Sommermärchen

Tourismus ist ja so eine Sache. Offiziell freuen wir uns natürlich über die Gäste, schließlich bringen sie Geld in die Kasse und Lebendigkeit ins Dorf. Man kann sich dann einreden, man lebe in einer begehrten Urlaubsregion und nicht einfach irgendwo im Nirgendwo. Aber sobald der erste Reisebus ausspuckt, was er so geladen hat, kippt die Freude ziemlich schnell ins Kopfschütteln.

Da stapfen sie also durch die Gassen, Handy fest vor die Nase geschraubt, filmen Mauern, Fenster, Kühe und Menschen, als wären wir allesamt Statisten in ihrem persönlichen Heimvideo. Man wird unfreiwillig zur Kulisse degradiert, und wehe, man wagt es, nicht in die Kamera zu lächeln – dann landet man als „typischer, unfreundlicher Einheimischer“ irgendwo in den sozialen Medien.

Besonders beliebt sind auch die spontanen Badeeinlagen. Kaum ein Brunnen, kein Bach, kein Tümpel bleibt verschont. Shirts aus, Hosen runter, ab ins Wasser – mitten im Dorf, versteht sich. Wer braucht schon ein Freibad, wenn man die Dorfmitte in eine Mischung aus FKK-Strand und Kneipp-Kur verwandeln kann. Und während die Touristen plantschen, stehen wir Einheimischen daneben und überlegen, ob wir vielleicht Eintritt verlangen sollten, damit sich der Anblick wenigstens lohnt.

Natürlich wäre ohne die Besucher weniger los, weniger Umsatz, weniger Trubel. Aber manchmal wünscht man sich eben, dass Gäste sich wie Gäste benehmen und nicht wie Besitzer eines Freiluft-Freizeitparks. Dass man durch sein eigenes Dorf laufen kann, ohne dauernd in fremde Handykameras zu geraten, und ohne das Gefühl, gleich stolpernd über eine halbnackte Urlaubergruppe zu fallen, die gerade „authentisches Landleben“ nachspielt.

So pendeln wir zwischen Höflichkeit und genervtem Augenrollen, zwischen „Herzlich willkommen“ und „bitte gehen Sie weiter“. Der Tourismus ist unser Sommermärchen – mit der Betonung auf Märchen. Denn die Idylle, die im Prospekt steht, die gibt es wirklich. Nur sieht man sie halt erst wieder, wenn die Busse abgerollt sind.

Stau? Das sind bei uns drei Autos hintereinander!

Patrick Schnieder – Verkehrsminister aus der Eifel

Deutschland hat einen neuen Verkehrsminister: Patrick Schnieder. Ein Mann aus der Eifel, genauer gesagt aus der Region um Gerolstein (da ich da gewohnt habe, kenne ich ihn natürlich) – einer Stadt mit sagenhaften einer Ampel im Umkreis von 25 Kilometern. In Prüm gibt es gar keine. zum Fahrprüfung machen, müssen Fahrschüler nach Gerolstein fahren. Wer hier vom „Verkehrschaos“ spricht, meint wahrscheinlich, dass der Nachbar seinen Traktor schräg vor der Bäckerei abgestellt hat.

Von der Dorfkreuzung auf die große Bühne

Jetzt also vom Eifel-Kreisel auf den Chefsessel des Verkehrsministeriums. Und schon beim ersten großen Interview zur Deutschen Bahn gestern konnte man zwei Dinge feststellen:

Bahnprobleme? In der Eifel?

Er findet den Zustand „indiskutabel“. (In Gerolstein ist man über zwei Jahre nicht mit dem Zug weggekommen – die Taxiunternehmer wurden reich, wegen Überschwemmungsschäden und dem Bahn-Zeitmanagement.)

Er spricht so langsam, dass die Bahn währenddessen locker eine Verspätung von weiteren 15 Minuten aufbauen konnte.

Weiß er, was er da sagte??? Über die Bahn, über das Psycho- Problem von Deutschland?

Seine Brille und Frisur verheißen wenigstens natürliche Kompetenz, auch wenn man ihm bei Interviews seinen Respekt vor der großen Show anmerkt. (Da sollte man aufpassen, denn Show ist leider in Deutschland mehr angesehen als Kompetenz – sogar in der Politik – lach.)

Nichts gegen den Mann – ich war nur wirklich unglaublich sprachlos: Verkehrsminister! Aber vielleicht ist dieser Widerspruch ja CDU-Kalkül und gewollt. Oder hatten sie keinen anderen? Wer ist denn eigentlich Tourismus- und Vergnügungsausschussminister???

In der Eifel fährt die Bahn ungefähr so oft wie ein Komet an der Erde vorbeifliegt. Wer hier den Zug verpasst, plant keinen Anschluss – er plant gleich einen anderen Lebensabschnitt. Das macht gelassen. Ob das allerdings ICE-Pendler in Frankfurt beruhigt, wenn Schnieder sagt: „Also bei uns kommt der Zug zweimal am Tag, und das reicht auch“ – fraglich.

Im Eifel Jargon: Sicher das!

Patrick Schnieder bringt Charme, Bodenhaftung, eine kompetente Brille und die stoische Ruhe der Eifel mit. Die Frage ist nur: Reicht das, wenn man plötzlich ein Land managen muss, in dem „Verkehrsinfarkt“ nicht bedeutet, dass der Bäcker mit seinem Lieferwagen im Halteverbot steht, oder fünf Autos hintereinander vorm Bäcker- Drive In (gibt’s tatsächlich mehrfach in Gerolstein)- warten?

Die ultimative Lösung!

Mein Ältester wird demnächst operiert und braucht ein Trostpflaster, meine beiden anderen Kinder haben bald Geburtstag. Deshalb möchte ich versuchen, einen alten gebrauchten Camper zu organisieren und die letzten Tage mit Renovieren, Putzen und Schrauben zu verbringen. Vielleicht können wir dann im Herbst schon losfahren.
Wer einen sehr günstigen zu verkaufen hat, darf sich gerne bei mir melden. 🙂

Ein Buch dazu habe ich schon am Anfang der Ferien herausgegeben- aber jetzt erst auf Amazon erhältlich.

Wer gerne im Camper kocht … et voila …

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Lieber Dieter…

Leider steht Dein Päckchen immer noch auf meinem Couchtisch… Aber ich sende es Dir, das Buch, sobald diese belgische Post endlich dann geöffnet hat, wenn ich komme. Lach. Bis ganz bald!

PS: Spätestens nächste Woche, wenn Sohnemann seinen OP- Termin hat., komme ich an der Post vorbei., denn gegenüber ist auch Cäcilia und ihr Süßigkeiten-Laden, also- wenn ich da hin muss, schicke ich es endlich los .

Sohnemann

… hat sich mit dem Fahrrad überschlagen, Schlüsselbeinbruch, Gehirnerschütterung. Schürfwunden überall.

Es fühlte sich schrecklich an, als die Nachbarn im Dorf ihn fanden und sagten:“Komm schnell- es ist was passiert!“

Das sind Sätze, die braucht man in Bullerbü nicht.

Keinen Urlaub

Man könnte denken- schön, die Familie mit drei Kindern fährt in Urlaub.

Ich war mit den Kindern noch nie im Urlaub. Ging nicht. Wie auch? Drei Kinder – erstmal würde ich ein Auto kaufen…

Zwei Kinder waren zelten, ohne mich.

Es hat geregnet.

Wir wünschen dem Vater , dass er wie jedes Jahr aus seinem Traumurlaub heil zurück kommt!

Bohhh bin ich gemein heute. Er hat mir mal Sozialneid vorgeworfen! Also für drei Kinder mit 360 Euro im Monat Unterhalt – hätte besser ich das Weite gesucht. Das ist ein Schnäppchen! Aber Mütter bleiben ja bekanntlich.

Kein Nerv mehr für Luxusjammer – ein echter Ratschlag für Weichgespülte Trullas!

Boahhhh- ich konnte es nicht mehr hören…

Ich war krank, arm, alleinerziehend – und hab überlebt. Also spart euch euer Wehklagen.

Sorry, aber dieses Dauergejammere von überprivilegierten Vorstadt-Muttis geht mir sowas von auf den Sack.
Diese burnout-anfälligen Bioladen-Baristas mit Korkyoga-Matte, die sich „zwischen Kita-Stress und Innerer Leere“ neu erfinden müssen, weil ihr Kind mal zwei Nächte schlecht geschlafen hat – das ist nicht Belastung. Das ist Wellnessdrama mit Instagramfilter.

Ich hab was Echtes durchgemacht. Krebs. Alleinerziehend. Drei Kinder. Kein Geld. Krankengeld, das kaum für Brot reicht.
Und dann Zuzahlungen, Fahrkosten, gesunde Ernährung, die ich mir nicht leisten konnte – aber musste. Kein Luxus. Keine Pausen. Kein Verständnis. Musste mir das dumme Gelabere der Dorfbewohner gefallen lassen, weil ich den Rasen nicht mähen konnte.

Und jetzt? Jetzt sitz ich da und hör mir an, wie irgendjemand „ihre Mitte verloren hat“, weil sie zum dritten Mal diese Woche zum Reiten muss, oder nicht kann oder was auch immer.
Ich könnte kotzen.

Ich hatte keine Mitte. Ich hatte Rechnungen. Ich hatte keine Yoga-Auszeit – ich hatte eine Scheiß-Chemo und Kinder mit Fieber.
Ich hab nicht meditiert – ich hab existiert. Gelebt zwischen Dispo, Durchfall und Durchhalten.

Verwöhnte Sorgen sind kein Schicksal. Sie sind ein Lifestyle-Accessoire.

Mein Mitleid ist nicht unendlich. Es ist ausgeschöpft. Von echten Schicksalen. Von Menschen, die um ihre Existenz kämpfen,
während andere ein Nervenzusammenbruch bekommen, weil der Barista den falschen Hafermilchschaum gemacht hat.

Ich hab überlebt. Ohne Therapeut auf Speed Dial. Ohne Nervennahrung vom Bioladen. Ohne Coach, der mir zeigt, wie man die Seele umarmt, während die Waschmaschine leckt, oder komplett versagt. Das war eine Tatsache, kein Fake, leider.

Und deshalb hab ich kein Verständnis mehr für diesen pseudo-sensiblen Selbstoptimierungs-Bullshit. Wer nie ernsthaft um sein Leben,
seine Würde und sein verdammtes Essen gekämpft hat, soll einfach mal die Fresse halten, wenn’s ums Leid geht.

Mein Mitleid ist selektiv.

Ich habe gelernt, mich durchzubeißen.
Ich habe geweint, aber dann Brotdosen geschmiert.
Ich war am Limit, aber ich habe Kuchen für den Klassenkuchenverkauf gebacken.
Ich hatte Angst, aber ich habe niemanden damit belästigt, der gerade sein Innenkind umarmt hat.

Deshalb ist mein Mitgefühl heute wohldosiert.
Ich habe es satt, dass Wohlstandswehwehchen medial aufgeblasen werden, während Menschen mit echten existenziellen Problemen im Schatten verschwinden – still, beschämt, einsam.

Fazit? 
Ich unterscheide zwischen überfordert – und in Gefahr. 
Und ich war Letzteres. Jahrelang. Es geht den Kindern gut – immerhin. Wir haben kein Auto, aber unser Leben.

Also: Wenn du das nächste Mal jammern willst, weil dein Kind nicht schlafen will und du deinen Pilateskurs absagen musst –
dann halt wenigstens den Rand, wenn eine Alleinerziehende mit Krebs dir sagt, dass sie müde ist! Halt ihn einfach!

Jammern darf jeder. Aber bitte mit Maß und Realitätssinn.

Ich nehme jedem sein Gefühl ab. Aber ich nehme nicht jedem sein Drama ab.
Wer nie mit einem kranken Körper, einem leeren Kühlschrank und einem Haufen Verantwortung allein dagestanden hat, der sollte vorsichtig sein mit dem Begriff Belastung.

Denn wer wirklich kämpfen musste, erkennt ziemlich schnell den Unterschied zwischen „Ich bin überfordert“
und
„Ich bin in Gefahr.“

Denn das hier war echt. Und das Luxus- Gejammer ist einfach nur peinlich.

Unfassbar still

Eigentlich müsste ich Werbung machen, lustig sein, intelligente Sachen schreiben, aber – ich bleib lieber authentisch.

Ich habe an verschiedenen Wettbewerben teilgenommen mit meinem Buch und würde besser lieb und still sein.

Aber ich bin traurig und in mir still.

Ozzy tot, Hulk Hogan tot, der Theo aus der Cosby- Show. Eben frage ich Alexa nach meiner Musik, kam erst Sinead, dann Black hole sun, Nirvana und schließlich Whitney.

Wer bin ich – wo ist jetzt noch mein Zuhause? Scheisse, ich bin alt!

Ich bin keine AFD- Wählerin, ich hasse homophobe Leute und mag nur einfach keine dumm- dreisten Menschen. Ich mag Leute, die schlau sind und gerne die Wahrheit sagen. Ich hasse Leute, die andere für dumm verkaufen und selbst nicht die Wurzel aus 36 ziehen können! Deswegen habe ich Deutschland verlassen. Ich bin kein Schwurbler, aber es ist Tatsache, dass es hier nur 2% der Schüler zu der Auszeichnung ADHSler schaffen, denn in Belgien scheint es fast kein ADHS zu geben. Trotzdem sind Kinderimpfungen lebenswichtig (das unterschreibe ich) – außer Corona natürlich… Gut, anderes Thema.

Ich finde man sollte bei allem was man feiert auch weiter denken- Windräder müssen entsorgt werden und die Batterien der E-Autos auch…

Wenn einer bei Problemen „schon Vorschläge macht“ oder „an Lösungen arbeitet…“ hat er noch keine ! Er tut nur so !

Man sollte sich selbst gefunden haben, bevor man andere von etwas überzeugen will- das ist mein Credo. Menschen die unreif und unruhig sind, gehören nicht auf andere einflussnehmend losgelassen.

Sei schlau, stell Dich dumm, dachte ich mir jahrelang (funktioniert prima, wenn man kein Bock hat, oder drei Kinder) – wenn man dann aber ausholt und endlich loslegt, entlarvt man nicht nur die Dummschwätzer, Blender und Hochstapler, nein- viel besser:

Der Überraschungseffekt ist das wirklich Gute ! Die unfassbare Überraschung in den Gesichtern der anderen, wenn die sich ertappt fühlen- unbezahlbar.

Liebhaberzahlen sind schuld!- eine Erinnerung an eine wahre Begebenheit- erneut veröffentlicht

„Ihr Kind hat kein Mengengefühl und es kennt die Liebhaberzahlen nicht.“

Ok, das ist die fachliche Situation des Kindes. Grundschule, Entwicklungsgespräch. Ansonsten keine Probleme. Nettes, liebes, höfliches Kind. Nur die Mutter, ach Du …. hat die Haare statt auf dem Kopf, richtig heftig auf den Zähnen! Ok. Hat eigentlich nichts miteinander zu tun, im Geschäftsleben, in der andern Welt da draußen …. Aber das Kind soll die Klasse wechseln, wegen fehlendem Wissen und um eine Situation zu entspannen. Die wer provoziert hat? Die wer forciert, mit extra Aufgaben für das Kind, die kein Mensch auf Tauglichkeit prüfen kann? Ist klar soweit, oder?!

Wir, die Eltern etwas baff über die fast schon erpresserische Situation. Mit zwei Hochschulsbschlüssen meines Exmannes und einem von mir, wissen wir beide aber trotzdem nicht die wichtigsten Dinge des zweiten Schuljahres. Kind hat Lücken und soll schnell die Klasse wechseln. Ich bin so der Typ, der gerne denkt und frage nach, ob vielleicht ein Termin bei Dr.Winterhoff die Frage der Diskalkulie und Legasthenie zuerst ausgeschlossen werden sollte? Nein, auf keinen Fall, die Lücken werden innerhalb einer Woche riesenhaft. Bitte also sofort das Kind zurückversetzen! Der Lehrerin standen die Schweißperlen im Gesicht, die Direktorin bebte. Mein Exmann und ich, haben schon Differenzen (deswegen sind wir geschieden…) , aber bei dem Umgang und Erziehung der Kinder, da sind wir uns absolut einig. Das schätze ich sehr. Dankbar bin ich dafür auch, auch wenn ich manchmal dann über das Ziel hinausschieße und die Absprachen noch toppe…

In diesem Fall brauchte ich die Situation gar nicht lange zu erklären. Körpersprache und die komplette Verhaltensform unseres Gegenübers waren uns nach 2 Minuten schon klar.

Merke: Mache nie eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Lehrerin und Direktorin, weil diese zu den Kindern gesagt hat: „… ich taggere Euch gleich einzeln an die Wand!“ Oder (mein persönlicher Favorit): „. Gleich hole ich die Kettensäge raus und mache Euch einen Kopf kürzer!“ Irgendwie kam das nicht gut bei meinen Kindern an. Bei mir ehrlich gesagt auch überhaupt nicht!

Ich hasse Leute, die nicht mit Kritik erwachsen umgehen können. Die ihre Inkompetenz noch richtig rauskehren, indem sie ein unreifes, unprofessionelles Verhalten an den Tag legen.

Der wichtigste Mann in meinem Leben (natürlich abgesehen von meinem Vater), war mein Lateinlehrer. Ich bin eher sprachbegabt. Sokrates und Platon waren ja leider schon tot und die Römer hatten es oft mit der Liebe. Aber mit Zahlen und Liebe? Da war ich bestimmt nicht da, an dem Tag.

Ok- in Mathe hatte ich einen Ex- Handballer als Lehrer mit riesigen Händen. Irgendwie war ich nie ein Mathe- Ass, aber für einen Abi reichte es. Kurvendiskussion kann ich heute noch.

Ich kenne Neutronen, habe den Teilchenbeschleuniger in CERN gesehen…..

Aber, was zur Hölle sind Liebhaberzahlen???

What the fuck ?!

Krebs macht zwar nicht schlau, aber abgefuckt, ruhig und ein „Leck mich am Arsch“ – Feeling.

Ich liebe alle Zahlen!

Also nehme mein Kind und renne weg. Meinem Kind zu Liebe. Im es zu beschützen vor dem vollkommenen Wahnsinn von Mucksmännchen (das erkläre ich jetzt nicht…) und Liebhaberzahlen…..

Wir wechseln die Grundschule und die Liebhaberzahl von 7 ist 3!!! Alles klar?

Leute, wenn ihr das nicht wisst, seit ihr echt dumm! So läuft das!

Ich gehe jetzt mit meinem alten BMW in die Werkstatt und sage: „Hey Leute, ich war mit dem Auto in schwimmen, also die Schwimmfunktion ist definitiv kaputt!“

Dieser Blogbeitrag ist aus dem Jahr 2019 , Ende Oktober. Es ist tatsächlich passiert. Mein Sohn hatte danach die beste Grundschule der Welt in einem kleinen Eifeldorf . Danke an die Direktorin dort. Er hat nie die Liebhaberzahlen begriffen- wir auch nicht… Er spricht mittlerweile drei Sprachen (französisch im Eiltempo gelernt) und kann sogar rechnen.

Eigentlich wollte ich nicht…

…mehr darüber schreiben, dass mein Buch gerade hochklettert… aber ich bin so stolz. Allerdings muss es für den Wettbewerb bis zum 31. August in den Verkaufszahlen steigen, dann bekommt man den Kindle- Storyteller – Award. Bis Ende August 2025 können Autorinnen ihre deutschsprachigen Bücher beim bekanntesten Self-Publishing-Wettbewerb Deutschlands einreichen. Der Literaturpreis wird von Amazon in Zusammenarbeit mit Kindle Direct Publishing (KDP)ausgelobt und fördert kreative Stimmen aus allen Genres.

Es zählen übrigens Buchaufrufe, Downloads, Verkaufszahlen und Bewertungen! Also, falls ihr es lest, seid gnädig mit mir… es war ein Herzensbuch und hat mich Nerven, Zeit, Kraft und die Nerven meiner Kinder (ich war oft nur körperlich anwesend- was sie natürlich toll fanden, ich weniger…) beansprucht.

So. Eigentlich habe ich aber Urlaub und wollte mich um das Baby der Familie kümmern. 11 Wochen alt, braun und bellt. Eigentlich kann er es noch nicht, aber er macht sich bemerkbar für sein Geschäft und Hunger. Also, das klappt. Ich packe mal meine Farben aus und werde malen. Auch Entspannung…, auch Urlaub.

Hier gehts zum Buch: https://amzn.to/452EPnG

Ich wollte, dass du es von mir erfährst – Ozzy Osbourne ist tot

Es gibt Nachrichten, die will man nicht hören. Und trotzdem habe ich sie jetzt für dich: Ozzy ist tot.

Ich hätte es dir nicht einfach als Link schicken wollen. Ich wollte, dass du es von mir erfährst. Weil ich weiß, was er für dich bedeutet hat. Für uns beide. Für eine Zeit, in der Musik noch mehr war als Hintergrundrauschen.

Der Typ, der sich nie hat kleinkriegen lassen. Der, der Chaos war und trotzdem irgendwie ein Zuhause. Der „Prince of Darkness“, der für uns beide fast sowas wie ein Freund war, auch wenn wir ihn nie getroffen haben. Seine Musik war da, wenn keiner sonst da war. Und jetzt? Jetzt ist er weg.

Du hast mal geweint zu seinem Song.

Und weißt du, was das Schlimmste ist? Dass ich wirklich dachte, der stirbt nie. Dass der irgendwie unkaputtbar ist. Zig Stürze, tausend Abstürze, alles weggesteckt – und trotzdem immer wieder auf die Bühne. Immer wieder diese Stimme.

Es fühlt sich an, als hätte uns jemand einen letzten Beweis genommen, dass echte Rock’n’Roller nicht sterben können.

Mach heute Abend Musik an, okay? Für ihn. Und vielleicht auch ein bisschen für uns.

„I’m just a dreamer / I dream my life away…“

Ruhe in Frieden, Ozzy.
Und danke.

Im Nebel beginnt das Geheimnis…

Ein Bild sagt manchmal mehr als tausend Worte – und doch reicht es nicht, um die Geschichte von Steine der Our – Elina zu erzählen. Dieses Foto begleitet mich heute wie ein Echo meiner eigenen Geschichte: Die Frau im roten Mantel, die in den nebligen Wald geht. Vielleicht Elina selbst? Oder wir alle, die sich immer wieder ihren eigenen Schatten stellen müssen?

Nach meinem gestrigen Beitrag hier – den ich mittlerweile offline genommen habe – wurde mir mal wieder klar: Kaum freut man sich öffentlich, kommen die Steine. Neid. Missgunst. Es ist traurig, aber wohl menschlich. Manchmal frage ich mich, warum Menschen anderen den kleinsten Erfolg nicht gönnen. Aber wisst ihr was? Ich lasse mich davon nicht unterkriegen.

Die Geschichte von Elina handelt genau davon. Von dunklen Wegen, die man gehen muss. Vom Weitergehen, selbst wenn die Luft feucht und schwer ist. Vom Glauben an das eigene Licht – selbst wenn alles um einen herum grau erscheint.

Steine der Our – Elina ist mehr als ein Krimi. Es ist eine Geschichte über das Weitermachen. Über das Suchen. Und vielleicht über das Finden.

Ich freue mich, wenn ihr Elina begleitet. Das Buch gibt es aktuell noch als Gratis-Download – bevor es wieder normal im Verkauf ist. Vielleicht auch als Zeichen: Dass gute Geschichten kein Preisschild brauchen, um Leser zu berühren.

Danke, dass ihr hier seid. Trotz der Steine.

Eure
Elise 😉

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Grenzland-Noir – Blutig, düster, unberechenbar: Warum „Steine der Our“ Sie nicht mehr schlafen lässt

Wer glaubt, im Grenzland zwischen Belgien, Luxemburg und Deutschland sei die Welt noch in Ordnung, hat dieses Buch nicht gelesen. „Steine der Our“ von Elise d’Our – ein Titel so harmlos wie die Flusssteine selbst. Doch hinter dem schlichten Namen verbirgt sich ein düsterer Roman, der Sie gnadenlos in die Tiefe zieht.

Elina kehrt lebt mit ihrer Familie im Tal der Our – scheinbar zufällig, scheinbar harmlos. Doch ihr Name hat ein Geheimnis, sie bringt Veränderung, Unheil, Wahrheit. Alte Geschichten erwachen, Steine erzählen von Schuld, und das Wasser der Our spült lang verdrängte Dinge ans Licht. Die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen Täter und Opfer, verschwimmt.

Elina sucht Antworten – aber was sie findet, erschüttert die Grundfesten ihres bisherigen Lebens. Und während das Dorf schweigt, während Kreuzsteine mahnen und die Nacht sich über das Tal senkt, beginnt der Leser, die Wahrheit zu ahnen… und hofft, sich zu irren.

Ein Roman, der wie ein Fluss wirkt: ruhig und klar an der Oberfläche – aber je weiter Sie eintauchen, desto tiefer und dunkler wird er. Wer „Steine der Our“ liest, hört nachts das Wasser rauschen und fragt sich, wer oder was dort wartet.

Sind Sie bereit, das Ufer zu verlassen?

Jetzt erhältlich – für alle, die keine Angst vor der Wahrheit haben.

Geizige Väter? Wie geil…

Es gibt Männer – nennen wir sie einmal beim Namen: miese Männer – die glauben ernsthaft, Unterhalt sei ein Almosen. Ein Gefallen. Eine Art freiwillige Leistung, die man nach Lust und Laune kürzen kann. Schließlich „kostet das Kind ja nicht so viel“ – das hört man immer wieder. Wohlgemerkt: von Vätern, die in einem Land leben, in dem sogar ein Gericht schwarz auf weiß berechnet, was ein Kind zum Leben braucht. Doch manche „Männer“ zahlen weniger. Absichtlich. Und denken, die Kinder merken das nicht.

Noch absurder: Diese Herren sind dann verwundert, dass ihre Kinder sich nicht für sie interessieren.

Liebe Leser, stellen Sie sich das vor: Sie laden jemanden zum Essen ein, servieren ihm eine halbe Scheibe Brot, erklären ihm, das müsse reichen – und erwarten dann Dankbarkeit und regelmäßige Besuche. Willkommen in der Gedankenwelt des Unterhalts-Drückers.

Natürlich hört man dann gern Sätze wie:

„Ich kann mir das nicht leisten!“

Oder:

„Die Mutter gibt das doch sowieso für sich aus!“

Beides sind Schutzbehauptungen. Selbst wenn sie finanziell besser dastehen als die Mutter, kürzen sie, tricksen, rechnen sich arm, weil sie es nicht einsehen – und weil das Kind nicht greifbar leidet. Emotionale Entfremdung kommt schleichend. Bequemerweise schieben sie die Schuld dann gleich der Mutter zu: Die hätte das Kind „aufgehetzt“. Nein, der Kontostand spricht für sich.

Dabei wollen Kinder keine Zahlungen. Sie wollen gesehen werden. Sie wollen echte, liebevolle Präsenz. Dass der Unterhalt korrekt gezahlt wird, versteht sich rechtlich und menschlich von selbst. Es ist das Minimum an Verantwortung – nicht das Maximum.

Und nein: Unterhalt zu zahlen bedeutet nicht, dass das Kind einem ewige Dankbarkeit schuldet. Das Kind schuldet gar nichts. Es existiert nicht als moralische Schuldnerinstanz seines Vaters. Es lebt einfach – und zwar oft unter Bedingungen, die dieser Vater aktiv schlechter macht.

Der größte Trugschluss dieser Männer:

Sie glauben, Liebe sei käuflich – und durch weniger Geld würden sie weniger verlieren. In Wahrheit verlieren sie gerade dadurch alles.

Ein Kind ist kein Businessmodell. Und auch kein Sparschwein. Wer das Leben geschaffen hat, schuldet Respekt – und das schließt auch finanziellen Respekt mit ein. Wer ernsthaft denkt, dass seine Kinder ihn trotz Geiz und emotionaler Abwesenheit eines Tages „besonders gern“ besuchen, der darf weiter träumen. Aber bitte auf eigene Kosten.

Aperol, Hamsterkäufe und der ewige Kulturkampf

Seit ich in Belgien lebe, frage ich mich regelmäßig: Was ist eigentlich mit den Deutschen passiert? Vom Land der Dichter und Denker seid ihr mutiert zum Land der Dauergenervten, Weltuntergangspropheten und Gendersternchen-Beauftragten. Und als ich diese Woche auf ntv über „Kulturkampf zwischen Aperol und Bürgerkrieg“ stolpere, weiß ich: Ich bin endgültig raus.

Wieduwilt schreibt (https://www.n-tv.de/politik/politik_wieduwilts_woche/Kolumne-Wieduwilts-Woche-Deutschland-im-Kulturkampf-Sommerpause-zwischen-Aperol-und-Buergerkrieg-article25910306.html Hier geht’s zum Artikel ) dort über die deutsche Sommerpause – angeblich irgendwo zwischen entspannter Terrassenlaune und dem Bürgerkrieg. Wobei: Das mit dem Aperol scheint nur das Feigenblatt zu sein. In Wahrheit verbringen die Deutschen ihren Sommer nämlich damit, sich gegenseitig zu erklären, wer schuld ist. Am Klima. Am Gendern. Am Fachkräftemangel. Am Untergang des Abendlandes.

Ich schaue dem ganzen Schauspiel von Belgien aus zu – mit einer gewissen Mischung aus Faszination und Mitleid. Denn hier in Belgien hat das Leben, was in Deutschland längst verloren scheint: Leichtigkeit. Wenn die Belgier ein Problem haben, trinken sie ein Bier. Die Deutschen hingegen? Die machen erstmal eine Kommission auf und schreiben 82 Seiten Krisenleitfaden.

Aktuell wird in Deutschland nämlich nicht einfach gelebt – sondern vorbereitet. Auf was genau? Tja, auf den Untergang vielleicht. Ich meine: Hamsterkäufe sind inzwischen ja Volkssport. Während man hier in Brüssel maximal darüber diskutiert, ob man sein Bier im Kühlschrank oder im Keller lagert, bunkern die Deutschen fleißig Konserven, Notstromaggregate und Jodtabletten. Das Wort „Vorrat“ hat bei euch mehr Sex-Appeal als der neue Aperol-Spritz-Variante. Eine Marktlücke? Vielleicht.

Ich frage mich langsam ernsthaft, ob ihr noch wisst, wie Entspannung buchstabiert wird. Während ich in Belgien mit Freunden am Fluss sitze und einfach mal NICHTS tue, planen meine ehemaligen Nachbarn in Deutschland bereits die Evakuierungsroute. Man muss ja vorbereitet sein, auf alles – außer aufs Leben.

Die Deutschen sind einfach Weltmeister darin, sich das eigene Dasein madig zu reden. Ihr habt Sonne? Zu heiß! Ihr habt Regen? Klimakatastrophe! Ihr habt Neutralität? Gefährlicher Rechtsruck! Und sobald irgendwo ein Aperol auf dem Tisch steht, wird geprüft, ob der Kellner auch das Gendern korrekt eingehalten hat.

Es wäre ja zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

PS: Leben genießen? Gilt in Deutschland inzwischen als Charakterfehler. Wer heute noch locker durchs Leben geht, wird entweder verdächtigt, uninformiert zu sein – oder er wird gleich zum Klimasünder erklärt. Während die Belgier sich einfach das nächste Bier zapfen, zählt man in Deutschland Kalorien, Emissionen und die Sekunden bis zur nächsten Krise. Ich wünsche euch trotzdem einen schönen Sommer – hier gibt’s übrigens auch Aperol. Ohne Krisenbeilage. Prost!