Was ich so tue…

…wenn ich nicht meine Sprösslinge hüte, putze, Gassi gehe oder Wäsche aufhänge?  Bloggen, malen und fotografieren  und mir kreative Dinge einfallen lassen.  Ohne DSL zwar zäher, aber nicht unmöglich und tatsächlich kommunikativer. Man redet mehr mit Leuten, wenn man das Internet nicht nutzt. Man hat mehr Zeit und trifft plötzlich auf die Ursprünge der eigenen Kreativität.  Ruhe und Gelassenheit,  Entspannung und Erholung. Verdienstausfall hin oder her, es hat etwas von einer plötzlich verschobenen Existenzgrundlage. Eine andere Wahrnehmung seiner eigenen Kompetenz?  Vielleicht sicherer und effektiver. Warten wir es ab.

Notstand

Da es im Moment hier in der Eifel  ganz angesagt ist- sein Geld in Immobilien zu investieren, diese herzurichten und an die Kommune für  Flüchtlinge zu vermieten,  hier mal ein Facebook Post :

Suche dringend : Kleines Häuschen für UNS!
Ja, mit Hunden – aber noch wichtiger, ich habe 3 Kinder! Die ich nicht aussetzen, verkaufen oder verschenken möchte.
Also sollten Kinder erlaubt sein, und die Geräusche und den Dreck, den Kinder machen, auch….. neben den Hunden natürlich, die ganz lieb,  still und gut erzogen sind!

Liebe Eifler,  ich bekomme Zusagen für Häuser, für mich und Tiere (!!!) – aber Kinder wären „nicht erwünscht“.
Oder man bietet mir Wohnungen ohne Garten und Balkon an, mit dem Hinweis, die Holztreppe „sei aber neu…und eigentlich nicht zum Benutzen gedacht!“ !!!!!!!!  WTF?
 
Das ist traurig – und für mich unverständlich, in einem  Landstrich, der über fehlende Kinder klagt. Wegzug und angeblichem Wohnungsleerstand.  

WIR RANDALIEREN NICHT, ZAHLEN PÜNKTLICH, HABEN NORMALE FAMILIENLAUTSTÄRKE UND TRAGEN SPÄTER ZU EURER RENTE BEI!!!

Was ist denn jetzt los?

649 Seitenaufrufe? Nur heute? Hmmm…da mag mich aber jemand. Oder was ist los…
Übrigens der Knaller des Tages war der, dass es keinen Zwei-Kombi-Bauschaum im Sprudelstädtchen gibt. Nö. Wegen einschliessen und extra Schlüssel, sagt der Baumarktmann und ach, keine Ahnung. Jetzt muss ich die Tür mir so einem Billig-Zeug ausschäumen und das ist verdammt schlecht… Sprudelstädtchen ist eben schlecht sortiert. Chinesische Essstäbchen gibt es auch nicht. Nichtmal in meinem Lieblingsladen. Dafür aber Schneckenbutter und Tiefkühlschnecken. 🙂 Die ich nicht esse, aber gefunden habe ich sie. Immerhin. Hier im Eifelwunderland lernt man mit Abstrichen zu Leben. Es gibt eben nicht ALLES. Leider auch keine „gut“ ausshenden Männer unter 55….
Übrigens ich sehe mir gerade DSDS an und ich würde auch BILLIONEN Mal für diesen Joey anrufen. Nein, der ist so, der nimmt NIX! Manchmal ist man einfach so. Ich auch. Manchmal…Ich mag ihn. :))

Schneetag

Heute Schneetag, will heißen,es hat sehr viel geschneit. Das bedeutet, hier ABSOLUTE Ruhe. Kein Autolärm von der Kilomter weit entfernten Bundesstrasse, weil der Schnee diesen verschluckt, sowieso kein Auto und einfach nur Nachbarn und Schnee. Eifel im Schnee.
Also was tun? Erst habe ich meine Buchidee, „Mache dieses Buch FERTIG“ rausgezogen und mit Söhnchen kreativ-gewerkt.
War lustig. Dann habe ich beim Milchschnitte-essen festgestellt, dass die Dinger nach Amaretto schmecken!???? Oder zumindest Alkohol.
Jetzt sitz ich übrigens hier und trinke ein Glas Rotwein aus meiner Heimat. Das Heimweh ist manchmal grösser als dieses Glas.
Man schmeckt die Sonne darin…Schnieeeef.
Hmmmmm….
Manchmal ist es schon fast unerträglich den Xavier im Fernsehen reden zu hören. Wirklich, scheiß Heimweh!

Tja, dann wieder der Pelikan-Deckfarbenkasten und zwischendrinn Salzteig. Hände Abdruck.
Oh, was waren wir kreativ.
Übrigens habe ich das Salzteigrezept nach bösen Erfahrungen, gegoogelt. Das Wasser-Salz-Mehl-Ding bröselte nach zwei Jahren nämlich von der Wand.
Hier das ULTIMATIVE Salzteigrezept:

2 Tassen Mehl
2 Tassen Salz
4 Esslöffel TAPETENKLEISTER (!!!!!!!)
und ca. 1 Tasse Wasser.

(Viel Erfolg.)

Tja und jetzt ist es hier wieder so still, Schnneetag eben. Die Kids schnarchen und ich finde es immer wieder unfassbar, dass es irgendwo in Deutschland soviel Ruhe am Stück geben kann!

Eifelschnee 2

Wir ertrinken hier im Schnee.
Ich habe in Deutschland noch nie soviel Schnee gesehen…
Ein halber Meter und das Problem wohin mit 3 Meter hohen, zusammengeschaufelten Schneemassen. Mein Nachbar hat es seinem Nachbarn auf den Parkplatz geschaufelt. Der wurde sauer und schaufelte es wieder zurück. Wir Deutschen haben ein Schnee-Problem, oder? Ich glaube in den Alpenländern wird ausschließlich „plattgedrückt“. Irgendwann weiß ja sonst keiner mehr, wohin mit dem Zeug.
Leider habe ich keine Zeit zum Skifahren, ich beschränke mich da eher auf „Extrem-Kindergarten-bringing“!

Eifelschnee

Ja, heute war es dan soweit, der erste Schnee für diesen Winter, der auf der Strasse liegen bleibt.
Gestern, der Puderzucker auf den Wiesen, zählt nicht. Jetzt geht’s also los. Eifelwinter die Dritte!
Ich denke dass ich besser die Thermo- Matschhosen suchen sollte… Das wird ein riesen Spass im Kindergarten.

Softshell und Pumps

Tja, das mit der Mode ist so eine Sache in der Eifel. Einerseits ist Frau ja schon „Frau“ und liebt Schuhe und schöne Klamotten, andererseits ist es hier immer ziemlich kühl (eher affenkalt…) und es ist erfahrungsgemäß ziemlich besch… beim Gassi gehen oder Kinderwagen durchs Gelände schieben, mit Pumps in Kuhscheisse zu stehen. Fast alle Schuhe die ich besitze halten Dornrösschenschlaf in einer Ikea-Tüte, denn seit Wochen renne ich mit Lands-End Schuhen aus dem Haus.
Handgestrickte Wollsocken dazu, sind hier sowieso ein „Must have“.
Chic ist hier nicht gefragt. Eher Jeans, Turnschuhe (die nennt man „Outdoor „-Treter) und Fleece-Zeug (iiiiiiiiigit) ist hier das gängige Erscheinungsbild.
Mehr oder weniger aus Zwang zum Praktischen musste ich mir eine windichte Jacke anschaffen. Meine Oma sagte immer „Übergangsjacke“ dazu. Also ich mit Kindern zum Inter-Sport und das Wort „Übergangsjacke “ noch garnicht benutzt, aber das praktischste Ding überhaupt,schon an! Softshell in der kommenden Saisonfarbe grün mit Taillenschnitt. Ich bin eitel, deswegen muss man wenigstens am Schnitt und dem Markenlabel erkennen,dass ich mir Mühe gegeben habe,wenigstens „gut“ praktisch auszusehen. Die Pumps ruhen weiter, Jacken Mäntel für Feiertage auch. Das Geschäft meiner Zukunft hat nette Verkäuferinnen, die alle keine Pumps tragen, also vermisst die hier auch keiner.

Dorfidyll

Jetzt leben wir seit ein paar Wochen auf dem Land, andere Umgebung und irgendwie gleich ein anderes Leben.
Es ist hier sehr entspannend und idyllisch, fast zu schön um wahr zu sein.
Da wir vorher zwar auch eher in einer Kleinstadt lebten, aber dORT trotzdem sowas wie Alltag und Verkehr herrschten, fühle vor allem ich mich im Moment wie im Urlaub. Kaum ein Auto, weil es hier kein Durchgangsverkehr gibt, jede Menge Tiere um einen herum, manchmal ein paar fremde Urlauber oder Wanderer, Rentner, die hier leben und den ganzen Tag in ihrem Garten hantieren oder sich vor ihrem Haus auf einer Bank sonnen. Pferde zwischen den Gründstücken auf kleinen Koppeln, Ziegen oder Kühe. Schwalben an den Häusern und kleine vereinzelte Misthaufen der letzten Bauern hier im Dorf. Das Ende unserer Strasse wird zu einer schönen Allee und da steht ein altes Haus mit Lilien im Garten und alten Bäumen. Wünderschön renoviert, weiß gestrichen mit kleinen Giebelfenstern und weißem Kies vor dem Eingang. Dort spielt jeden Tag jemand Geige, wenn ich mit den Hunden dort vorbeilaufe. Vieleicht leben die Leute da, vieleicht ist es aber auch nur das Ferien- und Wochenendhaus der Leute. Ich freue mich jeden Tag darüber hier immer wohnen zu dürfen, und genieße, nicht nur für einen Urlaub.

Mal sehen, ob es die Telekom schafft!

Bin gespannt, mein erster Umzug 3 Tage ohne Telefon, der zweite 3 Wochen! Der dritte dann 2 Monate, der vierte 9 (!!!!!!) Wochen!
Ich will ja nicht unken,aber ich wenn dann mal nichts von mir kommt, ich hänge in der Eifel fest, ohne Kommunikation, weil neues Heimatdorf auch noch Funkloch ist!!!!!
Habe übrigens 12 Jahre Telekom Erfahrung in Allem, mal sehen wie das nun bei dem Anbieter mit der hübschen Frau und Brad Pitt klappt….
Werde meine Farben bereithalten, malen soll ja beruhigen !

Hier kein Sommer…

Mich plagt Heimweh, Heimweh nach „normalen“ klimatischen Bedingungen.
Sommer, Sonne, Hitze, blauer Himmel und Biergartenfeeling auch am Abend.
Wärme, abends draußen sitzen, ohne Jacke, schlafen in feuchten Tüchern, weil es einfach zu heiß ist.
Heiße nächte in jeder Beziehung…
Hier ist das anders, Höchsttemperatur 31 °C im Hochsommer (dann ist schon Ausnahmezustand und alles stöhnt!), nachts dann mindestens 10°C weniger!
Sonne hat man hier selten,
kürzer und weniger, denn die Berge mögen keine Sonne habe ich festgestellt. Es fehlt die Leichtigkeit, die Wärme, die an Süden erinnert. Die Fruchtbarkeit der Natur, denn hier gibt es selten Obstbäume, da die Blüten regelmäßig verfrieren. Kaum die Auswahl an Blumen, die man sich für eine bunte Sommerwiese vorstellt.
Ohne Holzofen ist man hier aufgeschmissen, denn der wird selbst im August noch abends benötigt. Ich habe noch nie soviel Schnee gesehen wie in diesem Jahr (zeitlich und am Stück)!
Dafür haben wir hier jede Menge Platz. Jeder Haushalt hat mindestens einen Benzinrasenmäher oder einen kleinen Traktor, um die Wiese am Haus zu mähen. Pferde hat hier auch fast jeder, oder Ziegen, oder mindestens einen Riesenhund! Leider macht das nicht warm, zaubert die Sonne nicht hervor, gibt mir nicht das Gefühl im Süden zu sein, mit einem Segelboot vor meinem Wohnzimmerfenster………..

Es wird Sommer…..

Gestern fuhren wir ein kurzes Stück durch die Eifel. Aber in dieser Viertelstunde wurde mir wieder einmal klar, wie seltsam dieser Landstrich sein kann. Hier kommen Leute her, mit dem Rad, um dann mitten auf einer Kuhwiese zu rasten und sich mit Kühen zu unterhalten. Oder um an einer belebten Strasse mal die Hose aufzumachen und zu pinkeln. Gut sichtbar, auch aus 50m Entfernung! Prima Leute!
Oder das Paar, dass sich in seinem Vorgarten sonnt, in etwas anstössiger Position. Ich meine, wer liegt den schon in seinem Vorgarten mit blondierten Iro und seine Frau sitz auf einem ???
Dann war da noch die Oma vor ihrem Haus, mit riesen Kopfhörern in der Sonne und …