4 Gedanken zu “Ein richtig guter Beitrag zur momentanen Verirrung

  1. Der Artikel bleibt für mich doch sehr an der Oberfläche und neigt auch hier wieder zur Volksermahnung und -erziehung, wie üblich im ÖRR.

    Zugleich freundlich und gelassen zu bleiben, sich gegenseitig Respekt zu zollen, ist der Anspruch, aber ist und war nie die Realität. Es darf insofern auch als idealistische Träumerei gewertet werden.

    Schaue ich in die Politik, sehe ich Egoismus und Selbstdarstellung anstatt Volksvertreter. Das Volk zu vertreten ist schon lange auf der Stecke geblieben und man hat nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

    Schaue ich in die Nachrichten der Großstädte, lese ich von Mord, Hinrichtungen, Überfällen, Gruppenschlägereien und Clans. Hier spiele ich nochmal die Respektplatte von oben: Wem soll ich hier Respekt zollen, wenn ich der Dumme in diesem Staat bin? Alles ertragen, höchste Steuern zahlen, Minderheiten tolerieren, die bestimmen, was Majoritäten zu tun und zu lassen haben. Nein, danke.

    Der Artikel ist flach und greift das Problem nicht auf. Er relativiert und ermahnt und das hilft niemandem.

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      1. Der Versuch ist in diesem Fall nicht strafbar, aber unnütz. Der „breiten Masse“ ist schon bewusst, wer das was tut, vergisst oder integriert. Respekt haben die meisten Politiker eh verspielt. Lässt man die vergangegen 20 Jahre Revue passieren, wird einem klar, wer hier was angestellt hat. Und trotzdem ein Bundesverdienstkreuz bekam.

        Der aktuell Amierende hat Germanistik, Philosophie und Philologie studiert, nicht Wirtschaft oder Ökonomie. Es ist völlig unverständlich, wie man so einen Flötenspieler wählen kann. Kant wird er kennen, aber seine bekannte Domäne sind ja idelologisch geprägte Kinderbücher. Mit den ernsten Themen hat er es vielleicht nicht so ….

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  2. Der Beitrag von Gert Scobel hat den großen Vorzug der performativen Kongruenz: er argumentiert so, wie er es vorschlägt: gelassen und freundlich. Was Herrn Scobel am öffentlichen Diskurs fehlt, zeigen deutlich die Kommentare von Plietsche Jung. So kommen wir nicht weiter.

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