Sammelsurium

Ich liebe Zeug aus allen Ecken der Welt. Mitbringsel, Erinnerungen.

Diese Ecke ist nicht geplant. Ich habe die Dinge einfach hingestellt, und irgendwann hat es gepasst.

Maria, Homer, Victor Hugo. Drei Figuren, die für sich stehen und zusammen ruhig wirken. Nichts Lautes, nichts Dekoratives im klassischen Sinn. Eher Präsenz.

Davor der Zierspargel im Glas. Für mich sieht er aus wie eine kleine Landschaft. Fein, dicht, mit vielen Ebenen. Man schaut rein und entdeckt immer noch etwas. Genau das hilft mir beim Schreiben. Ich brauche keinen großen Einstieg, mir reicht ein Detail, das hängen bleibt.

Das Schwein mit den Flügeln steht dazwischen. Ein Objekt, das nicht ganz in die Reihe passt und gerade deshalb wichtig ist. Es ist das zweite seiner Art, das erste hat ein lieber Freund – ich hoffe er besitzt es noch. Vor 30 Jahren verschenkt.

Für mich ist das so etwas wie ein kurzer Moment Glück. Kommt vorbei, bleibt kurz, dann geht es weiter. Mehr muss es nicht leisten.

Der Schädel daneben bringt eine andere Klarheit rein. Kein Symbol, eher ein Gegenstand, der alles wieder erdet.

Ich mag diese Dinge. Sie stehen einfach da und machen ihren Job. Und wenn ich schreibe, reicht oft ein Blick darauf, damit sich etwas sortiert.

Darunter Flaschengärten. Auf meinem Schreibtisch. Kleine Zauberorte festgehalten in Zeit und Raum.

5 Gedanken zu “Sammelsurium

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