Grün- grüner Krieg

Oder warum der Bau und Besitz eines E-Autos den Krieg befeuert…

Kritischer Blick hinter die grüne Fassade

Elektroautos gelten als Hoffnungsträger der Mobilität – sauber, nachhaltig, klimafreundlich. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt eine unbequeme Wahrheit: Der Bau eines E-Autos kostet nicht nur Ressourcen, sondern schürt auch globale Konflikte.

Der Preis seltener Erden

Für Akkus braucht man Lithium, Kobalt, Nickel – sogenannte „seltene Erden“. Sie kommen selten in stabilen Demokratien vor. Stattdessen werden sie oft unter katastrophalen Bedingungen abgebaut: im Kongo von Kindern in illegalen Minen, in Chile auf Kosten des Trinkwassers indigener Gemeinden, in China mit massiver Umweltzerstörung.

Wer Rohstoffe kontrolliert, kontrolliert Macht

Der Wettlauf um Ressourcen hat längst geopolitische Züge angenommen. Staaten sichern sich mit teils fragwürdigen Deals den Zugang zu Rohstoffen. Militärische Präsenz, Einflussnahme, Destabilisierung – all das gehört dazu. Der Traum vom sauberen Fahren hat also eine blutige Kehrseite.

Grün fährt nicht immer besser

E-Mobilität kann ein Baustein sein – aber nicht der Freifahrtschein zur Weltrettung. Wenn wir einfach nur den SUV gegen den E-SUV tauschen, ändert sich wenig. Nachhaltigkeit beginnt nicht beim Antrieb, sondern bei der Frage, wie viel Mobilität wir wirklich brauchen – und zu welchem Preis.

Wer also ein E-Auto fährt, fährt nicht automatisch auf der richtigen Seite. Die grüne Lackierung verdeckt oft nur den grauen Alltag der globalen Rohstoffpolitik. Zeit für eine ehrliche Debatte über echten Wandel – statt grüngewaschener Illusionen.

A Thought at the Edge of Ink, Ein Gedanke am Rand der Tinte

a poem by Elise d’Our

A Thought at the Edge of Ink

A whisper stirred behind my mind,
a fleeting ghost, a thread unlined.
It paced and pulsed, then dared to leap—
from silent dark to parchment’s keep.

No louder scream, no brighter light,
than thought unchained in black and white.
A scribbled sigh, a sentence freed,
a buried wound, a blooming seed.

Now ink remembers what I feared,
and holds the storm I never steered.
The page forgives, the silence sings—
my soul grows wings with written things.

Ein Gedanke am Rand der Tinte

Ein Flüstern regte sich in mir,
ein flücht’ger Hauch, ein leeres Wir.
Es pochte sacht, dann sprang es fort –
gebannt auf’s Blatt, an jenen Ort.

Kein lauter Schrei, kein hell’res Licht,
als wenn der Geist durch Zeilen bricht.
Ein Satz, befreit, ein leiser Laut,
aus tiefer Angst wird still vertraut.

Nun trägt die Tinte, was ich scheu,
und hält den Sturm, dem ich nicht treu.
Das Blatt verzeiht, das Schweigen klingt –
mein Herz bekommt, was fliegt: zwei Flügel aus Gedanken, leicht beschwingt.

Ki-generiertes WordPress Bild

Vegane Versuchung auf Instagram

Kaum scrollt man durch Instagram, tauchen sie auf: brillante, farbenfrohe Videos von veganen Rezepten, die einem sofort das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Da wird mit cremiger Erdnussbutter geträufelt, Schokolade bricht knackend in Zeitlupe, ein Löffel gleitet durch einen samtigen Chia-Pudding – alles begleitet von perfektem ASMR-Sound. Ein crunch hier, ein slurp da, und plötzlich hat man das Gefühl, man könnte sich direkt in den Bildschirm hineinlegen.

Diese Clips sind mit so viel Liebe gemacht, dass man fast glaubt, gesünder könne man sich gar nicht ernähren. Schließlich: kein Fleisch, keine Eier, keine Butter – das muss doch gut sein, oder? Nun ja… jein.

Der Trick ist: Vegane Rezepte sehen nicht nur gesund aus – sie wirken auch so. Und genau das ist die Falle. Denn das, was da oft so leicht und naturbelassen aussieht, ist in Wahrheit manchmal eine ziemlich üppige Kalorienbombe. Schokolade bleibt auch dann kalorienreich, wenn sie vegan ist. Cremes aus Cashews, Datteln und Nussmusen bestehen nun mal zu großen Teilen aus Fett – auch wenn es pflanzliches Fett ist. Und „Proteinballs“ mit Mandelbutter, Kokosöl und Agavendicksaft? Sehen top aus, schmecken fantastisch, sind aber ein Energiepaket, das locker mit einem Stück Sahnetorte mithalten kann.

Instagram lebt von Ästhetik. Und vegane Food-Creator/innen wissen genau, wie man das Gehirn anspricht: mit Sättigungsfarben, glänzenden Oberflächen, dem Geräusch eines zart-knusprigen Keksbruchs. Es ist ein Fest für die Sinne – und ganz ehrlich, das darf es auch sein. Aber wer glaubt, dass er sich von all dem bedenkenlos durchprobieren kann, weil ja „nur Pflanzen“ drin sind, tappt schnell in eine Falle.

Denn auch in der veganen Welt gilt: Nur weil etwas „clean“ aussieht, ist es noch lange kein Freifahrtschein. Gerade in den beliebten Instagram-Reels wird oft nicht transparent gemacht, wie viel Kalorien, Zucker oder Fett ein Gericht tatsächlich enthält. Und wer dann täglich seine „healthy vegan brownies“ zum Frühstück snackt und glaubt, auf dem Weg zur Bikinifigur zu sein (ich frage mich dann immer, wer auf solche Ideen kommt?), könnte irgendwann enttäuscht feststellen, dass auch Haferflocken, Nüsse und Datteln auf der Waage Spuren hinterlassen.

Vegane Rezepte können gesund sein – aber sie sind es nicht automatisch. Was auf Instagram glänzt, glänzt eben oft auch nur für die Kamera. Und hinter dem gesunden Schein steckt manchmal einfach nur sehr gutes Food-Styling mit einer ordentlichen Portion Kokosöl.

Die bessere Idee: hinschauen, nachrechnen, und bei aller Liebe zum Crunch doch ein bisschen Maß halten. Auch pflanzliche Verführungen wollen mit Verstand genossen werden – und nicht in Massen. Oder wie eine meiner Lieblings-Foodbloggerinnen mal sagte: „Vegan heißt nicht kalorienfrei! Es heißt nur, dass keine Kuh beteiligt war.“