Mein liebstes Gedicht

Seit ich es als Teenager einmal irgendwo las. …

Verpaßt

Zwei Vögel flogen aneinander vorbei
kurz streifte sich ihr Gefieder
der eine flog nach Norden, der andre nach Süden
–im Herbst blüht nirgendwo Flieder
in der Wüste sind die Tränen zu teuer
und im Vakuum weht kein Wind

irgendwie war das Wasser zu tief
– ich armes Königskind!

Jörn Pfennig(*1944), deutscher Dichter und Lyriker
Quelle: An Voltaire, am 12. Mai 1760

Mütter-Blog

Was musste ich da eben lesen?
In einer Zeitschrift, die in der Apotheke kostenlos herumliegt. „Mütter-Blogs“ sind total angesagt, bloggende Mütter beschreiben „Witzige Alltagsbeobachtungen“, „Wenn Mama im Gefühlschaos steckt“ oder „Erfüllt von Job und Kindern, aber arm“.
Aha, hier liest einer heimlich mit.
Auch ziemlich zutreffend ist die Beschreibung der bloggenden Mama und Künstlerin: „Der Blog ist oft persönlich und übertrieben und nach fünf Jahren Schlafentzug bin ich nicht mehr tolerant.“ DAS bin eindeutig ich. Sogar die Anzahl der Kinder stimmt.
Zumindest ist es beruhigend zu wissen, dass ich nicht mehr das Gefühl haben muss, so interessant zu sein, wie der Sack Reis in China, umfallender Weise, sondern dass es für den frappierenden Einblick in ein dreifaches Mama-Alltags-Dasein, tatsächlich interessierte Leseabnehmer gibt.
Satirisch versuche ich zu sein, witzig auch, aber am Meisten ist ein Mama-Blog doch wohl ehrlich, oder? Ich kann nicht über Mode bloggen, den die Eifel bietet nur Outdoor, kochen tut auch jeder, ist auch nur manchmal interessant, Klugscheissen ebenfalls und für die täglichen News verdienen andere Geld. Also, wo ist meine Lücke? Im normalen Wahnsinn, bei meiner Berufung, meinen Kindern, meinem Wischmopp und der abwaschbaren Tischdecke über dem Kolonialstil-Tisch. Neues von Lidl, der Erkenntnis der Woche und dem Musiktipp des Haushaltes. Was wollt ihr mehr? Liebe, Herzschmerz und die irren Wirrungen- all inclusive. Vieleicht nicht ganz so öffentlich, den eine Privatsphäre hat auch eine bloggende Mutter, auch wenn die, in der Öffentlichkeit heutzutage ja alles entblösst, körperlich, denn stillende Mütter sind immer wieder, und Gott-sei Dank, immer noch, ein optisches Highlight.
Danke dem „MuttiBlog“ für diese garstige Erkenntnis.
Den Wahnsinn zwischen Wickeltisch und modischem Kochtopf oder so, den gibt es also hier. Nicht erfunden und wegen dem akkuten mütterlichem Zeitmangel auch in überschaubarer Leselänge. Nicht immer öffentlich, aber mit Herz und garantiert inspirierend, wie so nett in diesem Artikel beschrieben „…macht den Besuch zu einem kleinen Event…“ 🙂

Das sollte man sich ansehen. …

Shadow Dancing

Tatort mit Til…Hä?

Das war er also, der „Tatort mit Til“. Ganz ehrlich, das war ja Körperverletzung. Nach zwei Minuten musste ich die Lautstärke fast verdoppeln, oder den Kopf seitlich drehen, denn entweder habe ich ADHS, oder ich bin beim Zuhören neuerdings komplett überfordert. Oder halb taub.
Als die Szene dann mit dem Nachnamen kam, war ich wenigstens etwas beruhigt. Er gab es zu: „Tschiller, ich nuschle…“ Gut. Ich brauche also kein Höhrgerät und der Tinitus vom Rummgeballere auf voller Lautstärke geht bis nächstes Jahr, zur 2.Folge bestimmt weg…..

Snow white and the huntsman

Hab ich mir vorhin angesehen. …Ganz ehrlich? Bin fast eingeschlafen. Zu langatmig. Zu langweilig. Zu abgedroschen. Und nicht mal die Zwerge machen mehr als einen kleinen Lacher. Etwas Witziges wäre auflockernd und abwechslungsreich gewesen. Und das Ende? Etwas mehr Sex and Crime, oder wenigstens ein märchenhaftes Ende wäre angebracht. Das war ja lauwarm. …. Hätte…… könnte…..Naja. Ich hab eher noch Orlando Bloom erwartet als Elf 😉 oder ne gute Musik wenigstens. Mittelmäßig— oder sind wir heute schon viel zu verwöhnt?