Auswahl

Ich fand den Laden im Vorbeigehen. Leider hatte ich nur mein Handy dabei und ausnahmsweise keine Kamera. Passiert fast nie, dass ich die vergesse. Aber um Sachen und Eindrücke festzuhalten geht das auch. Habt einen schönen Tag!

Nicht bearbeitet – #foodporn

Weißt Du noch Paris?

Ich wollte Dir irgendetwas Aufheiterndes schreiben… Etwas, was Dir wieder Mut macht.

Mir fällt nicht viel ein, ich bin da ehrlich, Du kennst mich ja…

Ich möchte Dich nicht verlieren, sterben verbiete ich Dir einfach!

Weißt Du noch, am Eifelturm?

Wir zwei am den Treppen vom Montmartre? Der Rotwein und das Käsebaguette in den Gärten des Palais des Tuileries?

Wir fahren da wieder hin, irgendwann im Frühling, so wie damals im Mai.   Ich verbiete Dir zu sterben, hast Du das verstanden!!!

Aussicht

Das ist die Aussicht von meinem Büro direkt in den Garten.

Ich liebe diese Bäume.

Es regnet, es ist trübe heute. Das Jahr hat mit ohrenbetäubendem Glockengeläut und Böllern begonnen. Zu den kleinen ruhigen Dörfern der letzten Jahre ein richtig gutes Gefühl. Menschen, Leben und Stadtverkehr. Kleinigkeiten, eine Normalität, die ich fast schon vergessen hatte. Ruhe kann schön sein, aber wenn man das Gefühl hat, man ist von der Welt abgeschnitten, ist man vollkommen überwältigt, wieder in der „Zivilisation“ zu sein.

Der Kamin ist an und wir räumen Kiste für Kiste langsam in ein neues Leben. Das alte Haus wird schnell warm und gemütlich und langsam gewöhnen sich auch die Hausgeister an uns.

Mein Büro ist fertig, endlich wieder Platz…

Soviel Platz, dass ich mich erst daran gewöhnen muss, durchs halbe Haus zu laufen, um die Kinder zusammenzutrommeln.

Eine Werkstatt habe ich auch, in genau der Ausstattung, die ich für mein Handwerk brauche. Die Kinder haben ihre Zimmer und es gibt sogar ein Zimmer nur für das Spielzeug, ein Zimmer für Lego und jede Menge Räume, von denen ich mir noch nicht sicher bin, was da eigentlich daraus werden soll. Bücher haben wir für eine Bibliothek genug… Werkstatt für normalen täglichen Bedarf haben wir auch, Keller, das ist klar und ein Geschirrzimmer mussten wir zwangsläufig einrichten, einfach weil nicht das ganze Geschirr in meine Küche passte. Meine Mama und zwei Omas haben dazu einen grossen Teil beigetragen und seit sie nicht mehr da sind, oder es nicht mehr brauchen, trenne ich mich aber auch nicht von ihrem Porzellan. Vieles bekamen sie zur Hochzeit, hegten und pflegten die Goldrandteller. Ich gehöre nicht zu denen, die es einfach in den Müll werfen können.

Trotzdem wird gemistet, alles was länger als 2 Jahre nicht in Gebrauch war, kommt erstmal in den Keller, dann nach und nach weg.  Es sammelt sich mit Kindern eine Menge Mist an. Schon was drei kleine Nasen an Klamotten besitzen ist enorm. Für weiterzugeben sind die Sachen zu abgetragen. Also weg, da hilft nur die Tonne weiter. Babyspielzeug, Rädchen, Schlitten, Fahrräder, alles eine Menge Zeug, das irgendwo einen Platz braucht.

Aber es wird… und es war die Mühe wert, denn eigentlich gibt es auch kein schöneres Gefühl, als endlich in einer großen Küche zu kochen, in der Mitte sogar mein alter Eichentisch einen Platz hat.

 

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So!

Grundsätzlich bin ich, was meine Kinder angeht, ein geduldiger Mensch. Die kleine Berichterstattung gestern ist eigentlich Ausnahme. Deswegen habe ich sie heute auch wieder gelöscht, denn seit 12 Stunden hat mich keiner mehr vollgelabert. Kunststück, denn sie schlafen.

Da meine Kinder solche Non-Stop-Redeanfälle öfter haben, gewöhnt man sich daran. Tief durchatmen und jetzt schnell den Tag planen.

Seit vier Tagen wird es nicht mehr hell. Der Ätna??? Eine Art Dauernebel hängt über der Region, überall nur dicker Nebel. Es ist nach 8 und immer noch nicht hell. Merkwürdig.

Ich verziehe mich heute in mein Büro, auch eine Art Reise. …

Ruhe

Die Tage vor Neujahr sind meine Lieblingstage.

Ruhe- nichts als Ruhe. Kaum Autos in der Eifel, die Geschäfte nicht überlaufen und meistens ist es eisig. Kein Mensch mag da raus gehen. In der Gegend hier ist es scheinbar normal, dass man Spaziergänge mit der Familie unbedingt mit der Bierflasche in der Hand macht. „Stubbi“ wie die Bitburger Flasche heißt, ist immer dabei. Vor allem junge Männer laufen eigentlich permanent mit ihrer Nuckel-Stubbi herum. Komischer Anblick und man denkt permanent an diesen Bart- Simpson-Film mit dem Bierland…

Ok, das dazu.

Ich brauche dringend Auszeit. Nachdem mein Luxemburg- Trip nur bis zum 15 km entfernten Shoppingcenter und Aldi ausgedehnt war, bringt mich mein Stresslevel bald um. Ich habe sogar schon Pickel auf der Nase davon.

Eigentlich würde ich nur mal gern für ein paar Stunden verschwinden……….

Vorbei

Nachdem wir morgens das Krankenhaus wieder verlassen durften, war Weihnachten zwar gerettet, aber die Stimmung nicht.

Der Vater tauchte auf und machte seit Jahren etwas wirklich Nettes, er fuhr uns nach Hause. Wir hatten sogar Spaß im Auto und das Siri uns in die Pampa lotste, wo wir dann einige Kilometer unnötig im Kreis fahren mussten, hat glaube ich, auch nur ihn wirklich genervt.

Sohnemann und ich fanden es nicht schlimm.

Rundfahrten in der Eifel haben manchmal auch positive Aspekte. Man kann über viele Dinge sprechen, die per E-Mail nicht gehen.

Zuhause leider wieder Desaster: Keine Couch, nicht mehr rechtzeitig eingekauft und vor allem traurig, weil Oma fehlt.

Nicht unser Jahr.

Die Telekom kam auch nicht mehr und irgendwie war es noch nie so ungemütlich bei uns. Wir haben unseren Kummer dann mit Eiscreme und jede Menge Petit Fours weggefuttert und ich bin wahnsinnig froh, dass es vorbei ist.

Es war erdrückend.

Für morgen habe ich mir einen Mama- Urlaubstag gewünscht. Nur ich und meine Kamera. Irgendwie würde ich gerne die Umgebung erkunden, ohne Trinken, Essen mitzuschleppen, Kuscheltieren, Krach ums Weihnachtsgeschenk, Rotzfahnen und Schreierei… Vielleicht Luxemburg Stadt, aber da wollen bestimmt wieder alle mit und es endet im Stress…

Nicht falsch verstehen, ich liebe meine Kinder sehr, aber heute habe ich einfach mal Zuviel!

Saublödes Weihnachten

Jetzt hängen wir als Krönung des Ganzen in der Uni am Nabel der Welt und diskutieren mit meinem Söhnchen. Was genau los ist, weiß wieder keiner und kann man jetzt sofort auch nicht herausfinden. Da wir mit dem Krankenwagen kamen, sitzen wir auch irgendwie erstmal fest. Na super! Erkläre einem Kind, dass er erstmal in einer Zelle festsitzt und den anderen Zuhause, dass es wohl ein anderes Weihnachten ohne Mama und Bruder gibt.

Super! Nein saublöd super!

Kalte Füße

Mein Hochzeitskleid hängt im Schrank. Mit Schuhen, Tasche und den Strümpfen. Weiß , neu, nie getragen.

Der Termin sollte am 28.12. sein. Habe ich abgesagt da mein Exmann sich ausgerechnet, ich hoffe unwissentlich, den gleichen Tag ausgesucht hat. Sogar gleiche Uhrzeit. Tja.

Der 28.12. war immer mein Tag. Hotelzimmer, Urlaub, Schnee, nur Ruhe und Spaß. Es war der „einmal im Jahr „- Tag.

Wäre also sowieso kein romantischer Zeitpunkt für eine Hochzeit.

Blödes Weihnachten

Morgen ist es soweit. Wir haben noch immer kein Sofa, weil es irgendwo noch in einer Halle steht und auf die Spedition wartet. Oder vielleicht ist es noch nicht fertig? Der Urlaub fällt auch aus. Keine Berge, keine Therme, dafür wahrscheinlich bald Schnee hier in der Eifel.

Blöd gelaufen.

Super blöd ist aber, dass das Fernsehen nicht funktioniert. Magenta Zuhause läuft nicht. Unsere Leitung ist laut Telekom okay, aber hier im Haus viiiiiieeeel, wirklich sehr viel langsamer als angenommen. Kein Fernsehen. Schüssel nicht möglich. Wahhhhhhaaaaa!

Der Techniker kommt angeblich noch morgen früh. Hoffen wir das.

Unser Weihnachtsbaum und das Dekozeug hat stark gelitten durch den Umzug und sehr viele Sachen sind verschwunden und kaputt. Die Kinder haben improvisiert, jetzt ist es lustig und bunt. Es stehen zwar ein paar Lego Männchen in der Grippe, aber warum sollte Josef keinen Ninja- Helm tragen dürfen?

Wenigstens habe ich das Essen. Zwar keine Gans, die war auch nicht drinnen in diesem Jahr, aber jede Menge lustige luxenbourger Errungenschaften aus Blätterteig, Fisch, Muscheln, Wild und Fasanenbrust gibt es auch. Warten wir das ab.

Ich hoffe, dass ich wenigstens wieder eine Stimme habe, bis morgen früh. Im Moment bringe ich keinen Ton heraus. Scheisse kommt auch selten allein. Irgendwo habe ich eine Trillerpfeife gesehen … grins .

Was ist nur los?

In der Vulkaneifel soll eine Geburtsstation schließen- weil kein Geld mehr bereit liegt, Frauen sollen 45 Minuten Fahrt und ca. 35 km für die nächste Klinik in Kauf nehmen. Kinder und Mütter riskieren so ihr Leben.

In Hamburg sterben Menschen den Kältetod auf offener Straße.

Sind wir nichts mehr wert?

Braucht Deutschland keine neugeborenen Kinder mehr? Sind Obdachlose einfach nur Menschen zweiter Klasse? Was läuft hier???

www.focus.de/regional/hamburg/hamburg-vierter-obdachloser-stirbt-auf-der-strasse-bekommt-auch-hamburg-einen-kaeltebus_id_10067020.html

… plötzlich

… plötzlich wird irgendwie alles gut. Nur etwas spät. Haus- top. Arbeit okay, aber meinen Traumjob in meiner alten Heimat ist jetzt nicht hier, sondern da. Jahrelang habe ich auf diese Chance gehofft, sie war unerreichbar. Aber jetzt plötzlich… ich müsste nur zugreifen…

Zu spät, denn ich wohne jetzt in so einem Haus, wie ich immer wollte, in einem schönen Ort. Habe einen guten Job und bin dankbar dafür. Nur plötzlich öffnen sich tausend Türen, wenn die Chance dafür vorbei ist. Was ist das nur?