warum man wieder genau so reagiert hat.

Das Schöne ist: Achtsamkeit funktioniert in Mini-Version.

Ein Atemzug, bevor Ihr antwortet.

Ein kurzer Check: Was brauche ich gerade wirklich?

Ein inneres Stoppschild, wenn der Kopf wieder in Dauerschleife läuft.

Ein Satz, der Euch zurückholt: Ich kann später reagieren. Ich muss jetzt nicht.

Es sind diese kleinen Momente, die sich summieren. Nicht spektakulär, nicht „instagrammable“ – aber wirksam. Und oft spürt man es zuerst an ganz einfachen Dingen: weniger inneres Nachbeben, weniger Grübeln, weniger Energieverlust an Stellen, wo er nicht nötig ist.

Achtsamkeit ist am Ende kein Extra. Sie ist eine Form von innerer Ordnung. Und die kann man nicht nur brauchen – man kann sie auch lernen.

Böller

Mein Hund ist ein freundliches, sanftes Wesen. Mit ausgezeichnetem Geruchssinn und schrecksicher, weil Jagdhunde-Gene sein Gemüt prägen. Nur gestern konnte er nicht mehr. Er war vollkommen aufgelöst. Das einzige was blieb war, den Hund ins warme Auto zu packen und mit sanfter Musik auf einen Berg hoch fahren und das ganze Theater von oben anzusehen. Nur er und ich. Er auf meinem Schoß. Alleine.

Werbung- natürlich nicht bezahlte…

Man kennt den Autor Drew M. Morrik-Skott natürlich nicht persönlich – also nicht so, dass man ihm beim Kaffee zufällig den Plot aus der Hand nimmt oder gemeinsam in der Kabine sitzt (Gott bewahre). Aber man merkt es seinen Büchern an: Er schreibt M/M-Literatur mit sichtbarer Vorliebe, und zwar so, dass es nicht nach „wir sind jetzt alle sehr sensibel“ klingt, sondern nach Hockey, Druck, Risiko und echter Anziehung. After Black Ice (Band 1) wirft einen mitten hinein in eine Welt, in der alles nach Leistung aussieht, bis hinter den Kulissen etwas ins Rutschen gerät: Misstrauen, Erpressung, Loyalität – und eine Nähe, die gleichzeitig wärmt und gefährlich wird. Behind Black Ice (Band 2) macht dort nicht nett weiter, sondern konsequent dunkler: mehr Bedrohung, mehr Konsequenzen, mehr Sog – und die Frage, wem man auf dem Eis und außerhalb davon überhaupt noch trauen sollte. Kurz: Wenn man Thriller-Kante plus Heat mag, bekommt man hier genau das Doppelpack, das man „nur mal kurz antesten“ wollte – und dann plötzlich um zwei Uhr morgens beendet hat.

Hier geht’s zu Band1 und Band2

Frohe Weihnachten euch allen!

Hier im Landstrich heißt die Party dazu ganz unromantisch OWM-Party: Original Weihnachtsmarkt Party 😂 – fertig, verstanden, Glühwein her!

Und während in Deutschland mancherorts lieber „Lichtermarkt“ draufsteht oder Adventsmarkt (als wäre „Weihnachten“ ein riskantes Wort 🙈), machen wir’s einfach: Lichter an, Leute da, weihnachtliche Lala dazu- Herz bisschen weicher.

Schöne Feiertage. ✨ gesegnete und besinnliche dazu !

Das belgische Schulsystem

Ich merke erst, wie viel Ruhe ein Schulalltag gewinnen kann, wenn neben Lehrkräften ganz selbstverständlich auch pädagogische Fachkräfte mitlaufen – Menschen, die nicht „nebenbei“ zuständig sind, sondern deren Job genau darin besteht, den Laden im besten Sinn zusammenzuhalten: Präsenz zeigen, Konflikte früh abfangen, Übergänge begleiten, Beziehungen stabilisieren. Hier in Belgien erlebe ich das als spürbaren Unterschied. Meine Kinder sind zwar auf einer Privatschule, aber ich bekomme – auch über Kontakte, Wege, Nachbarschulen und Gespräche – genug Einblicke in staatliche Schulen, um zu sehen: Diese Rolle ist nicht exotisch, sondern ein echtes Standbein.

In der Fédération Wallonie-Bruxelles ist die Funktion der „éducateur/éducatrice“ im Sekundarbereich sogar ausdrücklich definiert: unter Autorität der Schulleitung begleiten und betreuen sie die anvertrauten Schüler, sozialpädagogisch und administrativ – als zusammengehöriges Aufgabenfeld.  Und wenn man sich anschaut, was da konkret drinsteht, wird schnell klar, warum das im Alltag so viel ausmacht: Diese Fachkräfte organisieren und sichern die „Zwischenzeiten“ (Ankommen, Pausen, Mittag, Wechsel zwischen Stunden), achten auf Wohlbefinden und Sicherheit, machen Erst-Mediation, arbeiten an Konfliktprävention, sind Ansprechpartner für Gruppen, halten Kontakt zu Eltern und externen Stellen und sind auch in Themen wie Gewalt- und Mobbingprävention ausdrücklich mitgedacht.  Das ist nicht romantische Pädagogik, sondern schlicht Arbeitsaufteilung: Lehrkräfte können unterrichten, und gleichzeitig ist jemand da, der die sozialen und organisatorischen Reibungsflächen professionell bearbeitet – bevor sie eskalieren oder den Unterricht dauerhaft auffressen.

Was ich daran besonders überzeugend finde: Diese Rolle ist im System verankert, nicht nur von Engagement abhängig. Im genannten Profil taucht sogar die Zusammenarbeit mit Lehrkräften, Schulleitung und CPMS (PMS-Zentren) als notwendige Partnerschaft auf – also genau dieses „nicht gegeneinander, sondern nebeneinander“ der Professionen.  Für Eltern bedeutet das oft: Es gibt mehr als eine Tür, an die man klopfen kann. Und für Kinder bedeutet es: Die Schule hat mehr erwachsene Augen und Ohren – nicht als Kontrolle, sondern als Netz, das früher trägt.

Wenn ich das mit Deutschland vergleiche, sehe ich nicht „gar nichts“ – aber ich sehe häufiger Flickenteppich. Deutschland baut Ganztag aus und führt ab 2026 schrittweise einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter ein.  Das ist ein großer Schritt, und in vielen Bundesländern gibt es längst Schulsozialarbeit, OGS-Teams, Horte, Träger, Kooperationen. Auch rechtlich bewegt sich etwas: Mit § 13a SGB VIII ist Schulsozialarbeit als Angebot beschrieben, das jungen Menschen „am Ort Schule“ zur Verfügung stehen soll.  Gleichzeitig bleibt die praktische Ausgestaltung je nach Bundesland, Kommune, Trägerlage und Personalmarkt sehr unterschiedlich – und genau da entsteht aus Elternsicht oft dieses Gefühl von Unübersichtlichkeit: Wer ist zuständig? Wer ist präsent? Wie verbindlich ist die Kooperation? Selbst in fachlichen Berichten zur Ganztagsentwicklung wird die fehlende bzw. uneinheitliche Regelung von Kooperationen als Herausforderung benannt. 

Mein Punkt ist deshalb weniger „Belgien gut, Deutschland schlecht“, sondern: Ich halte es für klug, wenn ein Schulsystem Rollen klar definiert und ausreichend sichtbar im Alltag platziert – gerade dort, wo Kinder nicht still am Tisch sitzen, sondern wo das Leben dazwischen passiert. Das ist kein Luxus und keine „Extra-Betreuung“, sondern eine Infrastruktur, die Unterricht überhaupt erst zuverlässig möglich macht. Und ja: Wenn diese Infrastruktur fehlt oder zu dünn ist, wirkt Schule schnell hektischer, konfliktreicher und für alle Beteiligten anstrengender – Lehrkräfte eingeschlossen.

Vielleicht wäre genau das ein nüchterner Lernimpuls: Nicht immer neue Programme, nicht immer neue Appelle, sondern verlässlichere Teams im Schulhaus, mit klaren Profilen, Zuständigkeiten und Zeitfenstern. In Belgien sehe ich, wie entlastend das sein kann – nicht perfekt, nicht überall gleich, aber als Prinzip stimmig.  Und wenn Deutschland jetzt ohnehin Ganztag ausbauen muss, wäre es aus meiner Sicht die richtige Gelegenheit, diese pädagogischen Rollen nicht nur „mitzudenken“, sondern strukturell so einzubauen, dass sie im Schulalltag wirklich tragen. 

Marklösschengate oder: Warum ich im November aussehe wie ein Drogenkurier

Wir müssen reden.

Es ist Mitte November und ich stehe schon wieder bei REWE in Prüm und tue so, als würde ich nicht gerade meine siebte Packung Marklösschen diese Woche kaufen. Die Kassiererin guckt mich an, als hätte ich ein ernsthaftes Problem. Hat sie recht? Vermutlich. Aber hört mir erstmal zu.

Das Luxemburg-Paradoxon

Luxemburg, dieses kleine, reiche Land. Tankstellen an jeder Ecke. Zigaretten für’n Appel und’n Ei. Champagner günstiger als bei uns Apfelschorle. Aber versuch mal, EINE VERDAMMTE PACKUNG KNÖDEL zu finden. Eine!

Ich meine, wir reden hier nicht von irgendwelchen Gourmet-Trüffel-Knödeln handgerollt von bayrischen Jungfrauen bei Vollmond. Nein. Ich rede von stinknormalen Pfanni-Knödeln aus der Tüte. Diese Dinger, bei denen du Wasser kochst, Pulver reinkippst und voilà – Knödel. Revolutionäre Technik seit 1967.

Aber nein. Luxemburg hat beschlossen: Wir sind zu fancy für Instant-Knödel. Wir haben Gromperekichelcher. (Für Nicht-Luxemburger: Das sind Kartoffelpuffer. Ja, ich weiß auch nicht, was das mit Knödeln zu tun hat.)

Die Marklösschen-Mafia

Und dann sind da die Marklösschen. Diese kleinen, unscheinbaren Tütchen, die aussehen, als hätte jemand Sägespäne in Plastik verpackt. Aber wehe, WEHE du willst im Dezember welche kaufen. Ausverkauft. Überall. Als würde ganz Deutschland plötzlich beschließen, dass Marklösschen das neue Klopapier sind.

Also fange ich an zu horten. Schon im Oktober. Eine Packung hier, zwei Packungen da. Ich habe verschiedene Supermärkte, die ich im Rotationsprinzip abklappere, damit niemand merkt, was ich tue. Ich bin basically der Walter White der Marklösschen-Szene.

Letzte Woche hab ich meinen Kofferraum aufgemacht und musste selbst lachen. Da lagen 23 Packungen Marklösschen, 15 Packungen Knödel (verschiedene Sorten, man gönnt sich ja sonst nichts), und genug Rotkraut im Glas, um die Bundeswehr zu versorgen.

„Schatz“, sagte mein Mann, „du weißt schon, dass Weihnachten nur drei Tage sind, oder?“

Drei Tage? DREI TAGE? Der Mann hat keine Ahnung. Da kommt die Schwiegermutter („Ach, diese leckeren Marklösschen!“), die Schwägerin („Habt ihr noch Knödel?“), und der Onkel, der immer behauptet, er könne Rotkraut nicht leiden, aber dann drei Portionen isst.

Die Rotkraut-Verschwörung

Apropos Rotkraut. Kann mir mal jemand erklären, warum es in Luxemburg kein Rotkraut im Glas gibt? Die haben 47 verschiedene Sorten Foie Gras, aber Rotkraut? Fehlanzeige.

„Koch’s doch selbst“, sagen sie dann. Ja klar. Ich koch auch meine eigene Butter und melke die Kuh dazu. Weil ich nämlich sonst nichts zu tun habe im Dezember, als stundenlang Rotkraut zu schnippeln und zu köcheln, damit es dann schmeckt wie… na? Richtig. Wie das aus dem Glas.

Die Instant-Scham

Das Beste sind ja die Blicke, wenn ich an der Kasse stehe. Fünf Packungen Instant-Knödel, drei Gläser Rotkraut, Marklösschen en masse. Die Frau hinter mir – erkennbar eine dieser Pinterest-Mütter mit selbstgestricktem Schal und Jutebeutel – schaut auf mein Förderband, als hätte ich gerade ihre Katze überfahren.

Ja, Karen, ich kaufe Fertigzeug. Und weißt du was? Meine Familie wird es essen und es wird ihnen schmecken. Weil sie nämlich zu vollgefressen sind vom Braten, um zu merken, dass die Knödel nicht handgerollt sind.

Der Grenzgang des Grauens

Das Absurdeste ist die Fahrt über die Grenze. Völlig legal, alles EU, kein Problem. Trotzdem sitze ich da wie ein Schmuggler in den 80ern.

„Haben Sie etwas zu verzollen?“ Nervöses Lachen „Haha, nein, nur… Lebensmittel.“ Polizist guckt skeptisch „Für Weihnachten“, füge ich hastig hinzu. „Es ist November.“ „Ja, aber… die Marklösschen…“

Ich spare mir die Details. Der Mann hat mich angeguckt, als bräuchte ich professionelle Hilfe.

Die bittere Wahrheit

Wisst ihr, was das Verrückte ist? Ich könnte einfach was anderes kochen. Pasta. Reis. Diese fancy Quinoa-Bowls, die alle auf Instagram posten. Aber nein. Es MUSS der deutsche Weihnachts-Dreiklang sein: Braten, Knödel, Rotkraut. Mit Marklösschen in der Suppe als Vorspeise.

Weil das nämlich Weihnachten ist. Nicht diese durchgestylten Foodblogger-Menüs mit Süßkartoffel-Gnocchi und fermentiertem Grünkohl. Sondern Knödel aus der Packung, die nach nichts schmecken außer nach Soße. Rotkraut, das zu süß ist. Und Marklösschen, bei denen keiner weiß, was da eigentlich drin ist.

Und dafür fahre ich durch die halbe Eifel, horte wie ein Weltuntergangsspinner und verhalte mich an der Grenze wie ein Krimineller.

Aber hey, wenigstens spare ich beim Tanken in Luxemburg. Die 30 Euro Ersparnis investiere ich dann direkt in… genau, noch mehr Marklösschen.

Der Masterplan für 2026

Nächstes Jahr fange ich im August an. Kein Scherz. Eine Packung pro Woche, ganz langsam, unter dem Radar. Bis Dezember habe ich dann einen Vorrat, der bis Ostern reicht.

Und falls mich jemand fragt, warum ich im Hochsommer Marklösschen kaufe, sage ich einfach: „Für die Grillsuppe.“ Mal sehen, wie lange es dauert, bis sie mich in die Geschlossene einweisen.

Bis dahin, fröhliches Hamstern.


P.S.: Wenn ihr das hier lest und in Luxemburg einen Laden kennt, der Instant-Knödel verkauft, SAGT ES MIR NICHT. Ich habe bereits zu viel in mein Hamster-System investiert. Das ist wie bei einer Sekte – der Ausstieg ist schwieriger als man denkt.

Theo und die unsichtbaren Nachrichten – ein Kinderkrimi über Klassenschats, Cybermobbing und Grenzen

Smartphones, Klassenchats, Emojis – und mittendrin Kinder, die erst noch lernen müssen, wo Nähe aufhört und Grenzverletzung beginnt.

Genau da setzt mein neues Buch „Theo und die unsichtbaren Nachrichten“ an: ein Kinderkrimi über eine ganz normale Klasse, einen scheinbar harmlosen Chat – und die Frage, wie aus kleinen Späßen plötzlich etwas werden kann, das weh tut.

Warum ich dieses Buch geschrieben habe

Ich erlebe seit Jahren, wie sehr digitale Themen den Alltag von Kindern und Jugendlichen prägen: Klassengruppen, Screenshots, heimliche Fotos, dumme Sprüche, die „doch nur witzig“ gemeint waren.

Viele Eltern und Lehrkräfte spüren: Da passiert etwas, aber oft fehlen die Worte, um in Ruhe darüber zu sprechen – ohne Panikmache, ohne erhobenen Zeigefinger, aber auch ohne die Probleme kleinzureden.

„Theo und die unsichtbaren Nachrichten“ ist mein Versuch, genau diese Lücke zu füllen:

  • eine spannende Geschichte, in der Kinder sich wiedererkennen,
  • mit klarer, gut verständlicher Sprache,
  • und genug Tiefe, um echte Gespräche anzustoßen.

Worum es geht – ohne zu viel zu verraten

Theo ist eigentlich kein Held. Er ist einfach Theo: ganz okay in der Schule, ganz okay im Sport, eigentlich ganz zufrieden.

Doch im Klassenschats der Klasse kippt die Stimmung. Erst sind es harmlose Witze, dann fiese Memes, später heimliche Screenshots. Ein Mitschüler gerät immer mehr in den Mittelpunkt – und irgendwann ist es nicht mehr nur „Spaß“.

Theo steht vor einer Entscheidung:
Schweigt er – oder macht er den Mund auf?
Und was passiert, wenn plötzlich Nachrichten auftauchen, die niemand offen geschickt haben will?

Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht – die Kinder sollen ja mitdenken, rätseln und diskutieren dürfen.

Zwei Ausgaben: für Kinder – und für alle, die mit Kindern arbeiten

Damit das Buch sowohl im Unterricht als auch zuhause eingesetzt werden kann, gibt es zwei Versionen:

  • Schülerausgabe:
    Die reine Geschichte – kompakt, spannend und gut lesbar. Ideal für Kinder ab der späten Grundschule und für die Unterstufe. Sie kann im Klassenverband gelesen werden, als Lektüre, in einer Projektwoche oder einfach zuhause auf dem Sofa.
  • Lehrer- und Elternausgabe:
    Enthält die komplette Geschichte plus einen pädagogischen Anhang mit Impulsfragen, Gesprächsanlässen und Ideen, wie man das Thema in der Klasse oder in der Familie aufgreifen kann:
    • Wo fängt Cybermobbing an?
    • Was ist ein „Witz“ – und was ist verletzend?
    • Wie gehen wir mit Screenshots, Fotos und Geheimnissen um?

Die Zusatzmaterialien sind so angelegt, dass sie Lehrkräften und Eltern konkrete Formulierungen und Einstiegshilfen an die Hand geben, ohne dass das Buch zu einem „Moralratgeber“ wird. Im Mittelpunkt steht immer die Geschichte – und die Kinder, die ihre eigenen Antworten finden.

Für wen ist das Buch gedacht?

  • Für Lehrerinnen und Lehrer, die Klassenschats, Cybermobbing oder digitale Grenzverletzungen nicht erst dann ansprechen möchten, wenn „etwas passiert ist“.
  • Für Schulen, die eine zeitgemäße Klassenlektüre suchen, die nah an der Lebenswelt der Kinder ist.
  • Für Eltern, die mit ihren Kindern ins Gespräch kommen wollen, ohne dass es gleich nach Vortrag klingt.
  • Für Kinder, die einfach eine spannende, lebensnahe Geschichte lesen wollen – und dabei vielleicht merken, dass sie selbst mehr Möglichkeiten haben, als sie denken.

Wo gibt es das Buch?

„Theo und die unsichtbaren Nachrichten“ ist als

  • Schülerausgabe und
  • Lehrer- und Elternausgabe (Hardcover)

erhältlich – jeweils als Printausgabe, für den Einsatz in Schule und Zuhause.

👉 Hier findest du weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten: Hier erhältlich- Schülerausgabe, hier zur Lehrer/Elternausgabe

Die Biografie

Ich las Auszüge der Biografie seiner Tochter…

Wenn von Steve Jobs die Rede ist, tun viele so, als wäre er ein halber Heilige: Visionär, Genie, Lichtgestalt des Silicon Valley. Aber wenn man sich anschaut, wie er mit seiner eigenen Tochter umgegangen ist, bleibt von diesem Glanz nicht viel übrig. Lisa kam 1978 zur Welt, und Jobs’ erste Reaktion war: abstreiten, wegducken, Verantwortung verweigern. Er stellte ihre Mutter als Problem hin, zweifelte öffentlich an der Vaterschaft, während er gleichzeitig dabei war, mit Apple zum Multimillionär zu werden. Für sein Kind zahlte er das absolute Minimum, das ein Gericht ihm abgerungen hat. Finanziell war er auf der Sonnenseite, menschlich eher im Schatten.

Später holte er Lisa zeitweise zu sich, aber auch da verhielt er sich nicht wie ein reuiger Vater, sondern wie jemand, der Menschen nach Laune ein- und aussortiert. In ihren Erinnerungen wirkt er kalt, verletzend, arrogant – einer, der lieber andere kleinmacht, als sich selbst ehrlich anzuschauen. Das passt übrigens ziemlich gut zu den Berichten seiner Mitarbeiter: brillant im Job, gnadenlos im Umgang. Am Ende bleibt ein Bild von einem Mann, der technisch Geschichte geschrieben hat, privat aber oft wie ein emotional verkrüppeltes Arschloch agiert hat. Man kann seine Produkte feiern, aber man muss ihn als Menschen deshalb nicht schönreden.

Jetzt ist es mir klar…

… warum Kinderbuchautoren NICHTS in der Politik zu suchen haben.

Es ist nicht so schwer ein Kinderbuch zu schreiben, weil man in eine Welt eintaucht, die noch heil und naiv ist. Man lebt zeitweise in einer Fantasieblase und kann tun und lassen was die Fantasie sagt…

Hier ist der Knackpunkt! Ich bin keine Politikerin – Gott sei Dank- aber auch ich hatte starke Probleme zeitweise zwischen Abenteuer, Kindern und Haushalt wieder aus der Fantasieblase aufzusteigen und zu UNTERSCHEIDEN!

Deutschland ist nicht Bullerbü und auch wenn das Mädchen mit den Zöpfen weg ist, Marmeladenbrot- Tom ist noch da und jede Menge anderer dubioser Gauner. Also ich habe davon erstmal genug . Das Kinderbuch ist fertig und nicht sehr abgefahren, eher normal, bodenständig und trifft eigentlich jeden!

Wer sagt eigentlich, dass…

deutsche Fernsehzuschauer Frau Mioska sehen wollen?

Ich sehe das so- die ist wie ein unangenehmer Mensch, für den man sich fremdschämt und trotzdem hinsieht, wenn sie unangebracht Leute angreift.

Wie ein Unfall auf einer Kreuzung, keiner sperrt ab, alles gafft, obwohl es einfach nur unangenehm ist, vorbeigekommen zu sein. Ahhh… und keiner holt Hilfe – weil sie alle denken ihr beizupflichten ist gesellschaftlich anerkannt und vorbildlich.

Die erste Rezession

Eine liebe Leserin hat mir das gesendet… wie schön. Dankeschön

Es gibt Bücher, die man liest, und es gibt Bücher, die einen lesen. “Dreizehnter März” gehört zur zweiten Kategorie. Diese zarte, schmerzhafte und zugleich hoffnungsvolle Erzählung ist mehr als nur ein Roman – sie ist ein Versprechen, das an jemanden gegeben wurde, der befürchtete, in Vergessenheit zu geraten.
Die Autorin verwebt auf bemerkenswerte Weise autobiografische Fragmente mit fiktiven Elementen und erschafft damit einen Text, der sich nie ganz greifen lässt und gerade deshalb so eindringlich wirkt. Man spürt auf jeder Seite, dass hier nicht einfach eine Geschichte erzählt wird, sondern dass jemand um Worte ringt für das, was sich eigentlich nicht in Worte fassen lässt: den Verlust, die Erinnerung, die Frage, was von einem Menschen bleibt.
Das Buch kreist um einen zentralen Gedanken, der vielen von uns vertraut sein dürfte – die Angst, vergessen zu werden. Doch statt dieser Angst mit Pathos oder Schwere zu begegnen, findet der Autor einen Ton, der liebevoll und wahrhaftig ist. Er zeigt, dass Erinnern nicht bedeutet, den Schmerz zu leugnen, sondern ihn anzunehmen als Teil dessen, was war und was bleibt.
Besonders berührend ist die Art, wie “Dreizehnter März” mit der Zeit umgeht. Das Leben pulsiert durch diese Seiten – nicht trotz des Verlusts, sondern mit ihm. Und am Ende steht eine Gewissheit, die einfach klingt und doch so tröstlich ist: Es gibt immer einen nächsten Tag. Nicht als Versprechen, dass alles besser wird, sondern als stille Zusage, dass das Leben weitergeht, dass wir weitergehen, mit unseren Erinnerungen, mit unserem Schmerz, mit unserer Liebe.
Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an einen Menschen und zugleich an das Leben selbst. Es ist für all jene geschrieben, die wissen, wie es sich anfühlt, jemanden zu vermissen – und die verstehen, dass die schönste Form des Gedenkens darin besteht, die Geschichten weiterzuerzählen.

Huddel mit Amazon- deswegen OUT NOW

Die Vorbestellungen meines neues Ebboks, wurde storniert und nun ist es heut auf dem Markt. Einen Tag früher, als geplant. Davor aber mit ein wenig mehr Seiten und besser lesbar. Es gab Probleme mit der Konvertierung. Auch der Preis nun in Euro, nicht in US-Dollar.

… oder im Laufe des Tages… lach …

Also, OUT NOW- Der Dreizehnte März – von Sabine M.Dahnke.

Wenn Stefan Raab…

Wäre Stefan Raab die letzten Jahre anwesend gewesen, sähe die Lage unserer Nation anders aus. Deutlich anders. Wir würden nicht in diesem Schlamassel stecken, in dem wir uns heute befinden. Denn irgendwo zwischen seinem Abgang und heute – in diesen endlosen, grauen Jahren – ist etwas Essenzielles gestorben: unser Humor. Unser lebensnotwendiger, rettender Sarkasmus. Die Fähigkeit, über den Wahnsinn zu lachen, anstatt in ihm zu versinken. Raab war nicht nur ein Entertainer – er war ein Ventil, ein Korrektiv, eine Instanz der kollektiven Katharsis. Ohne ihn haben wir verlernt, uns selbst nicht allzu ernst zu nehmen. Und das rächt sich. Bitter

Ich hoffe er bleibt.

Vorsicht bei Amazon: Wenn dubiose Verlage mit Namensverwechslung arbeiten

Gerade habe ich eine Entdeckung gemacht, die mich wirklich wütend gemacht hat. Ich gebe meinen Namen “Sabine Dahnke” bei Amazon ein, um zu sehen, wie meine Bücher dort präsentiert werden – und was finde ich? Neben meiner eigenen Veröffentlichung taucht plötzlich ein Buch auf, mit dem ich absolut nichts zu tun habe. Ein sogenanntes “Geschichtensammelsurium” zu einem Preis von sage und schreibe 195 Euro! Ja, Sie haben richtig gelesen: einhundertfünfundneunzig Euro. Amazon Belgien. Also com.

Das Buch wird über einen dieser Autorenverlage auf der französischsprachigen Amazon-Seite vertrieben, und es erweckt den Anschein, als könnte es etwas mit mir zu tun haben. Spoiler: Hat es nicht. Ich habe dieses Buch weder geschrieben noch autorisiert, und ich finde es unglaublich dreist, dass hier offenbar jemand versucht, meinen Namen als Zugpferd zu missbrauchen.

Als Autorin, die gerade erst anfängt und noch nicht etabliert ist, bin ich natürlich besonders verletzlich für so etwas. Mein Name ist neu, niemand kennt mich wirklich – und genau das scheint hier ausgenutzt zu werden. Die Masche ist eigentlich ganz simpel: Jemand veröffentlicht unter einem ähnlichen oder gleichen Namen, setzt auf Namensverwechslung und Verwirrung, und hofft darauf, dass Leser aus Versehen oder Naivität zugreifen. Bei einem Preis von 195 Euro muss man nicht viele Käufer finden, um ordentlich Kasse zu machen.

Was mich besonders ärgert, ist die Dreistigkeit dahinter. Stellen Sie sich vor: Sie interessieren sich für meine Bücher, suchen nach meinem Namen, finden dieses teure “Sammelsurium” und denken vielleicht, es sei eine besondere Ausgabe oder Anthologie von mir. Ein Klick – und plötzlich sind 195 Euro weg, für etwas, das Sie nie wollten und das nicht einmal von mir stammt. Das ist nicht nur unfair mir gegenüber, das ist vor allem eine knallharte Abzocke der Leser.

Amazon macht es jedem verdammt leicht, Bücher zu veröffentlichen. Grundsätzlich ist das eine tolle Sache, gerade für Selfpublisher und unabhängige Autoren wie mich. Aber diese Offenheit hat eben auch ihre Schattenseiten. Es gibt keine Verifizierung von Autorennamen, keine Kontrolle darüber, wer welchen Namen benutzt, und auch keine Preiskontrollen. Selbst völlig absurde 195 Euro werden ohne mit der Wimper zu zucken akzeptiert. Und wenn das Ganze dann noch über verschiedene Länderplattformen läuft – in meinem Fall die französischsprachige Seite – wird es noch unübersichtlicher und schwieriger, dagegen vorzugehen.

Was kann ich als neue Autorin dagegen tun? Ehrlich gesagt: erschreckend wenig. Ich habe keine großen rechtlichen Mittel, wenig Einfluss auf Amazon und kaum Möglichkeiten, gegen internationale Anbieter vorzugehen. Rechtliche Schritte wären wahrscheinlich aufwändig, teuer und würden sich über Monate hinziehen. Was ich aber sehr wohl kann, ist Sie warnen und deutlich machen, welche Bücher tatsächlich von mir sind.

Deshalb mein dringender Appell an alle Leser: Bitte seid vorsichtig! Wenn ein Buch 195 Euro kostet, sollten sofort alle Alarmglocken läuten. Prüft den Verlag, lest die Buchbeschreibung genau durch, und im Zweifel: lieber einmal zu vorsichtig sein als am Ende viel Geld für etwas auszugeben, das ihr nie wolltet. Seriöse Verlage sind bekannt und lassen sich recherchieren. Vage oder merkwürdige Beschreibungen sind ein Warnsignal. Und wenn ihr euch unsicher seid, fragt nach – die meisten Autoren sind über Social Media oder ihre Website erreichbar.

An Amazon möchte ich sagen: Solche offensichtlichen Missstände sollten auf einer Plattform eurer Größe nicht möglich sein. Es braucht bessere Mechanismen, um Leser vor solchen Praktiken zu schützen. Eine simple Preiswarnung bei extrem überteuerten Büchern oder eine Möglichkeit zur Verifizierung von Autorennamen wären schon ein Anfang.

Und an meine Kolleginnen und Kollegen da draußen: Sucht regelmäßig nach eurem Namen auf verschiedenen Amazon-Plattformen. Nicht nur auf der deutschen Seite, auch auf den internationalen. Ihr seid vielleicht nicht die einzigen, die so missbraucht werden. Je mehr wir über solche Maschen sprechen und sie öffentlich machen, desto schwerer wird es für dubiose Anbieter, damit durchzukommen.

Es ist wirklich frustrierend, als neue Autorin miterleben zu müssen, wie der eigene Name für fragwürdige Geschäftspraktiken benutzt wird. Man versucht, sich einen Namen zu machen, arbeitet hart an seinen Texten, und dann kommt so etwas. Aber vielleicht ist genau diese Offenheit wichtig. Vielleicht hilft es anderen Autoren und Lesern, wenn ich laut sage: Passt auf, hier wird versucht, euch über den Tisch zu ziehen.

Also: Bleiben Sie wachsam, lassen Sie sich nicht abzocken, und wenn Ihnen etwas merkwürdig vorkommt – vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl. 195 Euro für ein Buch sind einfach nicht normal. Punkt.