Noch da

Ich bin noch da. Dieses Krankenhaus beschert mir bei jedem Besuch viel Kummer. Das erste Mal verriss man mir eine Vene in der Schulter während einer Operation und merkte es erst hinterher, als ich halb tot vor mich hinblutete…. Damals war ich fünf Tage unfähig aufzustehen und total blutleer. Diesmal zerstach man mir eine Arterie in Herznähe und bekam den Blutsprudel nur mit einer Notoperation in Griff. Die haben entweder keine Ahnung von Anatomie, oder ich bin vielleicht anders….

Es geht mir aber wieder gut .

Ich ernähre 5 Leute mit zwei Jobs, das Problem ist einfach, ich darf und kann nicht ausfallen. Also berabble ich schnell und weiter im Text.

Jammern hilft nicht und zieht nur runter.

Heute Mittag fahren wir erstmal einen antiken Schreibtisch in Luxemburg erstehen. Meine heimliche Leidenschaft- alte Möbel. Gut, dass ich nicht tragen muss. Gut, dass meine bessere Hälfte einen Anhänger besitzt. Gut, wenn man Ziele hat und einfach weitermacht.

Ruhe und Gestank

Es wird nach Operationen viel geschwitzt. Der Geruch von Händen, anderen Menschen und jede Menge Stress. Alles klebt, stinkt und ist fettig.

Ich hasse das .

Ich hasse einfach den Geruch anderer Menschen. Der fahle Schweiß ist ätzend.

Zwischen Schlaf, Schmerz, Erinnerung und noch mehr Schmerz- es war irgendwie die Hölle.

Ein Freund ist tot- ich hatte den Kontakt verloren. Aber er war immer ein Bestandteil meiner besten Erinnerungen. Es schmerzt so sehr.

Ich hasse den klebrigen Geruch von Schmerz und Angst.

Bad day

Ich war die letzte unserer Clique die es nicht wusste. Heute morgen im Auto zu einer ebenfalls blöden Untersuchung, traf es mich wie ein Schlag. Alex ist tot. Herzinfarkt mit 41. …. Kenne ihn seit wir mit 18 und den Autos Abenteuer erleben durften. Im talbot Samba nach Paris. Zu siebt im Auto…..

Die Biopsie ging schief. Ich bin fast verblutet und lag drei Stunden mit Vollnarkose im OP, weil man versuchte die scheisse zu stoppen. Jetzt liege ich mit Schmerzen und schwer beraubt in der Uni .

Bad day

Die beste Pizza der Eifel …

…Gibt es in einer kleinen Pizzeria in Daleiden. Ein paar Kilometer vor der Grenze zu Luxemburg.

Ein Rindersteak zum Niederknien, eine Pasta für die ich meinen Kopf verlieren kann.

Keine Angst, es ist die einzige Pizzeria im Umkreis von X – Kilometern, die in der Eifel solches Essen macht, also nicht zu verfehlen. Wenn ich nicht gerade dort bin, bin ich bestimmt auf dem Weg dahin … lächel….

Hello Marley!

Vor ein paar Wochen haben wir zum ersten Mal eine Kochbox bestellt. Zuerst Marley Spoon und dann Hello fresh, die Woche darauf. Ach, und: Nein, diese kleine Beschreibung meiner Erfahrung ist vollkommen unbezahlt und unabhängig.

Also- Marley hat beim Auspacken einen guten und umweltfreundlichen Eindruck hinterlassen. Alles ist in Papier und nur notwendig in Plastik verpackt, wir z.B. Das Fleisch. Es ist mit Kühlpacks, hygienisch eingepackt. Einziger Minuspunkt, die gekühlten Sachen sind nicht gekennzeichnet, passend zu ihrem Verwendungszweck. Das bedeutet, man muss jedes Rezept vorher sortieren, damit die Zutaten später stimmen. Hello fresh hat das etwas besser und übersichtlicher gelöst, mit Farbcode und separaten Päckchen. Beide Boxen sind hervorragend gekühlt und man hat sich Gedanken um die Nachhaltigkeit der Verpackung gemacht. Papier, wieder verwendbare Beutel aus Altpapier bzw. Zellstoff, die kühl bleiben, wiederverwendbare Kühlpacks, oder Beutel, wie man sie bezeichnen möchte. Aber auch Hello fresh packt das Gemüse in Papiertüten und teilweise zusätzlich noch in Folie. Das ist eher ein Minuspunkt.

Die Rezepte von Hello fresh sind gut beschrieben, nur zeigen die Bilder der Kochschritte eher unwichtige Schritte. Das führte bei mir eher zur Verwirrung. Gerade bei Thermomix – Rezepten, die ich in einer dritten Woche ausprobieren wollte. Mein etwas älteres Thermomix- Modell ist daher eher ungeeignet und man sollte eine etwas erfahrene Thermomix- Fee sein, die öfter mit dem Allrounder kocht.

Marley Spoon ist da etwas übersichtlicher und einfacher gehalten. Gerade für das Kochen mit Kindern, punktet Marley Spoon mit mehr Übersicht. Auch in der Zubereitungszeit scheint mir Marley Spoon vorne zu liegen. Viele Sachen werden logisch erklärt und sind gut bebildert. Für Anleitungsmuffel wie mich, gut gemacht.

Geschmacklich und qualitativ ist beides absolut super. Bei Marley Spoon hat nur bei einem Gericht die Chilischote gefehlt, was für mich zwar nicht schlimm, für das Gericht an sich aber sehr negativ war. Thailändische Reispfanne sollte etwas Schärfe haben.

An der Paketlieferung müssen beide noch arbeiten. Bei Hello fresh und Marley Spoon sind schlicht und einfach die Aussenkartons zu groß. Der Inhalt wird herumgeschleudert und öffnet so von innen das Paket. Nicht gut. Aber wie gesagt, bei beiden Kochboxen das Problem.

Die Rezeptauswahl ist bei beiden Boxen prima. Sowohl exotische, als auch klassische Gerichte werden angeboten. Alles geschmacklich prima abgestimmt.

Zum Preis Leistungsverhältnis muss man sagen, dass beide absolut nicht zu teuer sind. Betrachtet man die Auswahl der Zutaten und die Menge, ist es vollkommen ok. Gerade für Berufstätige ist es eine zeitliche Erleichterung, für ein gutes Essen nicht noch stundenlang einkaufen zu müssen. Für uns in der Provinz sowieso. Meine Kinder und ich sehen es als unglaubliche Erleichterung alle Zutaten, perfekt abgestimmt, geliefert zu bekommen. Es ist wirklich angenehm, schmeckt prima und spart Zeit.

Kein Luxus, da gutes Essen mit das Wichtigste überhaupt ist.

Typisch

Zwei Chefs-

Der eine ruhig, intelligent, besonnen und bedacht… sehr erfolgreich, ein Geschäftsmann.

Der andere laut, aufbrausend, ein Selbstdarsteller, unbedacht, jung, genial in seinem Fach, das Herz auf der Zunge, der Italiener, aber Geschäftsmann…

Vivere

Ich liebe italienisches Essen. Ich könnte stundenlang beim Pizza backen zusehen. Zuhören, wenn sie in der Küche Witze machen, wenn die Pizza frisch und knackig, mit einem Augenzwinkern,im Karton verschwindet.

Die Spaghetti mit Scampi sind ein Traum und den Kaffee könnte ich literweise genießen. Im Moment muss ich nur über die Straße. Nice to stay

Old School Barbers

Meine Jungs werden kleine Männer. In Luxemburg zum Friseur zu gehen ist ein kleines Luxus- Event. Also haben wir uns auf zum Einkaufszentrum gemacht und den Barbier konsultiert. Ein Laden, in dem logischerweise nur Männer arbeiten, Bärte, Haare und vor allem männliche Konversation pflegen. Konversation mit meinen Jungs war recht schwierig. Im Laden herrschte ein lustiges Sprachengewirr in Englisch, Luxemburgisch, Deutsch und Französisch. Irgendwie verstanden das nach einiger Zeit auch meine Jungs und hatten Spaß. Tausend Dosen, Bilder, Flaschen und Rasierzeug in jeder erdenklicher Form. Es gab jede Menge zu sehen. Noch mehr zu wissen….

Leider hat ein Siebenjähriger und ein Zehnjähriger kein Bartwuchs, aber es gab trotzdem Pflege. Kunden kann man ja auch anerziehen. Also bekamen sie warme Handtücher ins Gesicht, Kopfmassage und Cremes, Gels und jede Menge Unterhaltungsprogramm. Zeit nimmt man sich auch, seeeeeehr viel Zeit. Ich habe mit meinen Jungs noch nie solange im Friseur, oh sorry- Barbier verbracht.

Ich liebe diesen Laden, auch wenn er für mich leider tabu bleibt !