Die beste Pizza der Eifel …

…Gibt es in einer kleinen Pizzeria in Daleiden. Ein paar Kilometer vor der Grenze zu Luxemburg.

Ein Rindersteak zum Niederknien, eine Pasta für die ich meinen Kopf verlieren kann.

Keine Angst, es ist die einzige Pizzeria im Umkreis von X – Kilometern, die in der Eifel solches Essen macht, also nicht zu verfehlen. Wenn ich nicht gerade dort bin, bin ich bestimmt auf dem Weg dahin … lächel….

Hello Marley!

Vor ein paar Wochen haben wir zum ersten Mal eine Kochbox bestellt. Zuerst Marley Spoon und dann Hello fresh, die Woche darauf. Ach, und: Nein, diese kleine Beschreibung meiner Erfahrung ist vollkommen unbezahlt und unabhängig.

Also- Marley hat beim Auspacken einen guten und umweltfreundlichen Eindruck hinterlassen. Alles ist in Papier und nur notwendig in Plastik verpackt, wir z.B. Das Fleisch. Es ist mit Kühlpacks, hygienisch eingepackt. Einziger Minuspunkt, die gekühlten Sachen sind nicht gekennzeichnet, passend zu ihrem Verwendungszweck. Das bedeutet, man muss jedes Rezept vorher sortieren, damit die Zutaten später stimmen. Hello fresh hat das etwas besser und übersichtlicher gelöst, mit Farbcode und separaten Päckchen. Beide Boxen sind hervorragend gekühlt und man hat sich Gedanken um die Nachhaltigkeit der Verpackung gemacht. Papier, wieder verwendbare Beutel aus Altpapier bzw. Zellstoff, die kühl bleiben, wiederverwendbare Kühlpacks, oder Beutel, wie man sie bezeichnen möchte. Aber auch Hello fresh packt das Gemüse in Papiertüten und teilweise zusätzlich noch in Folie. Das ist eher ein Minuspunkt.

Die Rezepte von Hello fresh sind gut beschrieben, nur zeigen die Bilder der Kochschritte eher unwichtige Schritte. Das führte bei mir eher zur Verwirrung. Gerade bei Thermomix – Rezepten, die ich in einer dritten Woche ausprobieren wollte. Mein etwas älteres Thermomix- Modell ist daher eher ungeeignet und man sollte eine etwas erfahrene Thermomix- Fee sein, die öfter mit dem Allrounder kocht.

Marley Spoon ist da etwas übersichtlicher und einfacher gehalten. Gerade für das Kochen mit Kindern, punktet Marley Spoon mit mehr Übersicht. Auch in der Zubereitungszeit scheint mir Marley Spoon vorne zu liegen. Viele Sachen werden logisch erklärt und sind gut bebildert. Für Anleitungsmuffel wie mich, gut gemacht.

Geschmacklich und qualitativ ist beides absolut super. Bei Marley Spoon hat nur bei einem Gericht die Chilischote gefehlt, was für mich zwar nicht schlimm, für das Gericht an sich aber sehr negativ war. Thailändische Reispfanne sollte etwas Schärfe haben.

An der Paketlieferung müssen beide noch arbeiten. Bei Hello fresh und Marley Spoon sind schlicht und einfach die Aussenkartons zu groß. Der Inhalt wird herumgeschleudert und öffnet so von innen das Paket. Nicht gut. Aber wie gesagt, bei beiden Kochboxen das Problem.

Die Rezeptauswahl ist bei beiden Boxen prima. Sowohl exotische, als auch klassische Gerichte werden angeboten. Alles geschmacklich prima abgestimmt.

Zum Preis Leistungsverhältnis muss man sagen, dass beide absolut nicht zu teuer sind. Betrachtet man die Auswahl der Zutaten und die Menge, ist es vollkommen ok. Gerade für Berufstätige ist es eine zeitliche Erleichterung, für ein gutes Essen nicht noch stundenlang einkaufen zu müssen. Für uns in der Provinz sowieso. Meine Kinder und ich sehen es als unglaubliche Erleichterung alle Zutaten, perfekt abgestimmt, geliefert zu bekommen. Es ist wirklich angenehm, schmeckt prima und spart Zeit.

Kein Luxus, da gutes Essen mit das Wichtigste überhaupt ist.

Typisch

Zwei Chefs-

Der eine ruhig, intelligent, besonnen und bedacht… sehr erfolgreich, ein Geschäftsmann.

Der andere laut, aufbrausend, ein Selbstdarsteller, unbedacht, jung, genial in seinem Fach, das Herz auf der Zunge, der Italiener, aber Geschäftsmann…

Vivere

Ich liebe italienisches Essen. Ich könnte stundenlang beim Pizza backen zusehen. Zuhören, wenn sie in der Küche Witze machen, wenn die Pizza frisch und knackig, mit einem Augenzwinkern,im Karton verschwindet.

Die Spaghetti mit Scampi sind ein Traum und den Kaffee könnte ich literweise genießen. Im Moment muss ich nur über die Straße. Nice to stay

Old School Barbers

Meine Jungs werden kleine Männer. In Luxemburg zum Friseur zu gehen ist ein kleines Luxus- Event. Also haben wir uns auf zum Einkaufszentrum gemacht und den Barbier konsultiert. Ein Laden, in dem logischerweise nur Männer arbeiten, Bärte, Haare und vor allem männliche Konversation pflegen. Konversation mit meinen Jungs war recht schwierig. Im Laden herrschte ein lustiges Sprachengewirr in Englisch, Luxemburgisch, Deutsch und Französisch. Irgendwie verstanden das nach einiger Zeit auch meine Jungs und hatten Spaß. Tausend Dosen, Bilder, Flaschen und Rasierzeug in jeder erdenklicher Form. Es gab jede Menge zu sehen. Noch mehr zu wissen….

Leider hat ein Siebenjähriger und ein Zehnjähriger kein Bartwuchs, aber es gab trotzdem Pflege. Kunden kann man ja auch anerziehen. Also bekamen sie warme Handtücher ins Gesicht, Kopfmassage und Cremes, Gels und jede Menge Unterhaltungsprogramm. Zeit nimmt man sich auch, seeeeeehr viel Zeit. Ich habe mit meinen Jungs noch nie solange im Friseur, oh sorry- Barbier verbracht.

Ich liebe diesen Laden, auch wenn er für mich leider tabu bleibt !

Handtaschen

Andere Frauen sammeln Klamotten, Schuhe oder Make-up. Ich Handtaschen.

Allerdings keine Hermes oder Gucci, das kann ja jeder. Ich besitze eine Strenesse und diverse Marc o Polo Taschen. Desingual und diverse George- Gina & Lucy Kostbarkeiten. Liebeskind und verschiedene italienische Desinger. Also eher gutes preisliches Mittelfeld. Ich kaufe nach Gefallen. Praktisch und schön sollen sie sein. Eine gewisse Größe haben und mein Fotoapparat sollte hineinpassen. Oder beide… oder noch das Objektiv. … naja.

Eben im Laden stand da eine Tasche und schrie: „Kauf mich! Ich werde Dich sonst tagelang und wochenlang verfolgen….“

Ohne Worte. Sie ist weiß und wunderhübsch …

Stilblüten

Krokus im Garten… „Mama guck mal, da wachsen Kroketten!“

„Osterhase ist aber ein Wort !“ „Egal, gibt es sowieso nicht! “

Großnichte (4) zu ihrem Opa, der gerade ankommt und das Treppenhaus hochschnauft :“Ach, Du schonwieder!“

Drei Mädels zwischen 7 Jahren und 15 Monaten spielen Anna und Elsa. Plötzlich hat der Sitzsack ein Loch. Es schneit!!!

Frühling

Meine Arbeit stagniert im Moment. Sehr zur Freude meiner Kinder und meiner Hobbys. Naja- etwas Auszeit ist auch gut.

In Nachbarland feierte man gestern die Mitte der Fastenzeit mit einem Umzug. “ Calvalcade“ in Esch sur Alsette . Ich war nicht da, aber mein gesamtes berufliches Umfeld erholt sich heute von den Alkoholfolgen des Wochenendes. Es ist wohl schlimmer als Karneval in Deutschland. Diese Woche ist also easy going hier. Mach mal was anderes!

Auf dem Berg hat am Samstag ein neuer Aldi eröffnet, wir starten jetzt zur Aldi- Shopping-Tour über die Grenze. Ich bin gespannt. Es gibt Baguette und Brause im Auto- jede Menge gute Laune und einfach einen entspannten Tag.

Stromlos

Seit ich hier wohne haben wir desöfteren Stromausfall. Letzte Woche waren es sechs Stunden am Rosenmontag, weil ein Baum in die Oberleitung gekippt ist und gerade eben ist wieder alles tot. Wahrscheinlich dauert es aber auch wieder länger, denn Sonntags ist hier alles langsamer.

Die ganzen Dörfer im Umkreis sind betroffen.

Unter der Woche ist der Anlaufpunkt für Informationen immer unser Dorfladen. Der hat ein Notstromaggregat und permanent gut gelaunte Verkäuferinnen. Es ist der einzigste deutsche Laden im Umkreis von x Kilometern, der dreizehn Stunden und Sonntags offen hat. Sonntag von 7-11. täglich von 6- 19Uhr, Samstag bis 18 Uhr.

Als ich aus dem tiefsten Eifeldorf kam und hier zum ersten Mal wieder in der Zivilisation nächtigte, könnte ich es kaum fassen, dass dauerhaft Leute auf der Straße zu sehen waren, immer Verkehr und selbst nachts Autos die Hauptstraße entlang fuhren. Es war ein gutes und tröstendes Gefühl, endlich aus der Abgeschiedenheit entkommen zu sein. Ich war ein Stadtmensch. Mindesten ein Kleinstadtmensch… 10000 Einwohner sind genau mein Ding. Da bin ich aufgewachsen, da fühle ich mich wohl. In der Eifel verlor ich als erstes mein Privatleben, als zweites sämtlichen Komfort, den ein Kleinstadtmensch kennt. Sonntags frische Brötchen, Supermärkte mit reichhaltigem Frischeangebot, kaufen in den Mengen, die mir gerade so vorschwebten und nicht nur Notration, also meistens 2 Produkte einer Sorte, weil nicht mehr im Regal steht!

Bei Windeln und Babyprodukten bin ich irgendwann trotz einem guten Angebot in Sprudelstadt, auf Internetkauf umgestiegen. Den schleppen und die 20km bis zur Drogerie mussten ja auch bewältigt werden. Bei Lebensmitteln ist das so eine Sache. „Kaufe was da ist, nicht was Du möchtest“ ist mein Motto geworden. Granatäpfel und verschiedene Produkte die meine Kinder als „Weihnachtsobst und Sondergemüse“ bezeichnen, gibt es auch eben nur dann. Litschi, Spitzkohl, Granatäpfel, Süsskartoffel sind Dinge, die meine Kinder nicht wirklich gut kennen. Hier kauft man Kopfsalat, Kohl, Spiessbraten, Kartoffeln und Fleischwurst. Es ist eben ländlich und sie kennen es nur so. Für mich ist es schwieriger. Meine Verwandten senden öfter kleine Pakete mit frischem Rettich aus der Pfalz, Leberwurst und Saumagen. Das ist dann wie Weihnachten… nur für mich.

Seit ich hier wohne haben wir eine Verbesserung der Lebensqualität um 100%. Die Grenznähe macht es möglich. Sogar ein H&M habe ich das erste Mal nach 8 Jahren wieder von innen gesehen. Boutiquen, Blumengeschäfte, Baumärkte, Sportgeschäfte und sogar Möbelhäuser sind endlich mal keinen Tagestrip mehr entfernt. Gerolstein ist nicht der Nabel der Welt und das Umland ist zwar wunderschön aber gruselig und zurückgeblieben. Mittlerweile ist die Vulkaneifel Vergangenheit und ich bin froh. Es war zu eng, zu familiär, manchmal einfach zu indiskret.

Der Srom ist noch immer weg. Ich hoffe, dass es heute nochmal etwas wird, denn ich hätte gerne einen Kaffee.

Es ist 15.00 Uhr im Moment. Ich bin ja mal gespannt, wann der Beitrag online geht….