Die Naivität der Europäer

Europa überweist Milliarden an die Ukraine. Monat für Monat. Paket für Paket. Und verkauft das als notwendige Investition in Sicherheit, Freiheit, Werte. Klingt groß. Fühlt sich sauber an. Ist es aber nicht.

Denn während man in Brüssel – und ja, auch in Europäische Union-Papieren – von „Stabilität“ spricht, wächst draußen etwas anderes: Zweifel. Leise, aber hartnäckig.

Belgien gehört nicht zu den lautesten Trommlern dieses Kurses. Kein großes Pathos, nichts an moralisches Dauerfeuer. Eher dieses typische: mittragen, aber nicht vorwegmarschieren. Zahlen, ja. Fragen, auch. Vor allem hinter verschlossenen Türen. Man merkt: vollständige Überzeugung klingt anders.

Anders in Deutschland, anders Frau von der Leyen- man könnte meinen sie bekäme Bonuspunkte im Milliarden-Couponheft.

Und dann ist da die Figur im Zentrum: Wolodymyr Selenskyj. Für viele ein Held. Für andere ein geschickter, ausgebuffter Kommunikator, der genau weiß, welche Bilder wirken, welche Sätze sitzen. Vertrauen? Das ist keine Pflichtübung. Er ist immerhin Schauspieler mit Erfahrung im Weltdiktator- Spiel (ist bei Google ersichtlich). Vertrauen wächst bestimmt auch deshalb nicht automatisch, nur weil jemand auf der „richtigen Seite“ steht.

Was kaum jemand offen sagt: Diese Milliarden fließen in ein System, das wir nur begrenzt kontrollieren. Krieg ist kein Buchhaltungsseminar. Transparenz endet oft dort, wo es ernst wird. Wer glaubt, dass jeder Euro sauber nachverfolgbar ist, glaubt auch an perfekte Baustellenabrechnungen. Nett gemeint, aber lebensfremd.

Und während Europa zahlt, verschiebt sich der Maßstab. Plötzlich wirken eigene Probleme kleiner – oder werden kleiner gemacht. Infrastruktur, Bildung, soziale Spannungen: alles da, alles teuer, alles dringend. Aber irgendwo hat man sich entschieden, dass geopolitische Moral gerade Vorrang hat. Kann man machen. Muss man aber erklären. Ehrlich erklären.

Was zusätzlich stört: der Ton. Wer Fragen stellt, steht schnell im falschen Licht. Als wäre Skepsis schon Verrat. Dabei ist genau das der Punkt, an dem Demokratien sich unterscheiden sollten: Geld ausgeben und trotzdem kritisch bleiben. Denn es könnte wer zurück haben wollen!

Am Ende bleibt ein schaler Beigeschmack. Europa handelt, ja. Aber nicht geschlossen überzeugt, sondern eher getrieben – von Druck, von Bildern, von Erwartungen.

Belgien zeigt das ganz gut: mitgehen, aber nicht jubeln.

Geiler Sch…

Deutschland gilt laut neuesten Studien als das ungesündeste Land in Europa …

Belgien etwas weniger – aber ganz ehrlich: Hier essen die Leute genau das, was auf dem Bild zu sehen ist. Knabbel-Bacon aus der Tüte. Das ist gepoppter Schweinespeck …

Ich liebe das Zeug.

Oder Fritten mit Mayo – oder Sauce Bernaise .

Welche Diät?

So viel zur Theorie über gesunde Ernährung.

Würde

Wie kann man es schaffen, sich mit einer sogenannten „elitären Ausbildung“ dermaßen daneben zu benehmen? Das ist noch milde ausgedrückt, finde ich. Der Typ lügt im Dreivierteltakt, ist arrogant, würdelos und macht sich über andere Menschen lustig – egal ob behindert, arm oder krank. Null Empathie, null Anstand und null Respekt!

Lügen? Haben wir gestern gesehen – Stichwort Wehrdienst …

Würde? Anstand und Respekt? Jeder, der nicht arbeitet, ist ein Faulenzer und ein Schmarotzer. Jeder, der sich dagegen ausspricht, ist ein rechtsradikaler Genosse, wobei ich mir nicht sicher bin, ob er diese Definition überhaupt versteht – falsch angewendet!

Jeder, der kein Latein kann, darf verarscht, betrogen und belogen werden – denn er ist nicht „seine Klasse“!

Nicht meine Meinung – die des Vorturners 🤡

Übrigens hat man gestern im ZDF über seine elitären Wurzeln berichtet.

Wen interessiert sowas, wenn sich Otto Normal-Gebildet kein Sprit kaufen kann, um zur Arbeit zu fahren?

Vielleicht …

… sollte mal die Drogenfahndung nach Berlin schicken.

Denn dann wäre der ganze Haufen im Ar…

Kokain wirkt stark stimulierend auf das zentrale Nervensystem, vor allem durch die erhöhte Ausschüttung von Dopamin. Das führt kurzfristig zu einem Gefühl von Energie, Klarheit und gesteigertem Selbstvertrauen. Genau hier liegt das Problem: Die eigene Leistungsfähigkeit wird häufig überschätzt.

Unter Kokain-Einfluss fühlen sich Menschen wacher, kompetenter und überlegen, als sie tatsächlich sind. Risiken werden unterschätzt, Entscheidungen impulsiver getroffen. Das kann sich in gefährlichem Verhalten äußern – etwa im Straßenverkehr, bei finanziellen Entscheidungen oder in sozialen Konflikten.

Die sogenannte „Bewusstseinsüberschätzung“ ist dabei kein Zeichen realer Stärke, sondern eine verzerrte Selbstwahrnehmung. Nach Abklingen der Wirkung folgt oft das Gegenteil: Unsicherheit, Erschöpfung und ein deutlicher Einbruch der Stimmung.

Kurz gesagt: Kokain hebt nicht die Fähigkeiten – es verschiebt nur die Wahrnehmung davon. Und genau das macht es so riskant.

Also ich meine nicht die Insassen des Zoos oder einer psychiatrischen Einrichtung, sondern unsere Regierung .

Punkt

Fernsnulmes oder die Deepfake- Nullrunde

Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich Dinge erledigen können. Eben noch Schlagzeilen, Empörung, moralische Aufladung – und jetzt? Funkstille.

Als klar wurde, dass Christian Ulmen offenbar keine „Deepfakes“ verbreitet hat, sondern mit Einverständnis Zugriff auf die Social-Media-Kanäle von Frau Fernandes hatte – inklusive Kreditkarte –, war die Geschichte plötzlich… durch. Einfach so.

Vorher klang das noch ganz anders. Bei Der Spiegel und in der Tagesschau wurde das Thema groß gefahren. Dramatisch genug, um perfekt in die aktuelle Debatte zu passen: digitale Gewalt, Desinformation, Regulierung. Die üblichen Buzzwords standen geschniegelt in der ersten Reihe.

Und jetzt? Keine klare Klarstellung ? Keine klare Korrektur. Kein „Moment, das war vielleicht vorschnell“. Stattdessen: weiter im Programm.

Blamage vertuschen funktioniert mit übergehen immer gut. Soweit.

Das Muster kennt man langsam. Erst wird ein Fall maximal aufgeladen. Empörung funktioniert schließlich zuverlässig. Daraus entsteht Druck – politisch, gesellschaftlich, medial. Und genau dieser Druck ist praktisch, wenn es darum geht, neue Regeln durchzusetzen oder bestehende zu verschärfen. Gerade im digitalen Raum, wo sowieso viele nur darauf warten, endlich „durchzugreifen“.

Dass viele große Plattformen aus den USA kommen, macht das Ganze politisch noch attraktiver. Da lässt sich Regulierung gleich doppelt gut verkaufen.

Blöd nur, wenn sich die Ausgangsgeschichte nicht hält.

Dann wird es leise. Sehr leise. Die große Welle läuft einfach aus, ohne dass jemand groß erklärt, was da eigentlich schiefgelaufen ist. Zurück bleibt das, was hängen bleibt: der erste Eindruck. Der ist bekanntlich der langlebigste.

Und der Mensch, um den es ging? Der Beschuldigte „Mann“? Für den gilt dann irgendwo zwischen Schlagzeile und Schweigen noch die Unschuldsvermutung. Theoretisch zumindest. Genuschelt wird Unschuld, nur interessiert das ja nicht.

Was komplett fehlt: irgendeine Form von Aufarbeitung. Keine breite Diskussion über vorschnelle Berichterstattung. Keine Empörung über mögliche Falschbeschuldigungen. Kein Korrektiv. Einfach nächstes Thema.

Man könnte sagen: Das System läuft. Schnell rein, schnell raus, möglichst viel Wirkung dazwischen.

Die eigentliche Frage ist nicht, ob das wieder passiert. Sondern wie oft wir noch so tun, als wäre das alles ganz normal.

Wer demonstrieren war- kommt sich veräppelt vor, die anderen Leute, maximal verarscht.

Ich hab’s j gleich gesagt 😘

Aus gegebenem Anlass

Ein Scheiss- Gefühl ist das im Moment, oder ? Ich habe ungern recht in solchen Situationen, aber mein Gedanke ist, er wird kleine schmutzige Bomben werden und das feiern. Vielleicht mit Pizza im Weißen Haus- oder Burger.

Zu wissen, dass in den kommenden Stunden viele, sehr viele Menschen sterben werden ist beklemmend.

Wir sollten Kerzen anzünden und für sie beten. Tun können wir leider nichts.

Geduld

Nach lieben Kommentaren heute, kam ich zu folgenden Gedanken :

Ich weiß, dass mein Leben ist zu kurz ist- deswegen habe ich keine Zeit für Geduld!

Entschuldigt mich bitte dafür .

#cancersurviver

#tooshort

Schmerzen

Ich kann noch immer nicht richtig laufen. Es schmerzt- ist dick und geschwollen. Normal, sagt man mir. Ich überlege mir einen e- Roller anzuschaffen. Aber diese Teile sind wirklich sehr teuer und er sollte fürs Gelände sein, damit ich mich hier außerhalb vom Dorf auch bewegen kann. Also nicht machbar.

Gibt es das für den Wald überhaupt? Ah- Marktlücke! Lach.

Nun sitze ich also hier fest, philosophiere über Wanderungen auf dem Jakobsweg- vielleicht machbar in drei Jahren und nerve meine Nachbarn mit meinen Gedanken und Ideen zur Dorfverschönerung.

Ach ja- vielleicht gibt es doch ein Mitohnesahne- Buch, um ein bisschen Teufelchen zu spielen, im Leben derer, die mir Hölle gemacht haben in den letzten Jahren. Mal sehen .

Sonst fällt mir wirklich nicht viel ein.

Theo und die unsichtbaren Nachrichten – ein Kinderkrimi über Klassenschats, Cybermobbing und Grenzen

Smartphones, Klassenchats, Emojis – und mittendrin Kinder, die erst noch lernen müssen, wo Nähe aufhört und Grenzverletzung beginnt. Genau da setzt …

Es gibt eduki Material dazu und buchbare Vorträge der Autorin ✍️

Theo und die unsichtbaren Nachrichten – ein Kinderkrimi über Klassenschats, Cybermobbing und Grenzen

Das Gewaltproblem von Deutschland

Es ist wieder so weit: Ein Politiker entdeckt das Internet. Diesmal ist es Friedrich Merz himself, der der digitalen Gewalt den Kampf ansagt. Ein großes Wort, geschniegelt genug für jede Talkshow. „Wir müssen härter gegen digitale Gewalt vorgehen.“ Klingt entschlossen. Klingt nach: Da passiert jetzt was!

Die Frage ist nur: was genau – und bei wem?

Digitale Gewalt ist ein dankbarer Gegner. Kein Gesicht, keine klare Grenze, wunderbar dehnbar. Ein schiefer Kommentar, ein genervter Post, ein Satz ohne Schleifchen – alles schnell im gleichen Topf. Praktisch, wenn man gern ankündigt.

Und dann kommt die Umsetzung. Wer entscheidet, was noch Meinung ist und was schon Gewalt? Der Staat? Plattformen? Algorithmen, die Ironie zuverlässig als Straftat lesen und echte Drohungen gern übersehen, solange sie höflich formuliert sind?

Am Ende passiert oft etwas ganz anderes als angekündigt.

Da sitzt jemand zuhause, schreibt seine Meinung raus – ungefiltert, manchmal drüber, manchmal einfach nur altmodisch direkt. Zack. Greifbar. Name, Adresse, Verfahren. Läuft. Das kann man zeigen, das kann man zählen.

Und genau da kippt es.

Man geht dahin, wo es einfach ist.

Während draußen die Dinge laufen, die sich nicht so elegant regeln lassen. Echte Gewalt, echter Ärger, echte Eskalation. Auf der Straße, im Alltag, ohne Kommentarspalte. Kompliziert, personalintensiv, unerquicklich. Da reicht kein Gesetz mit hübschem Titel.

Digitale Gewalt bekämpfen klingt modern.

Analoge Gewalt bekämpfen ist Arbeit.

Erziehung verbessern dauert Jahre.

Und dann stehen sie da: die Falschen im Fokus. Die, die greifbar sind. Die, die man ohne großen Aufwand zum Beispiel machen kann. Nicht, weil sie das größte Problem sind – sondern weil sie das einfachste sind.

Also macht man das, was schnell wirkt – zumindest auf dem Papier.

Natürlich braucht es Regeln. Drohungen, gezieltes Fertigmachen – das gehört verfolgt, ohne Diskussion.

Aber wenn Härte vor allem dort gezeigt wird, wo es bequem ist, und Zurückhaltung dort herrscht, wo es schwierig wird, dann bleibt ein schales Gefühl.

Dann wirkt das Ganze nicht wie Gerechtigkeit.

Sondern wie ein sauber formulierter Plan, der an der falschen Stelle greift – und genau deshalb so gut funktioniert.

Es braucht Regeln, klare Regeln, Erziehung und Konsequenz, aber bitte nicht unüberlegt. Einheitlich und kulturell ungebunden… und ich fürchte da wird es nicht mehr machbar sein.

Übrigens muss Deutschland dringend darüber nachdenken, wie sein Bild ins Ausland projektiert wird… ohne Worte 😶

Krieg

„Krieg um Energie?“ Klingt dramatisch. Ist aber fast noch zu harmlos formuliert. Was gerade passiert, ist viel perfider: Abhängigkeit wird zur Schwachstelle – und jeder, der liefern kann, weiß das ganz genau.

Ein Blick auf die Straße von Hormus reicht. Da müssen keine Bomben fallen, damit es knallt. Es reicht, wenn nichts mehr durchkommt. Keine Tanker, kein Gas, kein „wir regeln das schon“.

Und hier?

Hier wird weiter diskutiert. Als wäre Energie ein Lifestyle-Thema.

In Deutschland lebt man erstaunlich entspannt in der Illusion, dass Versorgung eine Art Naturgesetz ist. Strom kommt aus der Steckdose, Gas aus der Leitung und Probleme lösen sich irgendwie politisch weg.

Und dann kommt der unbequeme Punkt:

Man kann Russland politisch verurteilen – völlig berechtigt, spätestens seit dem Angriff auf Ukraine. Aber so zu tun, als würde russische Energie damit einfach aus der Welt verschwinden, ist keine Haltung. Es ist Selbsttäuschung.

Denn Energie folgt keiner Moral. Sie folgt Verfügbarkeit.

Was man nicht mehr aus Russland nimmt, kommt woanders her. Teurer. Umständlicher. Unsicherer. Und oft über Umwege trotzdem wieder aus denselben Quellen, nur mit Aufschlag.

Die Realität ist unromantisch.

Sie rechnet.

Weniger Angebot. Gleiche Nachfrage. Steigende Preise.

Und dann passiert das, worüber keiner gern spricht: Die Stärkeren und mit Gehirn, kaufen sich zuerst ein. Der Rest schaut zu. Wirtschaftsembargo hin oder her, es gibt schlauere Länder als Deutschland!

Das ist kein Zukunftsszenario, das läuft längst. Während hier noch darüber gestritten wird, wie man sich moralisch am saubersten fühlt, sichern sich andere Länder knallhart, was sie brauchen. Ohne Applaus. Ohne Debatte.

Und nein, das wird kein sauber deklarierter „Energiekrieg“. Es ist ein schleichender Kampf. Preise statt Panzer. Verträge statt Frontlinien.

Die ersten verlieren jetzt schon. Länder wie Bangladesch drehen den Strom runter, weil nichts anderes mehr geht. Industrie steht still, Alltag wird zum Improvisationsprojekt.

Hier merkt man davon erstmal wenig. Und genau das ist das Problem.

Zeit fühlt sich an wie Sicherheit.

Ist sie aber nicht.

Denn während man sich hier noch mit Nebensächlichkeiten beschäftigt, verschieben sich im Hintergrund die Machtverhältnisse. Energie wird teurer bleiben. Unzuverlässiger. Politischer.

Und Deutschland?

Wird nicht „plötzlich im Dunkeln sitzen“. Aber es wird sich daran gewöhnen müssen, dass Wohlstand keine Selbstverständlichkeit ist, sondern von Dingen abhängt, die man lange ignoriert hat.

Die eigentliche Krise kommt nicht mit einem Knall.

Sie kommt leise, logisch und völlig unbeeindruckt von dem, was man gerne glauben würde.

Und während viele noch schlafen, wird längst verteilt, wer morgen noch genug hat – und wer nicht.

Sturm im Deepfake-Glas

Die Welt steht in Flammen, aber wir haben endlich das wirklich Wichtige gefunden: Deepfake und virtuelle Vergewaltigung !

Es droht – gefühlt jeden zweiten Dienstag – der dritte Weltkrieg, in deutschen Städten wird gestochen, geprügelt, vergewaltigt, aber pünktlich vor der nächsten Wahl entdecken wir ein Thema, das garantiert niemandem körperlich weh tut, dafür aber maximal empört: Deepfake.

Klingt ja auch gleich nach Netflix-Doku und moralischem Höhenflug mit Gutmensch- Einsatz.

Eine Schauspielerin wirft ihrem Exmann „virtuelle sexuelle Gewalt“ vor. Ein Satz, der so modern ist, dass er wahrscheinlich noch warm aus der PR-Agentur kommt. Und irgendwo sitzt eine Redaktion, reibt sich die Hände und denkt: Endlich! Ein Skandal ohne Tatort, ohne Beweise, ohne Blut – aber mit maximaler Klickrate.

Früher, ganz früher, also in dieser dunklen Vorzeit namens 90er, da hieß das übrigens einfach Photoshop.

Damals wurden Promis auf Titelseiten wild zusammenmontiert, auseinandergerissen, schwanger gemacht und wieder verlassen – alles zwischen zwei Werbeanzeigen für Haarspray und Diätpulver. Bravo, Blitz-Illu und Konsorten haben ganze Lebensläufe erfunden, und das Einzige, was dabei wirklich gelitten hat, war der gesunde Menschenverstand.

Heute nennt man es Deepfake und tut so, als hätte man gerade den Teufel persönlich entdeckt.

Ein C-Promi, frisch aus dem Rebranding-Baukasten gefallen, erklärt uns jetzt also die digitale Apokalypse. Man fragt sich unweigerlich: Hat in den 90ern niemand Zeitung gelesen? Oder wurde da einfach noch weniger geheuchelt?

Natürlich, Technologie ist schneller geworden. Besser. Perfider. Geschenkt.

Aber diese plötzliche, flächendeckende Empörung wirkt ein bisschen wie ein Rauchmelder, der nur dann angeht, wenn jemand einen Toast verbrennt – während nebenan das Haus abbrennt und alle sagen: „Psst, wir diskutieren gerade die Kruste.“

Das eigentlich Beeindruckende ist nämlich nicht der Deepfake.

Es ist unsere Prioritätensetzung.

Wie elegant wir uns in virtuelle Empörung flüchten, während die Realität draußen ungebeten an die Tür klopft. Wie laut wir werden, wenn es um digitale Grenzverletzungen geht – und wie erstaunlich leise es manchmal bleibt, wenn es um echte geht.

Vielleicht, weil Pixel sich leichter aushalten lassen als Wirklichkeit.

Vielleicht, weil man einen Deepfake wegklicken kann.

Oder vielleicht, weil es einfach angenehmer ist, sich über einen künstlichen Skandal aufzuregen, als sich mit echten Problemen zu beschäftigen, die keine Filter kennen.

Aber keine Sorge.

Solange wir uns ernsthaft darüber streiten, ob ein zusammengeschnittenes Video Gefühle verletzt hat, bleibt die Welt draußen schön unscharf und unwirklich.

Und unscharf ist ja bekanntlich das neue Wegsehen.

Tja sowas…

Ehrlich gesagt hatte ich genau das meinen Kindern gesagt, als die sich über die entsprechenden Schlagzeilen aufgeregt haben. 86% des Sondervermögens veruntreut. Versuche das als normaler Mensch in der Höhe und Du sitzt bis zum Lebensende im Knast.

Vielleicht macht es ja ein halbwegs ernstzunehmder Mensch in Deutschland. Klagen gegen den Staat ?!

Hoffentlich!

https://www.bild.de/politik/inland/xxl-schuldensauerei-wer-jetzt-klingbeil-und-merz-verklagen-kann-69bab6c03f652f409296170c

Temu und mein Lieblingsdings

Temu und mein Lieblingsdings

Temu hatte ich schon länger. Ich habe mich allerdings von Plastikmist verabschiedet- aus Platzgründen. Dann kam wieder Werbung.

Zack, Ledertasche bestellt. Klein. Braun. Sah nach „läuft“ aus.

Dazu diese Stopfnadeldose. Holz. Schraubbar. Sehr korrekt. Design und Verarbeitung spitze!

Jetzt schleppe ich die Tasche überall mit hin.

Und sie ist mein ganzes System.

Drin ist alles:

Schlüssel, Kleingeld, Lieblingsstift, Taschentücher.

Kleine Schere, Lippenstift, Wimperntusche.

Und Nadeln in der tollen Dose, so tun, als hätten sie einen Plan. Braucht man eben immer als Frau. Stopfnadeln in der Tasche! Falls ich Topflappen häkel, greife ich rein und finde meistens irgendwas Brauchbares. Oder freue mich über das tolle Teil. Fühlt sich auch gut an, sieht super aus.

Das reicht.

Und das Beste:

Die kleine Ledertasche liegt in meiner großen Designer-Tote-Bag.

Außen Chaos.

Innen Lieblingsdings.

Ich bin offiziell organisiert.