Neues Papier und neuer Roman

Kurzes Update von mir: Bei Amazon gibt es für die Taschenbücher jetzt Holzschliffpapier als Option. Ehrlich gesagt habe ich noch keine Ahnung, wie das am Ende tatsächlich aussieht oder sich anfühlt. Aber es macht die Bücher in der Herstellung günstiger – und da es gleichzeitig umweltschonender ist, nehme ich das natürlich gerne mit. Ich bin mal gespannt, wie das erste Exemplar ausfällt.

Ansonsten steht mein neuer Liebesroman schon in den Startlöchern: Er wird spätestens am Montag veröffentlicht!

Sobald das erste Testbuch auf dem neuen Papier da ist, gebe ich euch Bescheid, wie der Eindruck ist.

Lillian Care – eine Zumutung für die Eifel !

Heute bin ich fast ausgeflippt – vor Wut, Verzweiflung und purer Fassungslosigkeit. Ich wollte „nur“ einem Bekannten helfen, der akut krank war, extrem gelitten hat und dringend ärztliche Hilfe brauchte. Mein Versuch, das über das System von LillianCare (Terminbuchung in einem Ärztehaus zu regeln, endete in einer absoluten Katastrophe.
Ich bin zwar aus Deutschland ,lebe aber nicht mehr da (mir war das System also fremd und neu ) aber als absolut interneterfahrene Frau, dachte ich mir: Das kriege ich hin. Doch die Realität hat mich eines Besserem belehrt. Der gesamte Prozess war so extrem schwierig und undurchdacht, dass eine normale menschliche Kommunikation von vornherein komplett unterbunden wird. Niemand geht ans Telefon, und in der App hat man lediglich ein paar starr vorgegebene Optionen zur Auswahl – etwa eine Krankschreibung oder Standard-Versorgung.
Es gibt dort überhaupt keine Möglichkeit, irgendwo einzugeben oder zu sagen, dass jemand wirklich massive Schmerzen hat, dass es der Person elend geht und sie nicht einmal mehr laufen kann. Man kann keinen Notfall schildern, sondern soll stur einen Termin buchen. Aber wie soll ein Schwerkranker zu einem Termin erscheinen, wenn er das Bett nicht verlassen kann? Es fehlt hier an jeglicher Menschlichkeit und an grundlegendem Verständnis für reale Notsituationen.
Weil am Telefon niemand erreichbar war und das System keine Hilfe bot, bin ich vor lauter Verzweiflung direkt zur Praxis gefahren, um mich vor Ort zu beschweren. Was ich dort erlebte, fühlte sich für mich wie unterlassene Hilfeleistung an. Anstatt dem Mann eine Krankenhauseinweisung auszustellen, hieß es trocken, ich solle gefälligst einen Krankenwagen rufen.
Da frage ich mich ernsthaft: Wo genau soll hier eigentlich die Einsparung für unser Gesundheitssystem liegen? Wenn ein Hausarzt wegen bürokratischer Hürden und digitaler Blockaden die Erstversorgung verweigert und stattdessen der Rettungsdienst ausrücken muss, erzeugt das massive Zusatzkosten und erhebliche Zusatzprobleme für alle Beteiligten. Eine einfache Einweisung hätte das Problem sofort, sicher und unkompliziert gelöst.
Digitalisierung in der Medizin soll Hürden abbauen und Abläufe erleichtern. Doch was LillianCare hier veranstaltet, ist kein Fortschritt, sondern eine Entmenschlichung der Versorgung. Ein Hausarzt ist die wichtigste Anlaufstelle für kranke Menschen und kein geschlossener Club für App-Nutzer. Wer unter hohem Fieber oder starken Schmerzen leidet, braucht ein offenes Ohr und schnelle Hilfe, anstatt sich durch starre Formulare quälen zu müssen.
Wenn die App den Menschen ersetzt und der telefonische Draht abgeschnitten wird, bleiben die Schwächsten auf der Strecke. Fortschritt im Gesundheitswesen funktioniert nur mit Verstand, Empathie und einem direkten, persönlichen Zugang für alle – ganz egal, ob mit oder ohne Smartphone.

Übrigens: Der Patient wurde vom Rettungsdienst abgeholt – mit Diskussion, denn es wäre ja nicht „ lebensgefährlich“ … Er hat einen Bandscheibenvorfall und kann nicht aufrecht gehen! Bekommt jetzt Morphine. Interessant, dass das die Damen von der Telefonzentrale so hellsehen können, ab wann man eigentlich auch selbst hinlaufen könnte!

#Patientenversorgung #Hausarzt #Gesundheitssystem #LillianCare #Barrierefreiheit #Patientenrechte #eHealth #SozialeGerechtigkeit #Praxisalltag

„Die Zielscheiben- Führungskraft“ mein neues Buch ist fertig

Führung bedeutet selten, es allen recht zu machen. Wer Entscheidungen trifft, steht automatisch im Scheinwerferlicht und zieht zwangsläufig Kritik auf sich. Um es gleich vorwegzunehmen: Das ist weder eine Werbeaktion noch eine persönliche Buchempfehlung. Es geht schlichtweg um einen Blick auf das Werk „Die Zielscheiben-Führungskraft“, das wegen seiner pragmatischen Sicht auf moderne Verantwortungsthemen auffällt – ein Text, den man wohl am ehesten Herrn Merz oder anderen Akteuren in Politik und Management auf den Schreibtisch legen müsste.

Eigentlich behandelt das Buch genau die Frage, wie man mit der Rolle als Reibungsfläche umgeht. Der Versuch, alles richtig zu machen und es jedem recht zu machen, ist in einer Führungsposition nämlich ein Trugschluss. Sobald Veränderungen angestoßen werden, entsteht Gegenwind. Wer im Fokus steht, muss lernen, berechtigte Kritik von Unsachlichkeit zu unterscheiden und Orientierung zu bieten, selbst wenn der Weg unbequem wird. Für alle, die sich schnell angegriffen fühlen, zeigt sich dabei oft eine wichtige Erkenntnis: Gegenwind ist meist kein persönlicher Angriff, sondern ein normales Symptom von Unsicherheiten und Veränderungsängsten im eigenen Umfeld. Am Ende zeigt sich sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft, dass echte Führung nicht aus Gefälligkeit entsteht, sondern aus der Fähigkeit, auch bei starkem Druck Haltung und Gelassenheit zu bewahren.

Zielscheibe – Teamleader

Montagmorgen, 09:00 Uhr. Jour-fixe. Sie präsentieren eine durchdachte Agenda – und ernten Schweigen, verschränkte Arme, Blicke auf Laptops.
Niemand widerspricht offen. Niemand muss es.
Was viele Führungskräfte dabei erleben, hat einen Namen, den kaum jemand kennt: Staffing – die systematische, verdeckte Demontage einer Führungskraft durch die eigene Belegschaft. Mobbing von unten nach oben.
Ich habe die letzten Monate damit verbracht, dieses Tabu zu brechen. In meinem neuen Buch „Die Zielscheiben-Führungskraft“ verbinde ich Organisationspsychologie, Neurobiologie und deutsches Arbeitsrecht zu einem klaren Befund: Was sich wie persönliches Versagen anfühlt, ist oft messbare, dokumentierbare Sabotage.
Mit dabei:
→ die 12 Kernstrategien des Staffings – von Weaponized Compliance bis Gaslighting
→ die neurobiologischen Spuren sozialer Ausgrenzung im Gehirn
→ höchstrichterliche BAG-Rechtsprechung zur Fürsorgepflicht
→ ein gerichtsfestes Mobbing-Tagebuch und ein HR-Notfall-Leitfaden
Für alle, die führen – und spüren, dass etwas nicht stimmt, aber bisher keine Worte dafür hatten.
Bald verfügbar. Mehr dazu in den nächsten Tagen. 
#Führung #Mobbing #Arbeitsrecht #Leadership #NeuesBuch

Nietzsche am Freitag

Mir ist ein altes Buch in die Hände gefallen…

Nietzsche- etwas angegilbt, riecht alt. Ich lese also jeden Freitag.

Friedrich Nietzsches Satz „Wer zu viel sieht, passt irgendwann nirgends mehr hinein“ bringt die Kehrseite geschärfter Wahrnehmung auf den Punkt. Wer hinter die Fassaden blickt, erkennt die ungesagten Motive der Menschen, die Absurdität starrer Konventionen und die Widersprüche vorgefertigter Lebensentwürfe. Das Problem dabei: Kognitive und emotionale Intelligenz sind in vielen Teilen unseres Alltags gar nicht erwünscht. Das System funktioniert am reibungslosesten mit Menschen, die mitspielen, statt zu hinterfragen, und die Oberfläche nicht durchbrechen. Wer Stimmungen ungefiltert wahrnimmt, Dynamiken durchschaut und Heuchelei erkennt, stört das bequeme Gleichgewicht der Masse.

Genau deshalb werden tiefe Einsichten oft als anstrengend empfunden und Intellekt wie auch Empathie subtly isoliert. Wer die Schablonen der Gesellschaft einmal so klar durchschaut hat, passt nicht mehr in sie hinein. Die vorgefertigten Räume werden schlicht zu eng. Smalltalk wirkt belanglos, Oberflächlichkeit anstrengend, und die Distanz zu einer Welt, die lieber im Bequemen verweilt, wächst zwangsläufig.

Doch dieses Nicht-Hineinpassen ist kein Makel, sondern das Zeichen eines gewachsenen Bewusstseins. Die Konsequenz kann daher nicht sein, den eigenen Blick wieder zu trüben oder sich passend zu stutzen, nur um dazuzugehören. Wer zu viel sieht, muss aufhören, nach Räumen zu suchen, die von anderen gebaut wurden. Es ist die Befreiung von der Statistrolle – und die Aufforderung, eigene Orte, eigene Maßstäbe und eine eigene Tiefe zu erschaffen.