Bilder von 2009 – Öl auf Leinwand
Töpfe von Action- Pflanze von „Oh Green“.
Katze vom Bauernhof, Glassschale aus den 90 er.
Alles privat



Bilder von 2009 – Öl auf Leinwand
Töpfe von Action- Pflanze von „Oh Green“.
Katze vom Bauernhof, Glassschale aus den 90 er.
Alles privat



Du warst der Sommer, der sich nicht entschied —
zu warm für März, zu zart für das, was blieb.
Ich trug dich wie ein Lied, das niemand singt,
weil manche Melodien zu tief ins Schweigen sinken.
Die Welt hat uns nicht auseinandergebrochen.
Sie hat nur leise ihren Atem angehalten —
so wie ein Abend, der sein Versprechen
ins Dunkel trägt und schweigend weiterzieht.
Manche Hände sind füreinander Heimweh —
eine Strömung ohne Namen, ohne Ufer.
Man trägt den anderen wie eine Morgenfrühe,
die man verschläft — und deren Licht man ruft ihr
nicht mehr nach. Weil man verstanden hat:
dass Schönheit sich nicht nimmt, nur still bezeugt wird.
Dass manches Kostbare sich tiefer eingraviert hat,
gerade weil kein Finger je den Umriss zog.
So leg ich dich in jenes sanfte Zwischen,
wo Dinge ruhen, die zu groß zum Halten —
nicht fortgegangen, nur ins Licht gewichen,
das bleibt, wenn sich die Jahreszeiten wenden.
By S.Dahnke
Deutsch ist für mich keine Selbstverständlichkeit mehr — es ist eine Entscheidung. Ich lebe in einem Sprachenbabel, wo Plattdeutsch, Französisch und der lokale Dialekt täglich aneinanderstoßen und das Hochdeutsche leise verdrängen. Schreiben ist mein Widerstand dagegen. Ein Gedicht auf Deutsch zu verfassen bedeutet für mich, eine Sprache bewusst in meinem Leben zu halten — ihre Präzision, ihre Tiefe, ihre Fähigkeit, das Unsagbare trotzdem zu sagen. Denn eine Sprache, die man nicht übt, verblasst — und mit ihr ein Stück von einem selbst.