China? Echt jetzt ?

Okay- liebe Chinesen… hoffentlich habe ich Euch nicht verärgert mit einem falschen Kochrezept. Oder sucht ihr was ? Ich hab Temu etwas abgeschworen, wegen den Zollgebühren. Ist es das?

Was ist los? Ladet mich ein und ich erzähle Euch etwas über belgische Bilderbücher❤️

Kürbissuppe die X-ste.

Kürbissuppen gibt es wie Sand am Meer, zu der Kahreszeit überall und die meisten schmecken ziemlich ähnlich. Diese hier nicht. Der Hokkaido mit der Schale, dazu Zimt und Kokosmilch, ergibt einen Geschmack, der verblüffend nach Maronen geht. Beim ersten Löffel stand ich gedanklich auf dem Weihnachtsmarkt, mit kalten Fingern und einer Tüte heißer Maronen in der Hand. Chili und Knoblauch geben dem Ganzen eine warme Schärfe, die im Oktober genau richtig ist.


Herbstliche Kürbissuppe mit Linsen und Hähnchen

Für 4 Portionen · ca. 45 Minuten

Zutaten

  • 800 g Hokkaido-Kürbis
  • 300 g Hähnchenbrust
  • 120 g rote Linsen
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 frische rote Chilischote
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 TL Salz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Limettensaft
  • Ein dicker Löffel Schmelzkäse zum Schluss

Zubereitung

  1. Kürbis entkernen und würfeln, geschält werden muss er nicht. Hähnchen in kleine Würfel schneiden, Chili entkernen und fein hacken (für weniger Schärfe nur eine halbe Schote).
  2. Öl im großen Topf erhitzen, Hähnchen mit etwas Salz und Pfeffer rundherum goldbraun anbraten, etwa 5 Minuten. Herausnehmen und beiseitestellen.
  3. Zwiebel, Knoblauch und Chili im selben Topf glasig dünsten. Kürbis und Zimt dazugeben und etwa 5 Minuten unter Rühren mitrösten.
  4. Linsen und Brühe zugeben, aufkochen und bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis alles weich ist.
  5. Mit dem Stabmixer pürieren, am besten nicht ganz fein, damit noch etwas Biss bleibt.
  6. Kokosmilch einrühren, Hähnchen zurück in den Topf geben und etwa 5 Minuten bei niedriger Hitze durchgaren.
  7. Mit restlichem Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken und heiß servieren.

Tipp: Dazu passen geröstete Kürbiskerne, ein Klecks Kokosmilch oder frischer Koriander. Die Suppe schmeckt am nächsten Tag noch besser.


Wer im Oktober schon Weihnachtsmarkt-Gefühle haben möchte, aber noch keinen Glühwein ertragen kann, ist damit bestens bedient.

Übrigens findet ihr hier : den https://mitohnesahne.com/2024/03/30/mitohnesahnes-chili-hammer/ Chili -Hammer – der sich hervorragend eignet zum toppen!

Die Wanderung gestern

Ich gebe es gleich zu: Wenn mir vor einem Jahr jemand gesagt hätte, dass ich an einem Sonntag freiwillig durch den Wald laufe, hätte ich gefragt, wer mich bei dieser Wette gerade vertreten hat. Und doch stand ich da, beim Wandertag des Verkehrsvereins, in Wanderschuhen und mit Rucksack.

Die Strecke war mehrere Kilometer lang und gut ausgeschildert. Unterwegs gab es ein paar Stände, nicht viele, aber ausreichend: Brötchen, Obst, Wasser und Bier. Mehr nicht, und mehr brauchte es auch nicht. Warmes Essen gab es nur am Start- und am Zielpunkt. Das sorgte für eine klare Motivation: Irgendwo am Ende wartet etwas Heißes.

Die Landschaft war tatsächlich schön. Man lebt hier, man kennt das alles, und trotzdem fällt einem erst auf zwei Beinen wieder auf, wie viel Wald, Hänge und Bachläufe es vor der Haustür gibt. Die Herbstfarben waren schon deutlich zu sehen, und stellenweise kam die Sonne so durch die Bäume, dass sogar ich kurz stehen geblieben bin. Kurz. Denn ich bin kein Mensch, der schlendert. Langsam gehen kann ich einfach nicht, ich habe es versucht, es geht nicht. Also lief ich zügig durch, während andere gemütlich plauderten und an den Ständen verweilten. Ich nickte freundlich, nahm mir ein Brötchen und war schon wieder weg. Das Bier habe ich am Ziel nachgeholt, aus Prinzip.

Dass ich freiwillig gelaufen bin, hat mich selbst am meisten überrascht. Es war angenehm, draußen zu sein, ohne Bildschirm, ohne Termine, mit netten Leuten am Wegesrand. Am Ende waren die Beine müde, der Kopf aber ungewöhnlich ruhig.

Man sollte das öfter tun. Nur nicht langsam. Das kann ich nicht, und dafür ist der Wald zum Glück groß genug.