Das Hohe Venn brennt – und diesmal in einem Ausmaß, das die Region bislang selten erlebt hat. Seit Freitag breitet sich auf belgischer Seite ein großflächiger Wald- und Moorbrand aus. Nach den jüngsten Angaben hat das Feuer inzwischen rund 2.700 Hektar erfasst. Damit gehört der Brand zu den größten Waldbränden, die Belgien je erlebt hat.
Das Hohe Venn ist eine besondere Landschaft: Große Teile bestehen aus Heide, Moor und Torfböden. Solche Flächen können bei großer Trockenheit Feuer nicht nur an der Oberfläche tragen – der Torf kann auch im Untergrund weiterglimmen. Das macht die Bekämpfung besonders schwierig. Das Venn ist zudem eines der bedeutendsten Hochmoorgebiete Westeuropas und ökologisch äußerst wertvoll.
Brände sind im Hohen Venn grundsätzlich kein völlig neues Phänomen. Die empfindliche Moor- und Heidelandschaft hat immer wieder Feuer erlebt. Die aktuelle Ausdehnung von mehreren tausend Hektar stellt jedoch eine außergewöhnliche Dimension dar.
Besonders angespannt ist die Situation inzwischen auf deutscher Seite. Die Feuerfront liegt nach Angaben der Stadt Monschau nur noch etwa drei Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. In Monschau wurden deshalb vorsorglich Evakuierungen vorbereitet. Betroffen sind unter anderem Kalterherberg und Mützenich sowie mehrere kleinere Siedlungen. Rund 5.000 Menschen könnten im Ernstfall betroffen sein. Die Feuerwehr hat zudem Felder nahe der Grenze bewässert, um dem Feuer im Falle eines Übergreifens möglichst viel Zeit entgegenzusetzen.
Auf belgischer Seite mussten bereits Menschen ihre Häuser verlassen. Unter anderem wurden Küchelscheid und Leykaul evakuiert. Wechselnde Winde und die enorme Rauchentwicklung erschweren die Lage zusätzlich. Für Monschau wurde am Sonntagmorgen wegen der möglichen gesundheitlichen Belastung durch den Rauch sogar empfohlen, bestimmte Bereiche vorübergehend zu verlassen.
Das Besondere an diesem Brand ist deshalb nicht nur seine Größe. Er macht deutlich, wie schnell aus einem Feuer in der scheinbar abgelegenen Moorlandschaft ein grenzüberschreitendes Problem werden kann. Das Hohe Venn kennt keine Staatsgrenze – und das Feuer erst recht nicht.
Stand: Sonntag, 16. August 2026, morgens. Die Lage kann sich aufgrund von Wind und Feuerentwicklung jederzeit verändern.

Es ist so schrecklich. Ich verfolge die diversen Feuerlagen mit angehaltenem Atem. Allen Anwohner sowie den Helfern: Kommt gut da durch, bleibt heil und gesund. Und was man auch nicht vergessen darf: Die Tiere .
LikeGefällt 3 Personen
Leider kommt die Weltkriegsaltlast im Boden noch hinzu. Granaten kleine Bomben und was noch dazu gehört ….
LikeLike
Awful to see and know.
LikeLike
Das sieht ja schlimm aus.
LikeGefällt 1 Person
Es ist schlimm !
LikeLike