Stilblüten

Kind (7) sitzt auf Toilette. Ich in der Küche. Kind sehr laut: „Riechst Du den Triumph?“

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Ohne Kommentar

Selbiges Kind hat sich selbst vorne die Haare geschnitten. Ein Pony ist es nicht. Irgendwie zu kurz und es steht senkrecht nach oben. Der Bruder (9) zu ihr: „Ahhh, jetzt hast Du eine Vorderglatze!“

Kind (6): „Ich glaube ich bin schlug!“

Ich:“Schluuuug???“

Er:“Ja schlug, quasi schlau und klug!“

Husten

Mein seltsamer Husten macht mich fertig. Da ich die einzige in der Familie bin, die fast erstickt, ist es wenigstens überschaubar. Der Arzt weiß keinen Rat, dank Sparmaßnahmen und „was weiß ich, was der gegen uns hat“, empfiehlt er allen mit den Symptomen einfach Paracetamol. Ein befreundeter Arzt äußert den Verdacht „Keuchhusten“, da es die Kinder nicht betrifft, denn die sind ja geimpft. Mein Impfschutz ist abgelaufen, denn welcher Erwachsene frischt schon Kinderkrankheiten auf? Da heutzutage alles aggressiver und radikaler ist, die Welt aus Gutmenschen und Impfmuffeln besteht, haben wir den Salat.

Das ist erst der Anfang…

Seelenfutter

Falafel mit Salat, Tomate und einer filetierten Orange. Dazu Humus und ein leckerer Joghurt mit Knoblauch und Zitronenstückchen.

Meine Küche duftet.

Das war eine Explosion von Aromen.

Meine Grippe verzieht bei soviel Superfood das Gesicht.

Leider war es zu schnell leer… Foto fehlt !

Crêpes und acht Jahre warten…

Meine Oma, Jahrgang 1923, eine liebenswerte, einfache, praktische Bauersfrau, lernte mit 17 meinen Opa kennen. Dann kam der Krieg. Sie verloren sich. 1943 erfuhr meine Oma, dass mein Opa in russische Gefangenschaft gekommen ist. Sibirien, irgendwo in einem Lager,Braunkohle abbauen. Sie bekam öfters Post, so wusste sie, dass er noch lebt. Sie wartete. Dann, als einer der Letzten wurde er befreit. Krank, abgemagert, kaum wiederzuerkennen. 1950 heiratete mein Opa meine Oma. Nach acht Jahren, warten, hoffen und lieben.
Früher, in ihrer alten Wohnung standen wir oft am Herd, backten Crêpes, bestrichen sie mit Quittengelee und meine Grosseltern erzählten. Von Zigarettendosen aus alten Konservendosen gebaut, Kriegs-Fotografen auf Motorrädern, Weihnachten mit Wollsocken-Fäden-Lametta an selbstgebastelten Holzbäumchen und der grossen Liebe, und das gemeinsam Sterne ansehen, das Einzige sein kann.

Hier mein Crêpes Rezept:

5 Eier
etwas Salz (weniger als Messerspitze)
1 Liter Milch
einen Stich geschmolzene Butter (oder Öl)
soviel Mehl, dass der Teig cremig, nicht wassrig aber auch nicht zu dick ist.
Alles verrühren, nicht mixen!
Öl in der Pfanne und
VIEL ZEIT!

Den Teig sehr lange stehen lassen, mindestens eine Stunde. Damit das Mehl quellen kann.
Backen und dann mit Quittenmarmelade, z.B. von „Bonne Maman“ bestreichen..