Windhauch

Windhauch


Du kamst, wie sich Türen bewegen,
wenn irgendwo ein Fenster offen steht —
niemand hat dich gerufen,
und doch war plötzlich Luft im Raum.

Ich habe angefangen, die Dinge anders zu halten.
Vielleicht bestimmter.
Wie man eine Feder hält,
die jederzeit gehen darf.


Das Gras kennt dich nur kurz,
beugt sich, richtet sich wieder auf,
aber die Wiese erinnert sich
an jeden Sommer, in dem es das tat.

Manchmal lege ich die Hand auf eine Stelle,
an der du warst,
und sie ist warm, lange nachdem
der Grund dafür schon weiterzog.

Ich frage nicht, ob du bleibst.
Manche Dinge dauern nur,
weil sie nie versucht haben,
sich festzuhalten.

By Mitohnesahne

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