Der Name kam eigentlich von der Tatsache als Mutter immer alles wissen zu müssen. Kinderdenken. Wunschdenken.
Immer parat zu stehen und immer alles zu regeln.
Echt ?
Bin ich Jesus? Habe ich Sandalen an?
Resilienz, Coolness und die Kunst, ruhiger zu werden
Manchmal fühlt sich das Leben an wie ein Dauerfeuer: Stress, Erwartungen, dumme Kommentare, schlechte Nachrichten, Menschen, die nerven, und Situationen, die man nicht kontrollieren kann. Genau hier kommen Resilienz, Coolness und Gelassenheit ins Spiel.
Resilienz bedeutet nicht, dass einem alles egal ist. Es bedeutet auch nicht, immer stark zu sein oder keine Gefühle zu haben. Resilienz heißt: Man fällt vielleicht hin, aber man bleibt nicht dauerhaft liegen. Man lernt, mit Krisen, Rückschlägen und Stress besser umzugehen. Man entwickelt die Fähigkeit, sich innerlich wieder zu stabilisieren, auch wenn außen gerade Chaos herrscht.
Coolness ist ähnlich. Wirklich cool ist nicht der Mensch, der so tut, als hätte er keine Probleme. Wirklich cool ist jemand, der sich nicht von jeder Kleinigkeit aus der Fassung bringen lässt. Jemand, der nicht sofort explodiert, nicht alles persönlich nimmt und nicht bei jedem Drama mitspielt.
Und genau das ist die eigentliche Kunst: ruhiger werden, gelassener bleiben und lernen, dass nicht alles deine Energie verdient.
Nicht alles muss dich treffen
Viele Menschen reagieren sofort auf alles: eine Nachricht, ein Blick, ein Kommentar, eine Kritik, ein Problem. Innerhalb von Sekunden ist der Puls oben, der Kopf voll und die Laune im Keller. Aber die Wahrheit ist: Nicht jede Situation verdient deine volle Aufmerksamkeit.
Man darf lernen, innerlich einen Schritt zurückzugehen und sich zu fragen: Frage Warum sie hilft Ist das wirklich mein Problem? Nicht jede Sache gehört in deine Verantwortung. Kann ich gerade etwas daran ändern? Wenn nicht, bringt Grübeln wenig. Wird das in einer Woche noch wichtig sein? Viele Aufreger verlieren schnell ihre Bedeutung. Reagiere ich gerade aus Wut oder aus Klarheit? Das verhindert impulsive Entscheidungen.
Gelassenheit beginnt oft genau in diesem kleinen Moment zwischen Reiz und Reaktion. Etwas passiert – aber du entscheidest, ob du sofort darauf anspringst oder erstmal ruhig bleibst.
Alles am Arsch vorbei heißt nicht gleichgültig sein
Der Satz „alles am Arsch vorbei“ klingt erstmal hart. Aber gesund verstanden bedeutet er nicht, dass dir alles egal sein soll. Es geht eher darum, nicht mehr alles an dich heranzulassen.
Es ist ein Unterschied, ob du gleichgültig bist oder ob du bewusst entscheidest, worauf du deine Energie richtest.
Gleichgültigkeit sagt: „Mir ist alles egal.“
Gelassenheit sagt: „Ich entscheide, was mir wichtig genug ist.“
Das ist ein riesiger Unterschied. Wer gelassen ist, hat Werte, Ziele und Gefühle. Aber diese Person lässt sich nicht mehr von jedem Unsinn kontrollieren.
Wie man ruhiger und gelassener wird
Gelassenheit ist keine angeborene Superkraft. Man kann sie trainieren. Nicht über Nacht, aber Schritt für Schritt.
Ein paar Dinge helfen besonders:
- Atmen, bevor man reagiert: Klingt banal, funktioniert aber. Ein tiefer Atemzug gibt dem Kopf Zeit, wieder einzusteigen, bevor die Emotion übernimmt.
- Nicht alles persönlich nehmen: Viele Menschen handeln aus ihrem eigenen Stress, ihrer Unsicherheit oder ihrer schlechten Laune heraus. Nicht alles, was jemand sagt oder tut, hat wirklich etwas mit dir zu tun.
- Kontrolle unterscheiden: Es gibt Dinge, die du beeinflussen kannst, und Dinge, die du nicht beeinflussen kannst. Gelassene Menschen verschwenden weniger Energie auf das, was außerhalb ihrer Kontrolle liegt.
- Abstand gewinnen: Manchmal hilft es, kurz rauszugehen, Musik zu hören, Sport zu machen oder einfach zehn Minuten nichts zu sagen. Abstand verhindert unnötige Eskalationen.
- Eigene Grenzen kennen: Wer ständig über seine Grenzen geht, wird schneller gereizt. Ruhe entsteht auch dadurch, dass man Nein sagen kann.
- Soziale Unterstützung annehmen: Resilienz bedeutet nicht, alles alleine schaffen zu müssen. Menschen, mit denen man ehrlich reden kann, machen Krisen leichter.
- Selbstvertrauen aufbauen: Je mehr du dir zutraust, schwierige Situationen zu bewältigen, desto weniger wirft dich jeder Rückschlag aus der Bahn.
Cool bleiben ist Training
Niemand ist immer ruhig. Jeder rastet mal innerlich aus, ist enttäuscht, verletzt oder genervt. Der Unterschied liegt darin, ob man sich komplett von diesen Gefühlen steuern lässt.
Gefühle sind wichtig. Sie zeigen, dass dir etwas bedeutet. Aber Gefühle müssen nicht automatisch dein Verhalten bestimmen. Du kannst wütend sein und trotzdem ruhig sprechen. Du kannst verletzt sein und trotzdem nicht sofort zurückschießen. Du kannst gestresst sein und trotzdem entscheiden, was jetzt sinnvoll ist.
Das ist Coolness: nicht keine Emotionen haben, sondern nicht von ihnen beherrscht werden.
Ein stärkeres Mindset entwickeln
Resilienz wächst, wenn man seine Gedanken bewusster wahrnimmt. Oft machen nicht nur die Situationen selbst Stress, sondern das, was wir daraus im Kopf machen.
Aus „Das schaffe ich nie“ kann werden: „Ich weiß noch nicht wie, aber ich finde einen Weg.“
Aus „Warum passiert immer mir sowas?“ kann werden: „Das ist gerade schwer, aber ich kann entscheiden, wie ich damit umgehe.“
Aus „Ich muss allen gefallen“ kann werden: „Ich darf mein Leben so führen, dass es zu mir passt.“
Das ist kein naives positives Denken. Es bedeutet nicht, Probleme schönzureden. Es bedeutet, sich selbst nicht zusätzlich fertigzumachen.
Also, Frau Mitohnesahne sagt:
Resilienz, Coolness und Gelassenheit bedeuten nicht, kalt oder emotionslos zu werden. Sie bedeuten, innerlich stabiler zu sein. Man lernt, Rückschläge besser wegzustecken, Stress nicht sofort an sich heranzulassen und bewusster zu entscheiden, was wirklich wichtig ist.
„Alles am Arsch vorbei“ heißt im gesunden Sinne: Ich gebe nicht mehr jedem Drama, jeder Meinung und jedem Problem Macht über mich. Ich kümmere mich um das, was ich beeinflussen kann. Den Rest lasse ich los.
Denn am Ende ist echte Stärke nicht, immer laut, hart oder unberührt zu wirken. Echte Stärke ist, ruhig zu bleiben, wenn es schwierig wird – und trotzdem weiterzugehen.
Stehen, atmen und manchmal abzugeben.
In Sandalen fest zu stehen, mit der Referenz fast alles zu schaffen !
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