Quarantäne 

Es fing harmlos an. Mit Punkten an den Beinen. Dann am Rücken und dann hatte es plötzlich jeder im Haus. Ich bin eine sehr erfahrene „Kinderkrankheit- Versteherin“, aber das hier sah mir zu komisch aus, um es selbst in den Griff zu bekommen. Es sah aus wie die Stiche einer Stechmücke…. Windpocken hatten wir erst, jedenfalls der Jüngste und ich. Ich hatte sie sogar schon zum 2. Mal in meinem Leben. Aber was habe ich gelernt? Windpocken gibt es in 13 verschiedenen Sorten…Na prima!    Masern waren es auch nicht… Diese Art von Kopfschmerzen kannte ich leider schon zu gut. Flöhe und Getier fiel auch aus. Also gingen wir alle zusammen zum Arzt, mischten erst das Wartezimmer und dann das Behandlungszimmer auf. Meine Ärztin hat eine Engelsgeduld. Sie verteilt sogar am Ende Gummibärchen. Aufgrund der Ansteckung mit anderen Kinderkrankheiten meide ich Kinderärzte, wenn es geht… und versuche das nach Möglichkeit bei meiner Allgemeinmedizinerin erledigen. Wie auch immer, Stress bleiben Arztbesuche trotzdem.  Schon nach den ersten Blicken war die Diagnose klar. Wieder Windpocken! Es gibt scheinbar Nichts, was es nicht gibt! 

Gestresst und mit dem Vorsatz:“Jammern Sie nicht- es gibt Schlimmeres!“ Beschlossen wir uns einfach die nächsten Tage zu verbarrikadieren. Vorräte haben wir… Hausaufgaben gibt es per Email, Sky- Fernsehen ist bezahlt und der Hund bekommt beim Gassi gehen ein Schild um: „…leider heute kein Smalltalk heute- wir haben Windpocken 😳“. Eier legen unsere Hühner, Salat wächst noch im Garten und zur Not können wir frisches Brot backen. 
Shit Happens

Schlimm.

Es war einmal eine Frau, die war frustriert vom Leben. Ungeliebt in der Kindheit – anlehnungsbedürftig als junge Erwachsene. Ein verzogenes und verwöhntes Mädchen,  die alles hatte, ausser Liebe. Sie lernte einen Mann kennen, bekam Kinder und war unzufrieden.  Unzufrieden mit sich und der Welt. Der Mann wurde  Alkoholiker und sie Tierschützerin. Sie hortete Katzen und Tiere im Haus und vertrieb ihren Mann in einen Wohnwagen vor die Tür.  Er starb- sie schaffte ihn in einen Friedwald und suchte sich potentielle neue „Rasen-mähenden-und-Hecke-schneidenden-viagra- gedopte-End-Sechziger“. Einer- etwas intelligenter als sie, machte eine Kosten- , Nutzen-  Aufstellung und nahm sie mit in die Stadt. Fortan kümmerte sie sich um Dinge, die ihr entweder nur Probleme bereiteten oder sie nichts angingen.  Sie vermietete ihr Haus und wollte allerdings eigentlich nur „mitwohnen“. Das bedeutete, sie bildete sich ein, bei den Mietern ein und aus gehen zu können wie es ihr beliebt und wie eine „Oma“ sich auch am Kühlschrank bedienen zu dürfen.  Denn der Freund aus der grossen Stadt hatte wohl eher mit einer Köchin und Putzfrau gerechnet, als mit einer ihm seine Freundinnen vergraulenden Alten. Promiscuity geht auch im Alter. 

Leider erfuhren das die Mieter auf dem Land erst nach und nach. Die Kinder wollten das nicht-sie konnten die Alte nicht leiden  und welche Mieterin will nachts schon viagra- gedopte End-Sechziger vor ihrem eigenen Bett stehen haben? 

Der Krach ist vorprogrammiert- allerdings ohne Aussicht auf Erfolg der armen Alten. 

Nun versucht sie alle möglichen „Fürsprecher “ für ihre geniale Idee einzukaufen. Und wenn es mit Holz und Werkzeug von ihrem Anwesen ist. Traurig für die,  die es so nötig haben. Aber…..ausser dass sie ihre Glaubwürdigkeit und langsam ihren Verstand verliert.

Die Mieterin sollte sie betrogen und belogen haben. Dumm nur, dass die ihre Miete ordentlich zahlt und sich auch sonst nichts zu Schulden kommen lässt. Davon abgesehen- wer hat sowas denn nötig? Wer hier lügt, liegt auf der Hand und abgesehen von einer Straftat ist das ganze ein Zeugnis für Distanzlosigkeit und beginnde, senile, verzerrende Wahrnehmung. 

Irre gibt es überall. ..Ähnlichkeit zu lebenden Personen oder Fällen besteht übrigens nicht. Es ist hier auf diesen Seiten ALLES 0frei erfunden und versteckte Tags existieren auch nicht…..

Man sollte das Verhältnis zu seinen Kindern liebevoll halten, damit man im Alter nicht auf der Straße steht, oder sich bei fremden Leuten einnisten muss.

Noch ein Schlussatz- Sozialbetrug ist strafbar und Beihilfe zum Sozialbetrug auch…Das kann in manchen Fällen sogar mit Freiheitsstrafe geahndet werden. Wenigstens ist dann keiner obdachlos ….

Gerade gelacht…

Meine Kinder brachten eine Warnungszettel wegen Kopfläusen aus der Schule mit. Da ich nicht sehr viel Ungeziefer beherberge, musste ich Google fragen, wer- wie – was…. Ich fand folgende Seite und lachte laut. Ob beim Schreiben wohl auch Alkohol verdunstet ist 😉 
3. Konsum von Alkohol und Essig
Alkohol und Essig sind auch verwendet worden, um Kopfläuse zu behandeln. Diese Flüssigkeiten haben eine ätzende Wirkung in der äußeren Hülle der Läuse sowie die Nissen-Shell. Wegen dieser Eigenschaft, sollten sie nicht auf verletzter Haut verwendet werden, da sie Reizungen verursachen. Außerdem sollte Alkohol weg von Live-Flammen verwendet werden, da es sehr volatil ist. Alkohol schafft auch eine beruhigende Wirkung, wie es verdunstet aus dem Kopf bietet eine vorübergehende Erleichterung zu Juckreiz.
http://www.dergesundheitde.com/5-naturliche-lause-behandlungen/

Stilblüten in der Küche

Töchterchen will mehr ‚Buntes Müsli (sinnlose Frühstückscerelalien…)‘  Ich: „Warum stopfst Du Dir das komische Zeug rein?! Es ist nur aufgeschäumter Zucker und …….Müll!“ Sie: „Nein! Ich liebe Schokolade…. Und Bakterien sind da auch drinn!!!“

Der Kleinste sieht Kuchen im Ofen: „Mama- ich will Kuchen!“ Ich: „Schatz, der muss erst fertig backen und kalt werden….“ Er, holt sich einen Stuhl, sein Stoffschaf und setzt sich vor den Ofen.     „Dann warte ich eben, bis er tot ist!“       ???????????????????

Ich putze Joghurt vom Teppich… Söhnchen kommt an, stellt sich neben mich und meint: „Oh, das war ich aber nicht.“ Ich seufze: „Ja- aber es ist wie immer- keiner war das!“ Er legt mir seine   kleine Hand auf den Rücken: „Ich hab Dich lieb Mama…..“ Pause. Dann: „Du brauchst eindeutig „Vanish Gold!““

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Tochter isst Gemüse-Suppe. Ich hatte Hähnchenbrust mitgekocht. Beim letzten (!) Stück Fleisch fragt sie: „Mama,was ist das für Fleisch?“ Ich, wahrheitsgemäß: „Hähnchen.“ Sie reißt die Augen auf und verzieht das Gesicht. „Ist das Huuuuuhn?“   Ich: „Nein Schatz, dass ist kein Huhn! Das ist Hähnchen und wir bauen nur Hühner an!“   Ich muss über mich selber grinsen… Söhnchen (immer noch 4)  neben mir :“Die Suppe ist lecker und ich liiiiieeebe Hähnchen, aber mir tun die Karotten leid!!!“

Es gibt Wiener Würstchen. Dank der Sonne hatten wir die letzten Woche öfters Bratwurst gegrillt. Söhnchen: „Warum grillen wir die Wienerle nicht?“ Ich: „Weil das blöd ist bei Wiener…“ Er: „Das wissen doch die Wiener nicht!“

Grundsätzlich sagt Söhnchen: “ …. ich will das- aber mitohne  Ketchup!“ Ich: „Wie jetzt- mit oder ohne? Mitohne gibt es doch nicht!“ Er: „Mitohne!!! Hab ich doch gesaaaaagt!    Mama- ich kann nicht lesen und schreiben aber Du!“ 

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Stilblüten… oder was denken meine Kinder eigentlich? 

„Ich will nächstes Jahr in die Schule, damit ich nicht immer der letzte bin, der aus deinem Bauch geschlüpft ist, Mama!“  Ehm, wer kommt denn dann nach ihm?  

Ich: „Sag mal, Sohn- bist Du blond?“ Sohn:“Nein, meine Haare sind soooooo- und ich habe schon die Zahnfee k.o. gehauen!“      …..?…. 

„Mama, kannst Du wieder so eine Erdbeerpizza machen?“ – Es war Tomaten,Käse und Mais darauf……

„Wir haben kein Internet, Schatz!“  Sohn sitzt Nase popelnd vor mir…….Plötzlich: „Dann sag dem blöden Inder, das ist nicht nett!!!“

Reflexion 

Habe eben gelesen, in einem anderen Blog- „wie sieht wohl die Welt aus, wenn Du alle deine Gedanken unzensiert und unreflektiert preisgibst…..würdest Du darin leben wollen? “

Gegenfrage- bräuchten wir einen Blog, wenn wir immer unsere Gedanken vorher zensieren und reflektieren? Ist es nicht die Diskussion und Veröffentlichung, die uns hilft, emotional mit „unserer“ Welt klarzukommen ???

Außerdem, wen interessiert durchdachtes, gefiltertes „Low Carb“Geschreibsel in einem Blog überhaupt? Sind wir nicht lieber alle Spanner und Exhibitionist- weil es sonst langweilig wäre?

Fotos

Ich habe gerade eine interessante Beobachtung gemacht. Wer sich mit Kunst beschäftigt und auch malt, hat es beim Fotografieren leichter… soweit logisch. Aber- wer mal versucht sich von Körpergefühlen leiten zu lassen… das ist sehr interessant. Fotografiert ein Mensch mit Hunger sein Essen spektakulärer als ein satter Fotograf? Ist Angst oder Phobie in Fotos unbewusst verarbeitet? Klar.

Wie geht es Euch? Macht ihr bessere Bilder aus Gefühlssituationen?

Schreibt mal Kommentare. Würde mich freuen.

Letzter Schultag

„Mama ich hab da einen superwichtigen Zettel im Sportbeutel!“ „DAS IST KEIN ZETTEL, SOHN! DAS IST DEIN ERSTES ZEUGNIS!“

Töchterchen: „Ich möchte verschiedene Pompoms basteln. Drei! In lila, liiilaaa und liiiiiiilaaaaaaaaa!“
Ja- Ferienzeit, Spaß – Zeit!

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