Und wenn…

Und wenn…

… das Ende nicht gut wird, war es auch nicht das Ende!   Oscar Wilde

Ja- und ich hab mir soviel Mühe gegeben für ein dramatisches, schlimmes Ende, dass es ja nicht geht- wenn es nicht ein „aufstehen…, Frisur  richten …, weiterwanken und : dieses Ding zu Ende bringen! “ ist.

Es ist noch alles da. Festgestellt, verdammt genossen und wahnsinnig erleichtert !           Wir müssen es nur wieder zusammenpuzzlen…

Rabenmutter 2 …oder wir finden Nemo

Eigentlich war Weihnachten sehr entspannt.

Unser „organisierter“ Weihnachtsbaum steht noch und macht tatsächlich auch eine gute Figur. Es war eigentlich  wie immer. Ich gab mir Mühe, mit dem Essen, es gab Ente aus dem Ofen mit Orangen-Rotwein-Sauce, kleine Mandelkroketten und Bohnen im Speckmantel, am Heiligen Abend, weil wir ja nicht Zuhause sein wollten an den Feiertagen. Es gab zweimal ein Puppentransportset für Töchterlein, allerdings ohne Puppe! Wer verkauft so eine blöde Idee eigentlich ?  Buggy, Tragetasche, Wickeltasche und Wippe, alles für eine Puppe und dann allerdings ohne Puppe! Das Gesicht meiner Kleinen war etwas schockierend, weil von den gefühlten 40 Puppen ausgerechnet keine einzige die richtige Grösse hatte, um das Geschenk richtig zu spielen….   Ich überlege immer noch der Herstellerfirma eine Email zu schreiben….                   Es gab den Lego Falken für Sohnemann, und diverse Minions-Mega Blocks Dinger für Söhnlein-klein und den Schulranzen mit dem passenden Lego-Ding für Töchterlein.  Das Thema Lego war ziemlich stark vertreten dieses Jahr und so türmen sich die Packungen, auch  mit unechtem Lego im Wohnzimmer. Warum liefert Lego eigentlich keine Tupperdosen mit? Dann hätte man weniger Arbeit beim Bauen und immer wäre alles schön sortiert. Man könnte die Dosen im Schrank stapeln übereinander und so manche Hausfrau würde ausflippen vor Freude, noch mehr Tupperdosen „legal“ horten zu dürfen, oder?

Am zweiten Weihnachtsfeiertag planten wir spontan doch lieber Zuhause zu bleiben,-  vom Fahren und Familie besuchen waren wir alle leicht angeschlagen – und genau da fing das Chaos an. Es begann damit, dass ich auf der Couch wach wurde, weil ich abends beim telefonieren mit einer Freundin eine Flasche Rotwein befeierte und dann mit dem Kopf auf dem Ipad eingeschlafen war. Selbst schuld sagte ich mir und versuchte tapfer mir nichts anmerken zu lassen. Mein Kaffee lief schon, ich hatte den Start schon mal geschafft, als Söhnlein-klein plötzlich beschloss die Erdbeeren in der Cornflakes-Packung zu suchen,-die ja schließlich darauf abgebildet sind und steckte seinen kleinen Kopf in die Schachtel. Riesen Geschrei am Frühstückstisch. „Ich bekomme den Kopf nicht raus!“ schrie die Packung. „Ich esse diese Cornflakes nie wieder!“ schrie meine Tochter und :“Der sabbert da rein!“ , der große Bruder .  „Was soll die Scheisse???“ schrie ich.                           Überall Cornflakes, die zwar von A. oder L. waren, aber trotzdem, eine Packung Cornflakes war erst einmal auf dem Fussboden und nicht mehr essbar. Söhnlein wieder aus der Packung, aber ziemlich staubig und stellte mit einem relaxten Schulterzucken fest: „Es sind gar keine Erdbeeren darin, Mama!“

WTF?

Auf dem Weg zur Küche hörte ich noch meinen grösseren Sohn lamentieren: „Timmy, lass die Lego Dose stehen, die Mama muss die Cornflakes wegkehren!“  Aber dann meine Tochter:“Zu späääät“, und im gleichen Moment das Geräusch, wie wenn jemand eine grosse Tupperdose mit Legosteinen darin schüttelt. Nur war die Dose nicht richtig zu!Zu den Cornflakes kamen also noch Legosteine. Wie hieß noch mal dieser Barbie-Film mit der sortier-faulen Braut, die Tauben einstellt? Kann man die anrufen, dass sie mit den Tauben vorbeikommt? Drei Nüsse habe ich noch….

In der Zwischenzeit fummelte mein grosser Sohn an meinem Ipad. Wenn ich das geahnt hätte! Ich hätte es ihm direkt aus der Hand gerissen. Er fand dieses Video – Confident von Demi Lovato.  Also waren die drei erst einmal beschäftigt und ich kehrte die Conrnflakes-Lego Mischung zusammen. Sortieren mussten sie später selbst. Ich beschloss kurz mit unserem Hund in den Garten zu gehen, aber es wissen die Götter, was Söhnlein-klein mit der Leine getrieben hat, jedenfalls dachte ich, der Karabiner sei zu und öffnete die Tür. Der Hund zog, spürte keinen Wiederstand und rannte los.   Eigentlich ist er abgerichtet, ausgebildet und ein Musterhund an gutem Benehmen, aber irgendwie liebt er Hühner. Wie ein Panzer in voller Fahrt walzte er den Hühnerzaun nieder, fasste das erst beste Huhn und schüttelte es. Ich mit riesen Geschrei hinterher. Das Huhn war auf der Stelle tot, ich rutschte im Schlamm in der Hühnerkacke zweimal aus, bevor ich ihn zu fassen bekam und aus dem Gehege ziehen konnte. Das tote Huhn müsste ich später irgendwie verschwinden lassen müssen. Voller Schlamm zog ich den Hund ins Haus und in die Dusche und befreite ihn von den Federn und der Hühnerkacke. Dann huschte ich unter die Dusche und hörte im Wohnzimmer schon das Geschrei wegen einem nassen, frisch geduschten Boxer, der wohl versuchte, mit den Kindern zu spielen. Es war ein fröhliches Geschrei, das immer noch untermalt wurde, von dem Musikvideo ‚Confident‘, also war es nicht schlimm.

Dann passierte es- Söhnchen sagte: “ Mama, wer ist diese Frau?“

Welche Frau??? Er meine die Frau in dem Video, also sah ich kurz hin. „Ich denke Demi Lovato…“  „Neeeiiiinnn……..die andereeeee!“  „Keine Ahnung, warum?“ „Die ist so cool!“  Ich sah mir also das Youtube Video an und sah im Abspann ihren Namen: Michelle Rodriguez.      Alles klar. Also Geschmack hat Sohnemann ja. Er ist zwar erst sieben Jahre alt, aber Respekt. Aber mal etwas anderes…..ich googelte schnell per Handy…..sie ist 37!!!!!  Oh mein Gott!     „Aber sie hat sooooo einen coolen Bauch!“     Bauch????? Coolen Bauch?????  Ich war schockiert :“ Schatz, die ist so alt, wie ich-und ich bin Deine Mama!“ „Jaaa und? Trotzdem ist sie hübsch, kannst Du sie mal anrufen, dass ich sie besuchen komme???“   Ich fiel fast rückwärts Richtung Christbaum….jedenfalls begann ich zu schwanken.      „Ehm, ich glaube die wohnt ganz-ganz- ganz weit weg!“  Damit gab er sich aber nicht zufrieden. Ist ja mein Sohn, also warum auch. Die Diskussion, warum wir Michelle Rodriguez nicht besuchen können zog sich den ganze restlichen Vormittag und beschäftigte die Kids für eine Zeit. Knete, Filzstifte und kleine Perlen, mit denen man Armbänder und Ketten basteln kann, sind bestimmt gut gemeinte Geschenke. In Wirklichkeit sind es Hinweise der Schenker, dass man entweder nicht viel zu tun hat, dass sie mich nicht leiden können, oder einfach dumm sind, weil nicht bedacht wird, was drei kleine Kinder mit Dingen unter 1cm Durchmesser alles anstellen können! Den restlichen Tag verbrachte ich damit, Knete aufzusaugen, Perlen zu suchen, auch unter den Schränken, nicht auzurutschen darauf, wenn ich irgendein Kind retten musste, das darauf ausgerutscht war….   Oder – den Hund davon abzuhalten versuchte, die Dinge nicht mit seinen Hundefutterkroketten zu verwechseln…..Es gab noch vier leicht Verletzte, es wurde dreimal ein Eispack gebraucht und ungefähr 60cm Pflaster für eher imaginäre Wunden. Michelle Rodriguez war immer anwesend, wenigstens im Video und im Kopf meines Sohnes.  Es wurde sogar mein Weihnachtsgeschenk noch gefunden, von dem ich schon seit Wochen erzählt bekam- „Selbstgebautes Badesalz- Mama!“ Alles in bester Ordnung sozusagen.

Heute müssen wir uns erholen….von gestern …. Und das ist auch notwendig. So und nun: “ An Alle, die denken, ich hätte nichts zu tun : Stört unseren Familienfrieden nicht! Ich habe einfach keine Lust und bin nicht erreichbar.  Pech! Wir gucken ‚Findet Nemo‘! Klopft nächstes Jahr  wieder an, wenn ich alle Legosteine und Perlen gefunden habe…“

Liebe Nachbarn!

Da Euer Leben scheinbar traurig und stinklangweilig ist, mach ich Euch ein Angebot.  Ich filme unseres für Euch!

Dann könnt ihr auch endlich aufhören zu spekulieren, was ich so tue, oder ob ich meine Kinder misshandle, nur weil es wegen einer falschen Joghurtsorte ein Mortzgeschrei gibt. Oder ihr könnt dann miterleben, warum ich rumstöhne mitten an Tag- wenn ich 20kg schwere Wäschekörbe aus dem Keller schleppe…. Warum man sein eigenes Wort nicht versteht, wenn drei kleine Kinder in der Badewanne unbedingt  Ninjago- spielen und  dabei :“ Hiiiilfe- rettet uns – Sensei…!!!“ brüllen, …der Hund beim Staubsaugen bellt und ausrastet…

Wie schon einmal erwähnt,  weder der Postmann noch der Schornsteinfeger weiss, wer in meinem Bett liegt und wenn ihr es wissen wollt, fragt mich, nicht die, den die sind es nicht! Die kennen noch nichtmal die Einrichtung in meinem Wohnzimmer. … Spekulieren ist strafbar….stalking gibt sogar Knast, das wisst ihr hoffentlich. …

Also kauft das Video. Je nach aufgenommener Tageszeit ist der Preis im dreistelligen Bereich- also billiger als Euer Überwachungsmist am Haus.

Dann habt ihr was zu tun…und spätesteste wenn ihr gesehen habt, warum öfters mal das Klo überläuft- nehmt ihr auch ab. Kinder stellen  eben einiges an, leider auch im Bad, in der Küche oder vor der Tür!

In den ersten 24 Stunden nach der Erstbestellung gibt es das Zweite übrigens zu 30%!!!

 

 

Klemme

In der Klemme stecke ich.  Söhnlein klein- hat sein Schmuseschaf mit Kuli angemalt aufgefunden. Täterin: Töchterlein, auch noch klein.
Nein- nein, nein!

Ich habe versprochen, es wieder gut zu machen.
Aber ich übersah die rote Strumpfhose in der Trommel. ……..als ich die weisse Wäsche hineinstopfte…….
Jetzt hab ich ein dickes Problem.
Ein rosa Schaf.
Eine rosa Dörte.
Bleichen fällt aus- eine Geschichte, dass die rote Beeren gegessen hat, auch.
Meine Kreativität ist bei 3 Kindern und 3 Lieblingskuschelviehchern etwas überfordert,  manchmal.

Urlaub- plötzlicher Tod? Reise zu Papa, Masern, Ausflug zum Getränkemarkt um Malzbier zu kaufen,  usw… hatten  wir schon.
Amazon?
Klar 23,99 Euronen.
Aber das ist nicht seine Dörte.
Ich hab noch 4 Stunden um eine Erklärung zu finden. Weil ich so dämlich bin…..
OMG

Es passt heute

HELLO
……          zum Lied hier
ADELE

SONGTEXT

Hello,
it’s me
I was wondering if after all these years
You’d like to meet,
to go over
Everything

They say that time’s supposed to heal ya
But I ain’t done much healing
Hello, can you hear me?
I’m in California dreaming about who we used to be

When we were younger
and free

I’ve forgotten how it felt before the world fell at our feet
There’s such a difference
between us
And a million miles

Hello from the other side
I must’ve called a thousand times
to tell you I’m sorry
for everything that I’ve done

But when I call you never
seem to be home
Hello from the outside
At least I can say that I’ve tried
to tell you I’m sorry
for breaking your heart
But it don’t matter,
it clearly doesn’t tear you apart anymore

Hello
how are you?
It’s so typical of me to talk about myself
I’m sorry

I hope
that you’re well
Did you ever make it out of that town
Where nothing ever happened?
It’s no secret
That the both of us are running out of time
Hello from the other side
I must’ve called a thousand times
to tell you I’m sorry
for everything that I’ve done
But when I call you never seem to be home

Hello from the outside
At least I can say that I’ve tried
to tell you I’m sorry
for breaking your heart
But it don’t matter,
it clearly doesn’t tear you apart anymore
Ooooohh, anymore
Ooooohh, anymore
Ooooohh, anymore
Anymore

Hello from the other side
I must’ve called a thousand times
to tell you I’m sorry
for everything that I’ve done
But when I call you never seem to be home
Hello from the outside
At least I can say that I’ve tried
to tell you I’m sorry
for breaking your heart
But it don’t matter, it clearly doesn’t tear you apart anymore

Crêpes und acht Jahre warten…

Meine Oma, Jahrgang 1923, eine liebenswerte, einfache, praktische Bauersfrau, lernte mit 17 meinen Opa kennen. Dann kam der Krieg. Sie verloren sich. 1943 erfuhr meine Oma, dass mein Opa in russische Gefangenschaft gekommen ist. Sibirien, irgendwo in einem Lager,Braunkohle abbauen. Sie bekam öfters Post, so wusste sie, dass er noch lebt. Sie wartete. Dann, als einer der Letzten wurde er befreit. Krank, abgemagert, kaum wiederzuerkennen. 1950 heiratete mein Opa meine Oma. Nach acht Jahren, warten, hoffen und lieben.
Früher, in ihrer alten Wohnung standen wir oft am Herd, backten Crêpes, bestrichen sie mit Quittengelee und meine Grosseltern erzählten. Von Zigarettendosen aus alten Konservendosen gebaut, Kriegs-Fotografen auf Motorrädern, Weihnachten mit Wollsocken-Fäden-Lametta an selbstgebastelten Holzbäumchen und der grossen Liebe, und das gemeinsam Sterne ansehen, das Einzige sein kann.

Hier mein Crêpes Rezept:

5 Eier
etwas Salz (weniger als Messerspitze)
1 Liter Milch
einen Stich geschmolzene Butter (oder Öl)
soviel Mehl, dass der Teig cremig, nicht wassrig aber auch nicht zu dick ist.
Alles verrühren, nicht mixen!
Öl in der Pfanne und
VIEL ZEIT!

Den Teig sehr lange stehen lassen, mindestens eine Stunde. Damit das Mehl quellen kann.
Backen und dann mit Quittenmarmelade, z.B. von „Bonne Maman“ bestreichen..