Adventsaufen

In unserem Dörfchen ist die Dorfgemeinschaft eine heilige Sache.
Hier hilft einer noch dem anderen, wenn Not am Mann ist, hier weiß jeder fast alles vom anderen und hier kommt nichts weg. Hier geht nichts verloren, weder Fahrräder noch streunende Hunde oder Katzen. Kinder werden hier beobachtet und sind wunderbar geborgen auf Wiesen und Spielplätzen, weil immer einer das Kind im Blick hat und Fremde sofort auffallen.
Niemand könnte hier ungesehen durchs Dorf fahren. Wie gesagt, jeder weiß spätestens am nächsten Tag, wer zu Besuch war und was dieser wollte.
Als eines schönen Tages ein Alfa Spider bei uns vors Haus fuhr und ein blonder sportlicher, bis hinter die Zähne tätowierter Jüngling mit schwarzer Lederhose ausstieg, dieser mir auch noch um den Hals fiel, bewegten sich die Gardinen meiner Nachbarn mehr als üblich. Am nächsten Tag überlegte ich schon, vieleicht einen Aushang am schwarzen Brett zu machen: Der knackige Jüngling war mein Autoschrauber-Cousin. Also Familie! Der darf mir auch schonmal um den Hals fallen.

Diese kleine Gemeinschaft hat sich nun für die Adventszeit etwas schönes ausgedacht: Ein lebender Adventskalender! Jeder schmückt ein Fenster mit einer Zahl und lädt an dem Tag zum kleinen Umtrunk ein.Die Möhnen des Ortes hatten es sich beim Mensch-Ärger-Dich-Tunier ausgedacht. Und es erklärten sich spontan 20 Frauen zum Mitmachen bereit.
Ich mich auch, ohne zu wissen, auf was ich mich da einlasse…
Ein Anruf gestern abend bei der Organisationsfrau des Dorfes brachte Klarheit ins Ungewisse: „Also Du kannst noch einen Termin ab dem 20.12. haben, die anderen sind schon weg.“
Gut dachte ich, Fenster schmücken, Beleuchtung anschalten….FERTIG! Denkste!
„Ah, also ich nehme den 24., da ist mein Mann da.“
„JAAA, super, also ihr müsst nicht viel machen, NUR trinken organisieren und die Leute gucken lassen, das geschmückte Fenster, und für die Kinder was machen. MEHR nicht!“
???
Ok, also grob gesagt, saufen für 250 Leute organisieren, Bude schmücken, ein Fenster mit Lichtern und einer riesigen 24, am besten bunt blinkend.
Ach und ein kleines Unterhaltungsprogramm für die Kinder, Grippenspiel, Streichelzoo mit Hund und Katz oder Ziegen im Stall?
Alles klar!
Ich habe mal gegoogelt und mich an einen tollen Weihnachtscocktail aus meiner Heimat erinnert.
Glühwein ist doch langweilig, oder was trinkt man so nach der Messe ab 17 Uhr?
Bruno der Barkeeper meiner Lieblingspizzaria hatte mir nur einen einzigen davon verabreicht, damals an Heiligabend mittags um 14 Uhr. Das war noch lustig, dieses Weihnachten damals…

NEGRONI…

Fortsetzung folgt…

Schmerzen

Wie hieß es in meinem Arztbrief so schön:
Humerusfraktur rechts, des proximalen Endes.
Tja, nun habe ich eine Platte und sieben Schrauben im Oberarm.
Blöd ist, dass man dann nur noch auf fremde Hilfe angewiesen ist. Es geht nämlich nixmehr. Kein Anziehen, kein Brot Schmieren, an Kochen nicht zu denken. Selbst das Aufmachen einer Flasche oder der Weg aufs Klo ist ein Problem. Toll auch, wenn man Rechtshänder ist und drei sehr kleine Kinder zu versorgen hat. Jetzt springen hier zwei Nannys durchs Haus, in zwei Schichten zum Windeln wechseln und Fläschchen geben, spielen und Laufen lernen.
Soweit, auch doch so gut.
Und dann die zweite Sache: Schmerzen.
Targin zweimal am Tag, Oxigesic bei Bedarf, Lyrica zweimal am Tag und jede Menge Novalgin im Tramal-Mix bei Bedarf.
Schmerzmittel nach einer Arm Op sind schon ganz OK, ABER: diese dröhnen mich voll. So voll, dass ich manchmal alles Weisse in Rosa sehe, müde bin, alles lustig und irgendwie verzogen ist. Am liebsten nur Kinderkanal anschauen würde und das Beste ist: Halluzinationen habe!
Es stehen Kinder in Kinderzimmern, die nicht meine sind. Katzen schleichen im Haus herum, die auch nicht da sind und irgendwo versteckt sich immer irgendwas, sobald ich mich rumdrehe……..Ahhhhhhhhhhhhhh.
Also spätestens in zwei Wochen muss ich von diesem Trip runtersein, meint mein Physiotherapeut. Ja, da gebe ich ihm Recht. Unter anderen Gegebenheiten wäre das ja lustig und spannend, aber so…

Stay

My whole life waiting for the right time
To tell you how I feel
And though I tried to tell you that I need
you
Here I am without you
I feel so lost but what can I do?
‚Cause I know this love seems real
But I don‘ t know how to feel
We say goodbye in the pouring rain
And I break down as you walk away
Stay, stay
‚Cause all my life I‘ ve felt this way
But I could never find the words to say
Stay, stay
Alright, everything is alright
Since you came along
And before you
I had nowhere to run to
Nothing to hold on to
I came so close to giving it up
And I wonder if you know
How it feels to let you go ?
We say goodbye in the pouring rain
And I break down as you walk away
Stay, stay
‚Cause all my life I‘ ve felt this way
But I could never find the words to say
Stay, stay
So you change your mind
And say you‘ re mine
Don’t leave tonight
Stay
We say goodbye in the pouring rain
And I break down as you walk away
Stay, stay
‚Cause all my life I felt this way
But I could never find the words to say
Stay, stay

Produkttest "Smart Pack"

Ich habe bei Catsan einen Smart-Pack bestellt. Für Katerchens Katzenklo. Zum Testen.
Catsan schreibt zur Produkterklärung folgendes auf seiner Homepage:
Unter der CATSAN® Hygiene plus Streu befindet sich ein extra saugstarkes Trocken-Vlies, das die Flüssigkeit aktiv unter der Hygienestreu aufsaugt und sicher einschließt. Die Geruchsbindung wird so noch sicherer und die Streu bleibt für Ihre Katze deutlich länger trockener. Genau so, wie sie es gerne mag. Zusätzlich bleibt der Toilettenboden angenehm sauber und erspart Ihnen eine aufwendige Reinigung bei dem Wechsel der Streu….
Also eine tolle Sache. Das will gestestet werden!
Ein Zwei Tage später war er da. Der oder das Smart-Pack.
Natürlich wurde es sofort ins Katzenklo installiert, oder besser „eingelegt“. Passte. Auch in das Katzenklo mit Türchen, kein Problem. Nur vorne schließt die Folie nicht ganz, aber es ist ja auch kein orginal Catsan-Klo. Es ist erstaunlich viel Streu in dem Pack. Der Kater kann also wirklich tief wühlen.Man braucht also auch keine Angst zu haben, dass das sehr feste dicke Vlies oder die schützende Folie durch das Wühlen kaputt gerissen werden. Der Kater mag es.Obwohl er immer nur maximal dreimal sein Klo benutzt, bevor ich das Streu komplett tauschen muss, ist es bei dem Smart Pack nicht nötig. Kot rausschaufeln, vieleicht etwas Streu nachfüllen…Fertig. Es schließt wirklich den Geruch ein, dieses Vlies
Da Katerchen Freigänger ist, mag er sein Katzenklo sowieso nur im Notfall benutzen. Also könnte ich durchaus zwei bis drei Wochen mit einer Füllung auskommen. Bei dem Verkaufspreis ist das aber auch leider nötig. Von 5,99 Euro bis 6,49 Euro, ein stolzer Preis für zwei Packs. Also Fazit: Spitzenerfindung, hygienisch, gerade für Schwangere, da sie mit keinerlei Schmutz in Berührung kommen, Katerchen mag es auch und es spart Müll. ABER: Leider zu teuer, auch wenn man bedenkt dass man ja Geld spart und dass Vlies und Folie eben in der Produktion auch Geld kosten. Schade. Danke Catsan

Ernie und Bert

Wir saßen vorm Kika-Kinderprogramm, ausnahmsweise die ganze Familie. Mama, Papa und Söhnchen. Ernie und Bert in der Sesamstrasse. Eigentlich war es heute nur Ernie, der Bert abends beim Schlafengehen vermisst. Und deshalb Berts Kopf auf ein grosses Stück Papier malt und in dessen Bett legt… Um ihn zuzutexten!
Tja, ganz ehrlich, mal abgesehen dass es gerade morgens um 8 und Samstag ist, beschäftigte mich die Frage: Was bringt das einem fast 3 Jährigem? Ich meine was soll er dabei lernen? Ok, Ernie und Bert, die Diskussion ums Schwulsein oder Heiraten, obwohl sie warscheinlich ein grosses NIX in der Hose haben und sich nie küssen. Sich aber seit 40 Jahren auf den Keks gehen.
Oder geht Ernie nur Bert auf den Keks?
Oder ist es das, was Kinder hier lernen sollen? Tolleranz gegenüber Labertaschen und chronischen Mist-Veranstaltern?? Zuneigung zu empfinden, zu jemandem, der fast immer nur Scheisse baut, es zu akzeptieren und am Ende belehren, helfen oder gar mitmachen? Jaaaaa!
Ich glaube Ernie ist in Wahrheit eine Frau, einwenig wie ich, oder viele andere Frauen, die fast immer ein Ernie sind. Und was wünschen wir uns deshalb? Wir die Frauen, nervig, verrückt, Labertaschen, total durchgeknallt, aber trotzdem liebenswert und treu. EINEN BERT!