Man hat …

… das Gefühl, dass Deutschland gerade das europäische Epizentrum des Terrorismus wird. Ich könnte sagen, dass mir das klar war, und dass es erst der Anfang ist, aber wer weiß das schon. Im Moment bin ich bin wirklich froh, dass wir weg gegangen sind.

Aschaffenburg, eine eigentlich friedliche Stadt, in der ich schon oft war. Es ist so unfassbar was überall in Deutschland passiert.

Es ist erschreckend, dass Heimat sich so fremd anfühlen kann.

Elises Alltag

Mein Tag beginnt wie immer zu früh. Der Wecker klingelt, ich drücke ihn aus. Zwei Minuten später werde ich trotzdem wach – nicht, weil ich motiviert bin, sondern weil die Kinder sich streiten, wer zuerst ins Bad darf. Also raus aus dem Bett, rein in den Alltag. Frühstück, Brotdosen, Diskussionen über zu kurze Röcke oder vergessene Hausaufgaben – alles, während ich mir meinen ersten Kaffee gönne.

Sobald die Kinder aus dem Haus sind, sollte eigentlich meine „Schreibzeit“ beginnen. Aber natürlich kommt erst der Abwasch, der Hund, der raus muss, und die Waschmaschine, die schreit, sie wolle ausgeräumt werden. Es ist erstaunlich, wie viel Zeit man mit Nicht-Schreiben verbringen kann, bevor man überhaupt am Schreibtisch sitzt.

Wenn ich mich dann endlich hinsetze, starrt mich mein Manuskript an wie ein Vorwurf. Also stürze ich mich ins Schreiben. Das klappt mal besser, mal schlechter. Elise, meine Protagonistin, lässt sich nicht immer von mir sagen, was sie tun soll. Sie hat ihren eigenen Kopf – und leider auch bessere Ideen als ich, wenn es darum geht, die Handlung voranzutreiben.

Nachmittags kehren die Kinder zurück. Mein kreativer Flow endet abrupt, ersetzt durch Diskussionen über Mathehausaufgaben, kaputte Turnbeutel und die ewige Frage: „Was gibt’s zu essen?“ Nebenbei überlege ich, wie ich im nächsten Kapitel einen Mord aufklären lasse, ohne dass es zu konstruiert wirkt. Multitasking auf Autorinnenart.

Am Abend, wenn das Haus wieder ruhiger wird, könnte ich theoretisch weiterarbeiten. Aber meistens bin ich so müde, dass ich gerade noch die Tippfehler vom Morgen überarbeite und hoffe, dass mir die genialen Ideen irgendwann wieder einfallen. Vielleicht morgen. Vielleicht nie.

So sieht es also aus, das Leben zwischen Alltag und Buchprojekt. Romantisch? Nein. Effizient? Auch nicht. Aber irgendwie funktioniert es. Elise lebt, mein Buch wächst – und ich überlebe.

Exceltabelle

Mein Buch ist in der Korrektur- unfassbar finde ich, dass man da Exceltabellen erstellen kann um verschiedene Wiederholungen und ähnliche Fehler zu filtern. Ist Neuland für mich….

Ich kämpfe mich durch 9 Seiten „Schlüssel“ und Erwähnung von Mord und Totschlag – Guten Morgen!

Sohnemann

Eben noch auf meinem Arm und Wurst kauend beim Lego-bauen Sitzend… jetzt- einen Kopf größer als ich und Lebensweisheiten philosophierend!

Sagt er doch eben zu mir : „Hey, kleine Mama, soll ich Dich hochheben, damit Du oben an den Schrank kommst ?“

Hilde Domin, Bücher und Hochwasser

Mir fiel das Buch gerade in die Hände …

Es hat einen Brand miterlebt, ausgerechnet das signierte Buch hat überlebt ❤️

„Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten.“ Hilde Domin

1993 hatte ich das Glück, Hilde Domin bei einer Lesung zu erleben und kurz mit ihr sprechen zu können. Ihre gesammelten autobiografischen Schriften und ihre klare, intensive Art zu lesen, haben mich tief beeindruckt. Sie zeigte, wie Sprache Schmerz und Schönheit vereint.

Heute, während das Januar- Hochwasser uns hier beschäftigt, die Kinder schulfrei sind und ich Bücher sortiere, denke ich an diese Begegnung zurück. Domin hat mich gelehrt, wie Worte Orientierung geben können – auch in stürmischen Zeiten.

Simon de Beauvoirs d‘Influenza 😵‍💫

Es gibt eine Generation, die irgendwo zwischen Atari und TikTok stecken geblieben ist. Geboren ab 1980 (ich meine spätere, aber das würde Dumpfbacken ja ausschließen!) , sind sie die Kinder einer Epoche, in der Freiheit plötzlich grenzenlos erschien, wie Grönemeyer es so treffend besang – nur um dann festzustellen, dass die Grenzenlosigkeit ziemlich überfordernd sein kann. Sie lieben große Worte und Konzepte, die auf den ersten Blick revolutionär wirken. Feminismus, Diversität, Gendergerechtigkeit – Begriffe, die sie wie moderne Schwerter tragen, obwohl viele von ihnen kaum wissen, wie man einen Spaten benutzt. Sie sind wie Simone de Beauvoirs philosophische Erben – nur ohne das Studium, die Bücher oder den unbedingten Drang, die Welt wirklich zu verändern. Eher so etwas wie Simone de Influencer, mit einem philosophischen Zitat als Instagram-Bio, passend zum Filter und ohne humanistische Bildung.

Stattdessen zelebrieren sie ihre Werte mit der gleichen Leichtigkeit, mit der sie einen Avocado-Toast fotografieren. Feminismus ist nicht mehr der Kampf für existenzielle Rechte, sondern eine nette Idee für den nächsten Hashtag. “Empowerment” steht auf ihren T-Shirts, aber wenn du sie fragst, was genau sie eigentlich empowern wollen, starren sie dich an, als hätte ein Bildschirm gerade “Error 404” angezeigt. Es ist nicht Unwissenheit, es ist eher eine Art sanfte Ignoranz, die durch das endlose Scrollen in sozialen Medien geschärft wurde. Warum etwas hinterfragen, wenn man es teilen kann? Die Welt muss nicht mehr verstanden, sondern nur noch gelikt werden.

Das Gendern hat dabei fast etwas von einem religiösen Ritual. Es wird praktiziert, ohne dass die Liturgie verstanden wird. Ein Sternchen hier, ein Doppelpunkt da – wie das Salz auf einem Karamellbonbon, das niemand bestellt hat. Sprache war einst ein Werkzeug der Aufklärung, heute ist sie ein Performance-Act. Worte sind nicht mehr zum Denken, sondern zum Signalisieren da. Wie bei einem mittelmäßigen Theaterstück fragt man sich: Ist das jetzt Kunst, oder kann das weg? Vielleicht beides.

Und dann ist da diese überaus faszinierende Fähigkeit, aus nichts etwas zu machen. Diese Generation hat es geschafft, das Konzept des Hochstapelns zu perfektionieren. Sie bewegen sich durch die Arbeitswelt wie durch einen schlechten Poetry-Slam: voller Buzzwords, die klug klingen, aber in ihrer Bedeutung hohl sind. Agile Prozesse, disruptive Innovationen, nachhaltige Synergien – es sind die neuen Mantras einer Generation, die keinen Hammer schwingen, aber endlos über „kreative Lösungsansätze“ diskutieren kann. Früher hieß das Schaumschlägerei, heute nennt man es Leadership.

Und doch, so sehr man sich über sie lustig machen möchte, bleibt eine gewisse Faszination. Sie sind wie ein leeres Buch, in das sie selbst ihre Geschichte hineinschreiben. Ohne Rücksicht auf Traditionen, ohne Angst, lächerlich zu wirken. Das ist eine Art Mut, den man bewundern könnte, wenn er nicht so oft mit Selbstüberschätzung verwechselt würde. Ihre Welt ist wie ein Instagram-Feed: perfekt inszeniert, unendlich scrollbar und dennoch nie wirklich greifbar.

Vielleicht ist das die Essenz dieser Generation: Sie ist ein Rätsel, ein philosophisches Paradoxon. Sie hat die Fähigkeit, über nichts zu reden, bis es etwas wird. Sie scheitert niemals wirklich, weil sie sich einredet, dass jeder Misserfolg nur ein „Wachstumsmoment“ ist. Und vielleicht ist das der Unterschied zu den Simone de Beauvoirs und Sartres dieser Welt. Die haben an die Substanz geglaubt, während diese Generation gelernt hat, dass die Hülle reicht, solange sie glänzt. Und vielleicht, nur vielleicht, liegt genau darin ihre seltsame Genialität – oder zumindest ihr perfekter Instagram-Post.

Ich bin für Dislike-Daumen !

Undankbarkeit oder schlimmer ?

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_100566030/syrien-hts-miliz-verpixelt-bilder-mit-annalena-baerbock.html

https://www.welt.de/politik/ausland/article255039586/Baerbock-in-Damaskus-Syrischer-Nachrichtenkanal-pixelt-Fotos-der-Aussenministerin.html

Nun ja, ich sage besser nicht, warum- weshalb und weswegen, aber ein Herr Söder will ja beim Wiederaufbau schnell und unbürokratisch und mit viel Geld h e l f e n!

Aber es scheint kein Bedarf zu bestehen!

Handschlag

Puh! Der Händedruck oder nicht, hin oder her, aber das wirre Gerede vor den Kameras um die Sache zu erklären war sensationell.

Ich habe es mir dreimal angehört und erst nach 3 Bier begriffen, um was es eigentlich ging.

Hoffentlich richtet dieses Chaosteam mit solchen Sachen keine irreversiblen Schäden mehr an, auf der Zielgeraden !

Neujahr

Ein neuer Tag oder ein Neubeginn?

Mit dem Jahreswechsel verbinden viele den Wunsch nach Veränderung, nach einem besseren, erfolgreicheren oder glücklicheren Leben. Doch ist der 1. Januar wirklich der magische Moment, der alles anders macht? Vielleicht liegt die Magie weniger im Datum, sondern vielmehr in unserer Einstellung.

Neujahrsvorsätze – Fluch oder Chance?

Die klassischen Vorsätze sind oft schnell gefasst und genauso schnell gebrochen. „Mehr Sport machen“, „gesünder essen“, „weniger Stress“ – sie klingen vertraut und scheinen jedes Jahr neu auf der Liste zu stehen. Vielleicht liegt das Problem darin, dass wir uns zu sehr auf das Ergebnis und zu wenig auf den Weg konzentrieren.

Ein Jahreswechsel bietet die Möglichkeit, nicht nur Ziele zu setzen, sondern innezuhalten und zu reflektieren. Was hat im letzten Jahr gut funktioniert? Was hat gefehlt? Statt einer langen Liste an Vorsätzen genügt vielleicht eine einfache Frage: Was möchte ich im kommenden Jahr bewusst anders machen?

Ein Jahr als kreativer Raum-

Der Beginn eines neuen Jahres muss kein kompletter Neuanfang sein. Es kann ein Weiterdenken, ein Umgestalten oder einfach ein sanfter Übergang sein. Kleine Schritte führen oft weiter als radikale Veränderungen.

Vielleicht geht es weniger darum, perfekt zu starten, als vielmehr darum, sich immer wieder bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen.

Ein neues Jahr ist wie ein leeres Blatt Papier: Es muss nicht sofort mit großen Plänen gefüllt werden. Stattdessen kann es ein Raum für kreative Ideen und kleine Experimente sein. Übrigens bin ich mit der Hälfte meines Romans schon fertig ☺️

Wie möchtet ihr das neue Jahr gestalten?

Ob ihr euch konkrete Ziele setzt oder einfach darauf vertraut, dass sich der Weg von selbst zeigt – das Wichtigste ist, dass ihr das Jahr so gestaltet, dass es zu euch passt. Nicht jeder Tag wird großartig sein, und das muss er auch nicht. Aber vielleicht gibt es in jedem Tag einen Moment, der es wert ist, bewusst wahrgenommen zu werden.

In diesem Sinne: Willkommen im neuen Jahr. Machen wir das Beste daraus – in unserem Tempo und auf unsere Art.

Mein Lieblingsessen

Vol-au-Vent oder Ragout Fin – Ein Klassiker mit belgischem Twist

Für mich war Hühnerfrikassee oder Ragout Fin in Deutschland ein besonderes Gericht, das meist nur an Weihnachten auf den Tisch kam. Seit ich in Belgien lebe, hat es sich jedoch zu einem Lieblingsessen entwickelt, das hier viel öfter serviert wird. Besonders beliebt ist die Variante als Vol-au-Vent: in knusprigen Blätterteigpasteten und mit einem Hauch von Worcestersauce verfeinert – jummi!

Zutaten für 4 Personen

Für die Ragout-Füllung:

• 500 g Hähnchenbrust oder -keulen

• 2 Karotten

• 1 Stange Lauch

• 1 Zwiebel

• 2 Lorbeerblätter

• 1 TL Pfefferkörner

• 150 g Champignons, in Scheiben

• 2 EL Butter

• 2 EL Mehl

• 300 ml Hühnerbrühe

• 150 ml Sahne

• 1 Spritzer Worcestersauce

• 1 Spritzer Zitronensaft

• 1 TL Kapern (optional)

• Salz und Pfeffer nach Geschmack

Für die Beilage:

• Vol-au-Vent (Blätterteigpasteten)

• Optional: Reis, belgische Pommes oder frisches Baguette

Zubereitung

1. Hühnerbrühe zubereiten:

Das Hähnchenfleisch mit Karotten, Lauch, Zwiebel, Lorbeerblättern und Pfefferkörnern in einen Topf geben. Mit Wasser bedecken und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend das Fleisch herausnehmen und die Brühe abseihen.

2. Ragout zubereiten:

In einem großen Topf Butter schmelzen, das Mehl einrühren und eine helle Mehlschwitze zubereiten. Nach und nach die Hühnerbrühe unter Rühren hinzufügen, bis eine sämige Sauce entsteht.

3. Verfeinern:

Das Hähnchenfleisch in kleine Stücke zupfen und zusammen mit den Champignons zur Sauce geben. Sahne, Worcestersauce, Zitronensaft und, falls gewünscht, Kapern hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Servieren:

Die Ragout-Füllung in Blätterteigpasteten (Vol-au-Vent) geben oder mit Reis oder Pommes anrichten. Frische Petersilie darüber streuen.

Tipp:

Für den belgischen Touch eignet sich der Blätterteig perfekt. Hier gibt es das Ragout in Gläsern in meinem Lieblingssupermarkt und Pastete findet man hier auch das ganze Jahr.

Wer in Deutschland keine findet, nimmt Reis und Baguette dazu. Wir ersetzen den Reis auch gerne mit Fritten ☺️

Guten Appetit und viel Freude beim Nachkochen!

Weihnachten

Heiligabend geschafft… irgendwie ging es auch ohne Geschenke. Lange Geschichte, aber sie hat Sinn.

Es gab vor Weihnachten jede Menge Zeug, Kleidung und Jugendlichenbespassung und jetzt lieferte den Rest die Post nicht. Kann passieren, wenn ein Postsystem nicht darauf ausgerichtet ist, dass plötzlich viel mehr Leute online kaufen. Temu und co sind auch in Belgien in kurzer Zeit beliebt geworden aber es läuft nicht so, wenn nur jedes dritte Paket pünktlich ankommt.

Egal, ich bestelle kaum noch online, die Ausnahmen kamen jetzt nicht an, also gelernt, wieder in Geschäften zu kaufen. Konsumschrott braucht man ja sowieso nicht mehr.

Der Weihnachtsbaum vor der Dschungel- Tapete hat etwas, und der Rest vom Haus glitzert und leuchtet auch. Alles super.

Ausnahmsweise werde ich bekocht an diesem Weihnachten. Ein Traum, denn das kenne ich nicht. Dasitzen und auf Essen warten, auch noch an Weihnachten! Das ist Weihnachten im Quadrat, oder? Meiner Küche war vorhin zwar klebrig und fettig, aber das war egal- das Hirschragout mit Kroketten und Salat war ein Gedicht. Heute gibt es Spanferkel, man erahnt es schon, der Mann kocht!

Als Tischgespräch ging es um Strom und darum, warum teilweise noch Autobahnen beleuchtet sind in Belgien. Ganz einfach, vor ein paar Jahren musste man den Atomstrom zur Nachtzeit loswerden. Deswegen Laternen an die Autobahnen. Ist schön, vor allem wenn es regnet und schneit. Ich mag das. Strom und Licht ist auch gerade hier in den Bergen ein Thema. Dunkel Deutschland am Abend und das Fahren durch die Eifel ist im Moment nicht unsere liebste Disziplin. Viel Wild, viele kaputte Straßen und viele irre Autofahrer.

Stay at home- im Land, ist hier die Devise an Weihnachten und zwischen den Jahren.

Tja, die Prognose in Deutschland ist eher auch nicht sehr helle und freundlich. Ich fand dazu das:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article248741360/Netzbetreiber-duerfen-ab-Januar-bei-Ueberlastung-Strombezug-einschraenken.html

Liebe E- Auto Besitzer, am besten sowas nur kaufen, wenn man nicht arbeitet und auch nicht sparen muss!

In diesem Sinne, frohes Fest!